• 21.09.2026, 08:50:02
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Energiepreisindex im August nahe Höchststand

Energiepreise steigen im August um 3,6 %: Treibstoffe und Heizöl treiben den Energiepreisindex nahe an seinen Höchststand – deutlich stärker als die Inflation.

Wien (OTS) - 

Die Energiepreise stiegen im August gegenüber Juli um durchschnittlich 3,6 %. Im Vergleich zum August 2025 lagen sie 9,9 % über dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Energiepreise fiel damit erneut deutlich stärker aus als der Anstieg der Verbraucherpreise insgesamt. Zwar erreichen die aktuellen Steigerungsraten noch nicht die Größenordnung der Energiepreiskrise 2022/2023, sie bewegen sich jedoch wieder auf einem Niveau, das erhöhte Aufmerksamkeit verdient.

Entwicklung von den internationalen Rohölmärkten getrieben

Der Energiepreisindex näherte sich damit seinem bisherigen Höchststand vom April 2026 an. Damals lag der durchschnittliche Dieselpreis knapp über zwei Euro je Liter. Im August wurde diese Marke erneut leicht überschritten. Die aktuellen Marktbeobachtungen deuten darauf hin, dass die Energiepreise auch im September weiter Aufwärtsdruck erzeugen werden. Ein neuer Allzeit-Höchststand des Energiepreisindex im September könnte die Folge sein.

Die Entwicklung unterstreicht einmal mehr die hohe Abhängigkeit der österreichischen Volkswirtschaft von internationalen Energiemärkten. „Trotz der aktuellen Preissteigerungen hat sich die Situation gegenüber den Krisenjahren strukturell verändert. Der beschleunigte Ausbau von Photovoltaik und Stromspeichern, verbunden mit energetischen Sanierungen und einem steigenden Marktanteil der E-Mobilität, erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber internationalen Energiepreisschocks. Die hohe Abhängigkeit von Energieimporten bleibt zwar bestehen, trifft heute jedoch auf eine deutlich breitere Basis an heimischer Energieversorgung als noch 2022“, erklärt Christian Furtwängler, Experte für Energiewirtschaft der Österreichischen Energieagentur. Und ergänzt: „Energiesparen bleibt dennoch gerade in Hochpreisphasen eine wichtige Maßnahme zur Senkung der Energiekosten – eine gesenkte Nachfrage spart nicht nur eigenes Geld, sie verringert auch den finanziellen Druck für andere, die ihren Verbrauch nicht so leicht senken können. Zudem empfiehlt es sich jetzt im Besonderen, bestehende Strom- und Gaslieferverträge zu prüfen und mit aktuellen Angeboten zu vergleichen, um unerwartete Mehrkosten zu vermeiden.“

Hier finden Sie eine Grafik mit der Entwicklung der Endkund:innenpreise für Haushaltsenergie.

Der gesamte Pressetext mit Details zu den verschiedenen Energieträgern sowie alle weiteren Informationen zur Methodik und zum Haftungsausschluss befinden sich ebenfalls hier.

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Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
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