• 23.09.2026, 06:00:33
  • /
  • OTS0001

Greenpeace: Asbest vor 22 Schulen und Kindergärten in Ostösterreich gemeldet

Anrainer:innen haben Asbest in Schotter, Steinmauern, Streusplitt und Asphalt entdeckt – Greenpeace fordert Schutzmaßnahmen von Bildungsministerium und den Landesschulbehörden

Wien/Eisenstadt (OTS) - 

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung auf eine Asbestbelastung im unmittelbaren Umfeld von Schulen und Kindergärten erhalten. Insgesamt wurden der Umweltschutzorganisation 22 Flächen vor Schulen und Kindergärten gemeldet. Der Asbest liegt laut Meldungen teils offen in Schotterflächen, Straßenbanketten, Begrenzungssteinen, Dekosteinen, Asphaltoberflächen und Steinmauern. Von den 22 Schulstandorten liegen 19 im Burgenland, zwei in der Steiermark und einer in Niederösterreich. Greenpeace hat die zuständigen Bildungsbehörden über die Funde informiert und fordert das Bildungsministerium und die Landesschulbehörde auf, Sofortmaßnahmen einzuleiten.

Stefan Stadler, Sprecher des Investigativ-Teams: „Die 22 gemeldeten asbestbelasteten Flächen bei Schulen und Kindergärten bilden die Spitze des Eisberges. Von freiliegenden Asbest-Mineralien geht ein sehr hohes Gesundheitsrisiko vor allem für Kinder und Jugendliche aus. Asbest hat vor Schulen und Kindergärten gar nichts verloren. Die gemeldeten Standorte müssen schnellstmöglich überprüft und gesichert werden. Asbestfasern können auch in die Innenräume gelangt sein, hier muss dringend ebenfalls getestet und regelmäßig umfassend gereinigt werden, um die Belastung zu minimieren.”

Seit Anfang Juli 2026 können mittels Online-Formular Menschen Asbestfunde direkt bei Greenpeace melden. Jede Meldung wird geprüft. Insgesamt wurden in Österreich und Ungarn 531 Flächen in der Online-Karte erfasst. In Österreich ist vor allem das Burgenland mit 94 gemeldeten Flächen betroffen. In Wien sind 54, in Niederösterreich 27 und in der Steiermark 14 Flächen bekannt.

Werden Asbestfasern eingeatmet, können sie nach Jahrzehnten verschiedene Krankheiten wie Kehlkopfkrebs, Lungenkrebs, Brust- und Rippenfellkrebs (Mesotheliom) oder Asbestose bewirken. Asbestfasern lösen sich schon bei der geringsten mechanischen Belastung aus. Etwa, wenn ein Fahrzeug über den Schotter fährt oder Kinder auf asbesthaltigen Felsen wie Begrenzungssteine klettern. Auch die Gefahr, dass Asbestfasern über die Luft oder an Schuhsohlen haften und so in Klassenzimmer verschleppt werden, ist hoch. Anrainer:innen von asbestbelasteten Flächen haben zum Teil hohe Belastungen durch Asbestfasern in ihren Innenräumen bei Greenpeace gemeldet.

Stefan Stadler, Sprecher des Investigativ-Teams: „Das Ausmaß des Asbest-Skandal wird mit jedem Tag größer. Die vom Asbest-Skandal betroffenen Schulen, Gemeinden, Privatpersonen und Firmen werden im Stich gelassen und brauchen dringend Geld für die wichtigen Sanierungen. Bundeskanzler Stocker muss dringend nach ungarischem Vorbild einen Asbestsanierungs-Fonds aufstellen. Greenpeace fordert rasche Sanierungen und die Priorisierung von kritischen Orten wie Schulen und Kindergärten.”

Weiterführende Informationen:

Inhalte auf einen Blick
Thema / Anlass: Asbestfunde im unmittelbaren Umfeld von Schulen und Kindergärten in Ostösterreich.
Datenbasis / Ergebnis: Von den 22 betroffenen Standorten befinden sich 19 im Burgenland, zwei in der Steiermark und einer in Niederösterreich.
Hauptforderung: Die Bildungsbehörden müssen umgehend Schutz- und Sanierungsmaßnahmen einleiten und Bundeskanzler Stocker muss einen Asbestsanierungs-Fonds aufstellen.
Akteur:innen / Adressat: Bildungsministerium, Landesschulbehörden und Bundeskanzler Stocker.
Quelle / Material: Greenpeace Österreich / Factsheet Asbest bei Schulen und Asbest-Aktionsplan.

Rückfragen & Kontakt

Stefan Stadler
Sprecher Investigativ-Team
Greenpeace Österreich
Tel.: +43 (0)664 183 2882
E-Mail: [email protected]

Annette Stolz
Leitung Pressearbeit
Greenpeace Österreich
Tel.: +43 (0)664 61 26 725
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel