- 22.09.2026, 16:53:32
- /
- OTS0148
Brandweiner/Bauer: Zivildienst wird zum Sprungbrett ins Ehrenamt
ÖVP-Zivildienstsprecher Lukas Brandweiner und Zivildienstministerin Claudia Bauer begrüßen die Einigung der Koalition auf die konkrete Ausgestaltung des künftigen 9+2-Modells beim Zivildienst. Damit liegt ein Modell vor, das die Handlungsfähigkeit des Zivildienstes sichert, den jungen Männern gleichzeitig Flexibilität bietet und Ausbildung und Ehrenamt stärkt.
„Der Zivildienst ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft und unverzichtbar für unser Sozial-, Gesundheits- und Rettungswesen. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir heute dafür sorgen, dass sich unsere Einrichtungen auch morgen auf ausreichend helfende Hände verlassen können. Für uns war daher klar, dass eine Reform nicht einfach nur zwei Monate dranhängen darf. Diese Zeit muss einen echten Mehrwert bringen. Für die Zivildiener, für die Einrichtungen und für unser Land“, betont ÖVP-Zivildienstsprecher Lukas Brandweiner.
Für die zusätzlichen zwei Monate sind drei Möglichkeiten vorgesehen: elf Monate durchgehend, eine spätere Ableistung der zusätzlichen zwei Monate in derselben Einrichtung oder alternativ 400 Stunden ehrenamtliche Ersatzleistung innerhalb von fünf Jahren, ebenfalls in derselben Einrichtung.
Zivildienstministerin Claudia Bauer: „Der Zivildienst ist schon heute ein Headhunter für unser Sozial- und Gesundheitssystem. Jeder dritte Zivildiener bleibt danach beruflich oder ehrenamtlich dabei. Daran soll das neue Modell anknüpfen: Mit der Ehrenamts-Variante könnten aus zwei zusätzlichen Monaten fünf Jahre Ehrenamt werden und erworbene Fähigkeiten dort erhalten bleiben, wo sie gebraucht werden. Gleichzeitig soll der Zivildienst einen stärkeren Ausbildungscharakter bekommen. Junge Männer sollen neben Lebenserfahrung auch konkrete Qualifikationen für ihren weiteren Weg mitnehmen. Gerade weil es aufgrund der Demografie künftig weniger Zivildiener geben wird und gleichzeitig der Bedarf steigt, müssen wir den Zivildienst fit für die Zukunft machen.“
Teil der Reform ist deshalb auch eine verpflichtende Ausbildung für alle Zivildiener. Für die einzelnen Einsatzbereiche sollen verbindliche Ausbildungskataloge mit einheitlichen Standards und Mindestdauern geschaffen werden. Auch bei den anrechenbaren Freiwilligendiensten werden klare Regeln geschaffen und der bisherige Wildwuchs beendet. Künftig können maximal ein Prozent der Stellungspflichtigen eines Jahrgangs einen Freiwilligendienst anstelle des Zivildienstes anrechnen lassen. Die verfügbaren Plätze werden dafür kontingentiert und an klare Voraussetzungen geknüpft.
„Mit dieser Einigung stellen wir den Zivildienst auf ein starkes Fundament für die Zukunft. Wir schaffen einen echten Anreiz, nach dem Zivildienst im Ehrenamt weiterzumachen und erworbene Fähigkeiten über Jahre dort einzubringen, wo sie gebraucht werden. Gleichzeitig geben wir den jungen Männern mehr Flexibilität und konkrete Qualifikationen für ihren weiteren Weg mit“, so Brandweiner und Bauer abschließend. (Schluss)
Rückfragen & Kontakt
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
+43 1 401 10-4439 bzw. +43 1 401 10-4432
http://www.oevpklub.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPK






