• 23.09.2026, 07:30:32
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Bundesministerin Holzleitner verleiht den Österreichischen Staatspreis für Geschichtswissenschaften 2026

Wien (OTS) - 

"Geschichte hilft uns, unsere Vergangenheit zu verstehen und unsere Gegenwart kritisch zu betrachten. Sie eröffnet neue Perspektiven und macht sichtbar, was lange zu wenig gesehen wurde. Die Geschichtswissenschaften stehen für exzellente Forschung, die Disziplinen miteinander verbindet und zu gesellschaftlich relevanten Debatten beiträgt. Genau das zeigen auch die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren Arbeiten, die neue Zugänge eröffnen: zu Musik und Politik in der Habsburgermonarchie, zu Umwelt- und Frauengeschichte sowie zur Geschichte von Menschen mit Behinderungen. Ich gratuliere allen Ausgezeichneten herzlich und danke der unabhängigen Jury für eine kluge und zeitgemäße Auswahl“, so Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner.

Der Österreichische Staatspreis für Geschichtswissenschaften umfasst fünf Auszeichnungen in vier Kategorien: Der Staatspreis geht an Univ.-Prof. Dr. Philip Ther für seine Publikation „Der Klang der Monarchie: Eine musikalische Geschichte des Habsburgerreichs“. Ther verbindet darin Musik- und Politikgeschichte und eröffnet einen vielschichtigen Blick auf die Habsburgermonarchie in ihrer regionalen, sprachlichen und kulturellen Vielfalt.

Den Sonderpreis für das Lebenswerk 2026 erhält Univ.-Prof.in i.R. Ing.in Dr.in phil. Dr. h.c. Verena Winiwarter für ihre Pionierleistung in der Umweltgeschichte. Sie baute innovative Forschungsstrukturen auf, setzte neue Maßstäbe in der interdisziplinären Forschung und prägte auch die Nachwuchsförderung in diesem Feld nachhaltig.

Zwei Nachwuchspreise gehen an Dr.in Nora Maria Lehner für ihre Dissertation „Sexuelle Arbeit. Akteur:innen, Praktiken und Reglementierung von kommerziellem Sex in Wien (1945–1975)“ sowie an Dr.in Corinna Peres, BA MA für ihre Dissertation „She wants to do it her own way. Enslaved Women, Their Work, and Their Children in the Datini Merchant Community, 1380s–1410s“.

Den Preis Geschichte innovativ erhält das „Disability History-Projekt“ des Hauses der Geschichte Österreich. Das Projekt verbindet inklusive und partizipative Geschichtsvermittlung im digitalen Raum mit Sammlungs- und Museumsarbeit. Es macht die Erfahrungen und das politische Engagement von Menschen mit Behinderungen sichtbar und rückt damit ein bisher vielfach marginalisiertes Thema in den Mittelpunkt.

Der Österreichische Staatspreis für Geschichtswissenschaften wird alle zwei Jahre vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung vergeben. Ausgezeichnet werden eine herausragende wissenschaftliche Publikation, zwei Arbeiten auf Dissertationsniveau und ein innovatives Vermittlungsformat. Zusätzlich kann ein Sonderpreis für ein wissenschaftliches Lebenswerk vergeben werden.

Die feierliche Verleihung der diesjährigen Preise durch Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner findet am 17. November 2026 in Wien statt.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Florian Atzmüller
Telefon: +43 664 78092423
E-Mail: [email protected]

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