• 21.09.2026, 11:47:32
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NÖ Kliniken sichern Notfallversorgung

v.l.n.r.: Vorständin NÖ LGA Mag. jur Dr. med. Elisabeth
Bräutigam, MBA, Prim. Assoz.Prof. PD DDr. Thomas Gattringer
(Klinische Abteilung für Neurologie, UK Wiener Neustadt-Hochegg) und
Prim. Univ.-Prof. Dr. Julia Mascherbauer (Klinische Abteilung für
Innere Medizin 3, Kardiologie, UK St. Pölten)
St. Pölten (OTS) - 

Jährlich werden in den NÖ Kliniken mehr als 230.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. In den letzten 1,5 Jahren wurden davon rund 76.000 Patientinnen und -Patienten aufgrund eines medizinischen lebensbedrohlichen Notfalls – wie exemplarisch Herzinfarkt, Schlaganfall oder weitere Unfälle in den NÖ Kliniken zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort mit der richtigen Behandlung versorgt. Dass dies auch weiterhin so sein wird, ist der Verdienst unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich Tag für Tag mit großem Engagement für unsere Patientinnen und Patienten einsetzen.

„In letzter Zeit hören wir immer mehr von der Diskussion rund um die Notfallversorgung und möchten daher auch von Seiten der NÖ Kliniken informieren. Nicht nur im Interesse der niederösterreichischen Bevölkerung, die darauf vertrauen kann, dass ihr in einer Notsituation geholfen wird, sondern auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn genau diese sind täglich mit viel Engagement und Fachkompetenz im Einsatz, um die medizinische und pflegerische Versorgung sicherzustellen“, erklärt die NÖ LGA-Vorständin Mag. jur Dr. med. Elisabeth Bräutigam, MBA und zeigt die Unterscheidungen in Notfallversorgung sowie Erst- und Akutversorgung auf.

Bei der klinischen Notfallversorgung handelt es sich um eine zeitkritische Versorgung dringlicher bis lebensbedrohlicher Krankheitsbilder oder medizinischer Notfälle. Diese werden an jenen Standorten versorgt, die sich darauf spezialisiert haben und die richtige Expertise aufweisen - echte Notfälle können beispielsweise sein: Herz-Kreislauf-Erkrankungen – wie der Herzinfarkt oder auch neurologische Notfälle, wie ein Schlaganfall. „Diese wurden immer und werden auch weiterhin immer in den dafür vorgesehenen Spezialeinheiten versorgt – egal woher die Patientinnen und Patienten stammen“, hält die Vorständin der NÖ LGA fest.

Bei der Erstversorgung handelt es sich um Fälle, die zeitnah behandlungsbedürftig, aber nicht automatisch lebensbedrohend ist. Diese wird flächendeckend an all unseren Kliniken angeboten und kann oftmals auch im niedergelassenen Bereich durchgeführt werden. Sprich eine Allgemeinmedizinerin/ein Allgemeinmediziner ist verfügbar, führt erste Untersuchungen und Versorgungen durch (Erstversorgung) und ordnet bei Bedarf weitere medizinische Schritte an.

Zu den bekanntesten Notfällen zählen lebensbedrohliche Krankheitsbilder der Kardiologie – der klassische Herzinfarkt. Hier gibt es die dafür spezialisierten Abteilungen an den Standorten St. Pölten mit einer 24/7 Versorgung sowie Krems, Wiener Neustadt, Mistelbach und zurzeit auch noch Waidhofen/Ybbs – wo jedoch langfristig die Verlagerung nach Amstetten geplant ist. Dabei ist das Ziel, ein Herzkatheterlabor in eine Versorgungsstruktur mit Notfallaufnahme, internistischer Intensivmedizin, Gefäßchirurgie und weiteren Fachschwerpunkten zu integrieren. Allein 2025 wurden rund 10.000 Patientinnen und Patienten als lebensbedrohlicher Notfall mit einer Herzerkrankung behandelt und im ersten Halbjahr 2026 bereits 5.000 Personen.

„Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Herzinfarkt. In dieser Situation wollen Sie die bestmögliche Versorgung, um wieder gesund zu werden. Das funktioniert nur bei dementsprechender fachlicher Expertise. Genau deshalb gibt es Standorte mit erforderlicher Spezialisierung. Denn genau dort möchten Sie mit Ihrem Herzinfarkt hin, um von den Fachexpertinnen und Fachexperten versorgt zu werden, die in ihrer Arbeit routiniert und hochprofessionell ausgebildet sind. Diese fachliche Spezialisierung kommt nicht nur den genannten 10.000 (Kardiologie) Notfällen zugute. Natürlich werden darüber hinaus weit mehr Patientinnen und Patienten betreut. Allein bei uns in St. Pölten haben wir im letzten Jahr rund 50.000 Patientinnen und Patienten in der internistischen Notaufnahme gesehen und behandelt“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Julia Mascherbauer vom UK St. Pölten.

Auch der Schlaganfall zählt zu einem lebensbedrohlichen Notfall. Er zeigt exemplarisch, wie wichtig eine schnelle Versorgung und die richtige Behandlung am richtigen Ort sind. Beim Schlaganfall sind das die sieben spezialisierten Stroke Units, die federführend durch die Neurologischen Abteilungen der NÖ Landes- und Universitätskliniken in Horn, Mistelbach, Amstetten, St. Pölten, Tulln, Wr. Neustadt und Mödling betreut werden und in enger Kooperation mit Notruf NÖ und dem Notarztwesen stehen.

Die Stroke Units sind durchgehend besetzt und gewährleisten 24/7 die Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten. Sowohl Notfallpatientinnen und -patienten, die mit der Rettung ins Klinikum gebracht werden, als auch ambulante Patientinnen und Patienten werden nach fachärztlicher Begutachtung bei Verdacht auf Schlaganfall und entsprechender medizinischer Indikation so rasch als möglich an die nächstmögliche Stroke Unit zur weiteren Abklärung und Behandlung überwiesen. Im Jahr 2025 wurden rund 7.000 Patientinnen und Patienten und im ersten Halbjahr 2026 3.000 Menschen mit akuten und lebensbedrohlichen Hirnverletzungen behandelt.

„Der Schlaganfall ist eine zeitkritische Erkrankung: je mehr Zeit vergeht, desto mehr Gehirngewebe geht verloren. Daher ist die Erkennung eines Schlaganfalls am Beginn der Rettungskette das Wichtigste. In Niederösterreich wurden mit der FAST-Initiative „Schlaganfall erkennen ist keine Kunst“ Schritte gesetzt, um die Bevölkerung für Schlaganfallsymptome zu sensibilisieren. Dabei hilft der FAST-Test: F- steht für Gesicht, A- für Arme, S – für Sprache und T (Time) - für Zeit einen Schlaganfall rasch zu erkennen, um schnellstmöglich in die richtige Spezialeinheit gebracht zu werden. Denn moderne Schlaganfallmedizin braucht 24/7 spezialisierte, eingespielte Teams an Schlaganfallspezialeinheiten – dazu zählen nicht nur ärztliches Personal, sondern auch Pflegekräfte und Therapeutinnen und Therapeuten und viele weitere Berufsgruppen“, informiert Prim. Assoz.Prof. PD DDr. Thomas Gattringer vom UK Wiener Neustadt-Hochegg.

Wer nach einem schweren Unfall medizinische Hilfe benötigt, kann darauf vertrauen, in den besten Händen zu sein. Dank abgestimmter Versorgungswege werden Notfallpatientinnen und Notfallpatienten direkt in jene Einrichtungen gebracht, die für ihre Verletzungen optimal ausgestattet sind. Im Jahr 2025 verzeichneten wird rund 34.000 Patientinnen und Patienten und im ersten Halbjahr 2026 16.000 Patientinnen und Patienten nach schweren Unfällen.

„Obwohl wir flächendeckend auf Erst- und Akutversorgung eingerichtet sind, raten wir dazu, die Gesundheitshotline 1450 oder im Notfall 144 zu rufen und nicht auf eigene Faust ins nächstbeste Klinikum zu fahren. Dann ist jedenfalls jener Grundsatz sichergestellt, der uns am wichtigsten ist: Jeder Patient bekommt die richtige Versorgung am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Denn nur so funktioniert die Rettungskette und gewährleistet, den aufeinander abgestimmten Ablauf. Der Gesundheitsplan 2040+ sowie der RSG sind zentrale Bestandteile unseres Versorgungsauftrags und stellen die NÖ Gesundheitsversorgung auch langfristig sicher“, appelliert die Vorständin Elisabeth Bräutigam abschließend.

Rückfragen & Kontakt

NÖ Landesgesundheitsagentur
Telefon: 02742 9009
E-Mail: [email protected]
Website: https://newsroom.noe-lga.at

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