• 17.09.2026, 14:17:03
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Eine ganze Ebene für Kreativität: Das mumok eröffnet sein neues Atelier

Sevda Chkoutova, ein Maulwurf für mumok, 2026
Wien (OTS) - 

Am 10. Oktober 2026 eröffnet das mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien das neue mumok Atelier mit einem großen Familientag. Auf 140 m2 steht künftig eine ganze Ebene als offener Raum zum Gestalten, Ausprobieren und Experimentieren zur Verfügung.

Generaldirektorin Fatima Hellberg setzt den Weg der Öffnung fort, den sie seit ihrem Amtsantritt im Oktober 2025 konsequent verfolgt: Auf Ebene -3 entstehen mit dem mumok Atelier und – ab November – dem mumok Salon Räume, die auf die Bedürfnisse der Besucher*innen eingehen und das Museumserlebnis weiterdenken. „Die Öffnung des Museums ist für uns ein Prozess, bei dem wir schrittweise und Raum für Raum vorgehen. Jeder und jede soll sich in unserem Haus willkommen fühlen“, sagt Fatima Hellberg. „Mit dem neuen Atelier und dem künftigen Salon laden wir unser Publikum ein, sich auf neue Erfahrungen im mumok einzulassen.“
Begonnen hat der Öffnungsprozess im Frühjahr 2026, als das mumok während des Aufbaus von Tolia Astakhishvilis Ausstellung Figure of the Child erstmals den sonst verborgenen künstlerischen Entstehungsprozess für das Publikum sichtbar machte. Ein zweiter Schritt war die architektonische Öffnung des Gebäudes durch die Freilegung seit Jahren zugemauerter Fenster. Bis 1. Oktober gilt ein weiteres Angebot: Der Prolog der Ausstellung Terminal Piece, eine Inszenierung der Bühnenbildnerin Anna Viebrock, steht allen Besucher*innen bei freiem Eintritt offen.

mumok Atelier – Erfühlen statt Erklären

Das neue mumok Atelier liegt im dritten Untergeschoß des Hauses. Die Wiener Architektin Christa Stürzlinger gestaltete den Raum als Studio mit hochwertigen Materialien und Werkzeugen. Hier kann mit Ton und Lehm, Gips, Sand, Kohle und Kreide, Draht, Schnur, Wolle und Filz, Karton, Papier und Fundstücken aus Holz und Metall gearbeitet werden. Tagsüber gibt das Atelier vor allem Kindern Raum, an Abenden öffnet es sich zusätzlich für analoge, handwerklich orientierte Formate für Erwachsene.
Von Dienstag bis Freitag steht das Atelier ohne Anmeldung offen, am Wochenende sind Zeitfenster für buchbare Workshops reserviert. Kinder und Jugendliche arbeiten hier mit Materialien, die sich auch mit geschlossenen Augen unterscheiden lassen. Eine Taststation übersetzt dieses Prinzip: verschlossene Kästchen, gefüllt mit Objekten, deren Materialität der Haptik von Objekten der mumok Sammlung entspricht – glatt, rau, kalt, weich, kantig –, werden zunächst ertastet und dann nachgeformt. „Kinder gehen unvoreingenommen an ein Kunstwerk heran. Sie fragen nicht zuerst, was es bedeutet“, so Fatima Hellberg. „Das Atelier gibt dieser Haltung einen Ort. Wir wollen hier nicht Erklärungen für ein junges Publikum liefern, sondern dessen eigene Form der Auseinandersetzung ernst nehmen. Hier können junge Menschen alle Sinne einsetzen und mit den Händen arbeiten statt nur mit dem Blick.“

Ein neuer Gefährte stellt sich vor: Der mumok Maulwurf

Wer das mumok Atelier besucht, trifft dort auf einen ständigen Mitbewohner, der lieber tastet als schaut: den mumok Maulwurf. Entwickelt hat ihn die aus Bulgarien stammende und in Wien lebende Künstlerin Sevda Chkoutova – sie sagt: „Eigentlich geht es um einen einzigen Körper. Der Maulwurf sind wir alle. Daher nimmt er stetig neue Formen an, die uns selber ähneln.“ Sein neues Zuhause hat er dort gefunden, wo das mumok selbst zur Hälfte liegt: unter der Erde. Das von Ortner & Ortner geplante Gebäude erstreckt sich ebenso weit nach unten wie nach oben – auf Ebene -3 nimmt der Maulwurf an Workshops teil, probiert Materialien aus und besucht ab und zu auch Ausstellungen und andere Programmpunkte im Haus. Sehen kann er kaum – er riecht, hört und greift viel lieber. Der Maulwurf ist mehr als ein Maskottchen: Er ist ein vielseitiger, flexibler Spielgefährte und Partner für Kinder und ihre vielfältigen Ideen.
Wie er ins mumok kam und sich dabei immer wieder verwandelt, erzählt eine Wandinstallation auf Ebene -3. Eine Wandzeichnung, die Chkoutova direkt vor Ort malte, findet ihre Fortsetzung in Schaukästen mit Gucklöchern und unterschiedlichen Materialien. Der Gang mündet direkt im Atelier und wird so zur Einführung in diese neue Welt im Haus.

Atelier und Salon: zwei Räume, ein System

Mit dem Atelier eröffnet das mumok den ersten von zwei sich ergänzenden Räumen. Im November folgt der Salon, ebenfalls auf Ebene -3, der das Atelier ergänzt. Gestaltet von Künstler Michael Kleine, bietet er Raum zum Nachdenken und Ausruhen, zum Lesen und Zusammenkommen. Ebene -3 wird somit zu einer Welt, die alle Sinne anspricht – ein ganzheitlich partizipatives und einladendes Erlebnis. „Atelier und Salon gehören zusammen“, erklärt Fatima Hellberg. „Was im Atelier entsteht, kann im Salon zur Sprache kommen. Was im Salon diskutiert wird, kann im Atelier weitergedacht werden. Ideen sollen zwischen beiden Räumen fließen. Denn ein Haus, das sich öffnet, muss dazu einladen, zu gestalten, zu verweilen und sich auszutauschen.“

Familientag zur Atelier-Eröffnung, 10. Oktober 2026

Wann: Samstag, 10. Oktober 2026, 10-18 Uhr
Wo: mumok, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Ausführliche Infos zum Programm anlässlich der Eröffnung des mumok Ateliers finden Sie hier: mumok Atelier | Neueröffnung | mumok

Rückfragen & Kontakt

mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Mag. Katharina Murschetz (Leitung)
Telefon: +43-1-52500-1400

Mag. Katharina Kober
Telefon: +43-1-52500-1309

[email protected]

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