• 18.09.2026, 09:25:32
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Explodierende Treibstoffpreise setzen österreichische Busbranche massiv unter Druck

WKÖ-Fachverbandsobmann Horvath: „Busunternehmen dürfen nicht auf außergewöhnlichen Kostensteigerungen sitzen bleiben.“

Wien (OTS) - 

„Die dramatische Entwicklung der Treibstoffpreise belastet die österreichische Busbranche massiv“, hält Martin Horvath, Sprecher der österreichischen Busbranche in der WKÖ, fest. Sowohl Unternehmen im öffentlichen Personennahverkehr als auch im Reisebusverkehr sehen sich mit Kostensteigerungen konfrontiert, die nicht vorhersehbar waren und mittlerweile seit Jahresbeginn 48 Prozent betragen. Die österreichische Busbranche fordert daher rasche und praxistaugliche Lösungen, um die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe, aber auch die Mobilitätsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. „Die heimischen Busunternehmen können die aktuelle Treibstoffkostenexplosion nicht im Alleingang schultern“, warnt Horvath.

„Viele Verträge im öffentlichen Verkehr sowie Reiseangebote wurden zu einem Zeitpunkt kalkuliert und abgeschlossen, als ein derartiger Preissprung nicht absehbar war. Niemand kann wollen, dass Unternehmen aufgrund außergewöhnlicher Marktverwerfungen wirtschaftlich unter Druck geraten und am Ende Leistungen eingeschränkt oder notwendige Investitionen verschoben werden müssen“, betont Horvath. Die Unternehmen versuchen, die Auswirkungen der Kostensteigerungen so lange wie möglich selbst aufzufangen, erläutert Horvath und fügt hinzu: „Wo Zuschläge notwendig werden, dienen sie ausschließlich dazu, außergewöhnliche Mehrbelastungen abzufedern und bestehende Reiseangebote weiterhin aufrechterhalten zu können.“

Unterschiedliche Betroffenheit im öffentlichen Verkehr

Im öffentlichen Personennahverkehr stellt sich die Situation von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich dar. Während in manchen Verkehrsverträgen die tatsächliche Entwicklung der Treibstoffkosten über entsprechende Valorisierungsmechanismen berücksichtigt wird, sind vergleichbare Regelungen in anderen Regionen nur eingeschränkt oder gar nicht vorgesehen.

Dort, wo die aktuelle Kostenentwicklung in den Verträgen nicht ausreichend abgebildet wird, laufen derzeit intensive Gespräche zwischen Auftraggebern und Busunternehmen. Aus Sicht der Branche müssen rasch Lösungen gefunden werden, um die wirtschaftlichen Folgen der massiven Kostenbelastung abzufedern. Ziel muss sein, dass Unternehmen, die öffentliche Verkehrsleistungen auf Basis langfristiger Verträge erbringen, nicht auf Kostensteigerungen sitzen bleiben, die bei Vertragsabschluss weder vorhersehbar noch beeinflussbar waren.

„Unsere Unternehmen erfüllen öffentliche Mobilitätsaufgaben und sorgen täglich dafür, dass Menschen zur Arbeit, zur Schule oder zu wichtigen Einrichtungen gelangen. Langfristige Partnerschaften zwischen öffentlicher Hand und Verkehrsunternehmen können nur funktionieren, wenn außergewöhnliche Kostenentwicklungen fair berücksichtigt werden. Wer einen verlässlichen öffentlichen Verkehr will, muss in dieser Situation gemeinsam mit den Unternehmen Lösungen finden“, so Horvath abschließend. (PWK452/DFS)

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