• 18.09.2026, 14:42:32
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Energiehandel: „Absolut falscher Zeitpunkt, um Treibstoffe und Heizöl künstlich weiter zu verteuern“

WKÖ-Fachverbandsobmann Jürgen Roth kritisiert Klimagesetz-Entwurf

Wien (OTS) - 

Der Fachverband Energiehandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) warnt vor weitreichenden Folgen des geplanten Klimagesetzes, das nun in Begutachtung geht und erhebliche Auswirkungen für Verbraucher, Unternehmen und den Wirtschaftsstandort haben würde. „Es ist der absolut falsche Zeitpunkt, um Treibstoffe und Heizöl künstlich weiter zu verteuern“, hält Fachverbandsobmann Branchensprecher Jürgen Roth fest, der mit Mehrkosten von 80 Cent pro Liter über den Zeitrahmen des Beschlusses rechnet.

Der Branchensprecher gibt weiters zu bedenken, dass zusätzlich zu fünf Millionen Pkw mit Verbrennungsmotor, die aktuell in Österreich im Bestand sind, auch heuer 75 Prozent mit einem Verbrenner an Bord zugelassen werden, die allesamt ausgetauscht werden müssen. Bei Lkw stellt sich die Frage, womit stattdessen gefahren werden würde.

Und Roth weiter: „Dazu kommt: Wer das Gesetz ernst nimmt, muss auch gleich dazusagen, dass in den nächsten 14 Jahren Millionen funktionierender Gas- und Ölheizungen herausgerissen werden müssen. Und das vor dem Hintergrund einer mangels finanzieller Mittel schwächelnden Förderkulisse.“

Er sieht vor diesem Hintergrund Strafzahlungen auf Österreich zukommen und warnt „in wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten vor musterhafter Übererfüllung von Vorgaben, dem so genannten Goldplating. Denn wenn innerhalb von 14 statt von 24 Jahren große Mengen fossiler Energie ersetzt werden müssen, bevor ausreichende Mengen leistbarer Alternativen und die notwendige Infrastruktur vorhanden sind, werden die Energiepreise zwangsläufig weiter steigen. Das trifft alle – Private, Unternehmerinnen und Unternehmer genauso wie Nutzerinnen und Nutzer von Mobilitätsangeboten und die Landwirtschaft“, so Jürgen Roth abschließend. (PWK457/JHR)

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