• 18.09.2026, 13:09:32
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FPÖ – Schmiedlechner: „ÖVP-Minister Totschnig stolpert in der Causa Sikawild von einem Chaos ins nächste!“

„Es ist fünf vor zwölf für die betroffenen Sikawildhalter – Problematik war längst bekannt, jetzt soll eine Ausnahmegenehmigung retten, was längst hätte geregelt werden müssen“

Wien (OTS) - 

„ÖVP-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig stolpert von einem Chaos ins nächste. Beim Sikawild ist es fünf vor zwölf, und wieder einmal entsteht der Eindruck, dass der Minister erst aufwacht, wenn den Bauern das Wasser bereits bis zum Hals steht“, kritisierte heute FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner.

Die Anfragebeantwortung des Landwirtschaftsministeriums wirft für Schmiedlechner insbesondere Fragen zum zeitlichen Ablauf auf. Informationen über die Risikobewertung lagen bereits Jahre vor der endgültigen Beschlussfassung vor. Nun soll Österreich einen Antrag nach Artikel 9 der IAS-Verordnung bei der Europäischen Kommission stellen, um eine weitere Haltung von Sikawild unter bestimmten Voraussetzungen zu ermöglichen.

„Wenn ein Problem seit Jahren bekannt ist und erst fünf vor zwölf versucht wird, eine Lösung über Brüssel zu erreichen, dann ist das für mich kein Krisenmanagement. Das ist Hinterherlaufen. Totschnig hätte längst handeln und für Rechtssicherheit sorgen müssen“, erklärte Schmiedlechner.

Besonders schwer wiegt für den FPÖ-Agrarsprecher, dass das Ministerium selbst erhebliche wirtschaftliche Belastungen für die betroffenen Betriebe beschreibt. Bei spezialisierten Sikawildbetrieben könnten die Folgen laut Anfragebeantwortung sogar die wirtschaftliche Existenz gefährden. Gleichzeitig sind keine Entschädigungen vorgesehen.

„Das ist doch absurd: Das eigene Ministerium sieht die Gefahr für bäuerliche Existenzen, aber die politische Reaktion kommt erst in allerletzter Minute. Die Bauern brauchen keinen Minister, der von einem Problem zum nächsten stolpert und anschließend erklärt, warum alles so schwierig ist. Sie brauchen einen Landwirtschaftsminister, der rechtzeitig handelt und ihre Interessen durchsetzt.“

Die FPÖ hatte die Sikawild-Problematik bereits parlamentarisch aufgegriffen und im Juli den Entschließungsantrag „Existenzen von Farmwildbetrieben retten – Sikawild Haltungsverbot verhindern“ eingebracht.

„Herr Totschnig, es ist fünf vor zwölf. Beenden Sie dieses Chaos und schaffen Sie endlich Rechtssicherheit für die betroffenen Betriebe. Unsere Bauern können sich keinen Landwirtschaftsminister leisten, der immer erst reagiert, wenn es beinahe zu spät ist“, so Schmiedlechner abschließend.

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