• 21.09.2026, 11:36:03
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Das neunte Vienna Humanities Festival startet unter dem Motto „Agency/Tu Was“

Von 23. bis 27. September laden 25 Einzelveranstaltungen zum Mitdenken und -diskutieren ein. Mit den frei zugänglichen Debatten am Wochenende erreicht das Festival seinen Höhepunkt

Das Logo des diesjährigen Vienna Humanities Festivals.
Illustration / Artwork: Blagovesta Bakardjieva & grafisches Büro
Wien (OTS) - 

Im Zentrum der diesjährigen Ausgabe des Festivals steht die dringliche Frage nach der (Wieder-) Erlangung des menschlichen Handlungsvermögens angesichts enormer globaler Herausforderungen.

Die Festivalwoche umfasst fünf nahezu restlos ausgebuchte Abendveranstaltungen mit Kara Swisher, Pankaj Mishra, Ian McEwan und Anton Jäger, der mit seinem Vortrag „The Province of Europe“ an die Stelle von Peter Sloterdijk tritt. Lediglich für die Veranstaltung mit Eva Illouz am Sonntagabend im Wiener Volkstheater sind noch Restplätze verfügbar.

Das Festivalwochenende in der Akademie der Bildenden Künste Wien bildet den Schwerpunkt des Festivals und lädt zu 20 Gesprächen – ein dichtes Programm, das Wissenschaft, Philosophie, Politik, Geschichte und Literatur miteinander ins Gespräch bringt.

Zwei Tage Debatten in der Akademie

Am Samstag, den 26. September, fragt Quinn Slobodian, ob Elon Musk die Galionsfigur einer neuen politischen und wirtschaftlichen Ideologie ist; Luka Ivan Jukić reflektiert über Mitteleuropas ungewisse Zukunft und sein Potenzial zur Erneuerung; Karl Schlögel erläutert, was angesichts tiefgreifender Veränderungen von den aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts gewonnenen Überzeugungen bleibt; Assaf Sharon seziert die Architektur politischer Manipulation; Selena Wisnom zeigt auf, inwiefern wir alle Mesopotamier:innen sind; Daniel Dor argumentiert, dass Sprache ebenso unvollkommen ist wie die Menschheit selbst; Jina Khayyer reflektiert über die Bedingungen von Freiheit im Iran und andernorts; Mark Leonard führt aus, warum politische Entscheidungsträger:innen heute Anpassungsfähigkeit und Improvisationstalent brauchen; Jan-Werner Müller beleuchtet, inwieiweit es so etwas wie eine demokratische Architektur gibt; und Tim Crane geht der schwierigen Frage nach, was das menschliche Bewusstsein ist.

Am Sonntag, den 27. September, untersucht Manon Garcia die kulturellen Strukturen, die sexuelle Gewalt stützen; Helga Nowotny diskutiert, wie sich Europas Wissenschaft im wachsenden Wettbewerb zwischen den USA und China behaupten kann; Patrick Haggard erkundet die neurowissenschaftlichen Grundlagen unseres Handlungsvermögens; Maria-Sibylla Lotter reflektiert über sich wandelnde Vorstellungen von Opfertum und Verletzlichkeit; Bojan Pančevski nimmt die Nord-Stream-Verschwörung in den Blick; Christa Schleper zeigt, wie Archaeen uns helfen, die Ursprünge des Lebens zu entschlüsseln; Laura K. Field gewährt Einblicke in die Gedankenwelt der MAGA-Bewegung; Michaela Krömer diskutiert, was es braucht, um Klimaschutz auch gegen den Strom voranzutreiben; Martin Schürz untersucht den Zusammenhang zwischen Überreichtum und Todesangst; und Máriam Martínez Bascuñán fragt nach den Möglichkeiten politischen Handelns in einer Welt, in der Tech-Oligarchien die öffentliche Sphäre untergraben.

Alle Podiumsdiskussionen an der Akademie der bildenden Künste sind bei freiem Eintritt zugänglich; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Vienna Humanities Festival 2026 wird vom Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) und von Time To Talk (TTT) organisiert und in Kooperation und mit der Unterstützung zahlreicher Institutionen abgehalten. Es markiert zugleich den Höhepunkt des erstmals vom IWM organisierten Month of Ideas, der kritische Debatten und neue Perspektiven auf aktuelle Problemlagen in den Mittelpunkt rückt. Eine Leseliste zur Einstimmung auf das Festival haben wir hier zusammengestellt.

Interessierte Medienvertreter:innen werden gebeten, ihre Anfragen an [email protected] zu richten.

Vienna Humanities Festival 2026: Agency / Tu Was

Das Vienna Humanities Festival wurde 2016 ins Leben gerufen und ist seither zu einem der jährlichen Höhepunkte des Wiener Kulturlebens avanciert. Jeweils in der letzten Septemberwoche versammelt das Festival einige der interessantesten Denker:innen der Gegenwart im Herzen der Stadt. In 25 Einzelveranstaltungen ist eine breite Öffentlichkeit eingeladen, an diesem Fest des Denkens teilzuhaben.

Datum: 23.09.2026, 18:30 Uhr - 27.09.2026, 21:00 Uhr

Art: Vorträge und Diskussionen

Ort: Akademie der bildenden Künste, TU Wien, Wien Museum, Volkstheater, Das MuTh, Bruno Kreisky Forum

URL: https://www.humanitiesfestival.at

Rückfragen & Kontakt

Institut für die Wissenschaften vom Menschen
PR Team
Telefon: +43-1-313-58-207 / 217
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.iwm.at

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