- 18.09.2026, 13:49:02
- /
- OTS0124
WKÖ-Kraus-Winkler zu Klimagesetz: 2040-Ziel treibt Kosten für Tourismusbetriebe in die Höhe
Verkürzte Investitionszyklen belasten Betriebe zusätzlich – Begutachtung für Kurskorrektur nutzen
„Unsere Betriebe stehen zu den europäischen Klimazielen und investieren laufend in Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Ein österreichisches Klimaneutralitätsziel 2040 würde die Transformation jedoch um zehn Jahre verkürzen und damit die Kosten für die Betriebe weiter in die Höhe treiben. Gerade in der aktuell angespannten Kostensituation wäre das der falsche Weg. Die Begutachtung muss daher genutzt werden, um diesen nationalen Alleingang zu verhindern“, sagt Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Lange Investitionszyklen berücksichtigen
Gebäude sowie Heizungs-, Küchen-, Wellness- und Freizeitanlagen haben lange Investitions- und Abschreibungszyklen. Eine auf 2040 verkürzte Transformation würde für viele Betriebe bedeuten, bestehende Anlagen früher als geplant ersetzen und gleichzeitig neue Investitionen finanzieren zu müssen. „Hotels, Gastronomie, Seilbahnen, Bäder und Freizeitbetriebe kämpfen bereits mit hohen Energie-, Treibstoff-, Finanzierungs- und Personalkosten. Zusätzliche Vorgaben würden diesen Kostendruck weiter verschärfen. Wir brauchen daher Planungssicherheit, technologieoffene Lösungen und vor allem Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen“, betont Kraus-Winkler.
Tourismus steht im internationalen Wettbewerb
Besonders schwer wiegen zusätzliche Kosten, weil die heimischen Tourismus- und Freizeitbetriebe im internationalen Wettbewerb stehen und höhere Belastungen nicht unbegrenzt an ihre Gäste weitergeben können. „Ein Hotel oder eine Seilbahn kann nicht ins Ausland verlagert werden. Gäste und Investitionen können sich aber sehr wohl für andere Destinationen entscheiden. Zusätzliche nationale Belastungen schwächen daher unmittelbar die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und gefährden Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Regionen. Klimaschutz muss wirtschaftlich machbar bleiben“, so Kraus-Winkler abschließend. (PWK456/NIS)
Rückfragen & Kontakt
Digital Media & Communication
Pressestelle
Telefon: T 0590 900 - 4462
E-Mail: [email protected]
Aktuelle News aus der Wirtschaft für die Wirtschaft –
https://www.wko.at/oe/news/start
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK






