• 17.09.2026, 10:01:04
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Klacska: Verkehrswirtschaft braucht dringend Entlastung bei Treibstoffkosten

Treibstoffpreise steigen erneut stark an, Österreich bereits unter den teuersten Ländern – Regierung muss entgegensteuern

Wien (OTS) - 

„Seit Jahresbeginn haben wir beim Dieselpreis eine Steigerung um 48 Prozent und Wifo-Chef Felbermayr warnt bereits vor weiteren Kostensteigerungen sowie einer höheren Inflation. Dabei liegt Österreich bei den Treibstoffkosten für den Schwerverkehr bereits jetzt im EU-Vergleich im obersten Viertel. Wenn man Mineralölsteuerrückvergütungen berücksichtigt, was für einen seriösen Vergleich notwendig ist, dann sind nur fünf Länder teurer als wir, unter den EU-Nachbarländern zählt hier lediglich Deutschland dazu. Das belastet die Verkehrswirtschaft enorm“, sagt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschafskammer Österreich (WKÖ). „Dabei fällt auf, dass sich Österreich auch bei der Besteuerung von Diesel im obersten Drittel befindet.“

„Gerade angesichts der nach wie vor schwierigen konjunkturellen Phase stehen die Betriebe im gesamten Transport und Verkehr enorm unter Druck, das reicht von den Güterbeförderern über Kleintransporteure, Taxibetreibern, Schülerbeförderungen, Krankenbeförderungen bis hin zu Busunternehmen. Ähnlich wie es die Regierung nun erfreulicherweise bei den Strompreisen macht, brauchen wir auch beim Treibstoff dringend Maßnahmen, damit sich die Preisspirale nicht weiter nach oben dreht und die Betriebe bei den Energiekosten entlastet werden“, so Klacska. Die Auswirkungen der Beschädigung der wichtigen Ost-West-Ölpipeline in Saudi-Arabien und der Ausfall eines weiteren zentralen Nadelöhrs des globalen Ölhandels werden nicht kurzfristig zu überwinden sein. Er fordert daher vom Staat dringend Entlastungsmaßnahmen. „In Italien und Frankreich wird beispielsweise der gewerbliche Verkehr über Rückvergütungen entlastet“, so Klacska.

Leistbare Energie braucht es aber nicht nur auf der Straße, sondern auch bei den anderen Verkehrsträgern wie der Schiene „Dass Energie zu leistbaren Preisen zur Verfügung steht, ist keine Frage einzelner Branchen, sondern eine zentrale Voraussetzung sowohl für die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Versorgung des Landes. Wenn wir weiter wettbewerbsfähig bleiben wollen sowie die Versorgung der Bevölkerung mit den Gütern des täglichen Bedarfs sicherstellen wollen, dann müssen wir diesem Kostendruck entgegenwirken“, betont Klacska abschließend. (PWK449/DFS)

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