• 17.09.2026, 09:29:02
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80 Jahre Sozialpartnerschaft: Zukunft gemeinsam gestalten

Wettbewerbsfähigkeit stärken, industrielle Wertschöpfung steigern und Innovationskraft sichern

Wien (OTS) - 

Zentrale Zukunftsthemen standen im Mittelpunkt der gestrigen Veranstaltung „Zukunft gemeinsam gestalten“ anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Österreichischen Sozialpartner. Im Rahmen einer Festveranstaltung diskutierten WKÖ-Präsidentin Martha Schultz, ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Infrastrukturminister Peter Hanke und WIFO-Chef Gabriel Felbermayr die Fragestellung, wie man die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken, die industrielle Wertschöpfung steigern und die Innovationskraft sichern kann.

Umsetzung der Industriestrategie 2035 entscheidend

„Unsere Industrie ist das Rückgrat für Wertschöpfung, Export und Beschäftigung am gesamten Standort aber besonders auch in den Regionen. Doch die Industrie steht vor doppelter Herausforderung: steigende Kosten und zunehmend globaler Wettbewerb setzen den Betrieben zu“, sagte Martha Schultz, Präsidentin der WKÖ, im Rahmen des Panels zu den Themen „Industriestrategie und Energiepolitik“. „Gerade deshalb brauchen wir jetzt die konsequente, weitere Umsetzung der Industriestrategie, bessere Rahmenbedingungen und mehr Planungssicherheit. Eine österreichische Industriestrategie kann zudem nur erfolgreich sein, wenn sie europäisch und international eingebettet ist“, betonte Schultz.

Aktive Wirtschaftspolitik muss gestaltet werden

Am Panel wurden insbesondere die nächsten Umsetzungsschritte im Rahmen der Industriestrategie diskutiert. Im Fokus standen die bessere ressortübergreifende Koordinierung und die Rolle der Sozialpartner in der geplanten Taskforce Industriestrategie. Die Sozialpartnerschaft ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Umsetzung der Industriestrategie, so der Tenor. Gerade in Zeiten von Unsicherheit und tiefgreifendem Wandel bleibt die Sozialpartnerschaft ein verlässliches Fundament für Stabilität, Beschäftigung und Wohlstand und gestalterische Kraft für die Zukunft.

„Die im Papier verankerte Taskforce Industrie darf nicht zu einem Statusbericht verkommen“, erklärte ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. „Sie muss zu einem permanenten Frühwarn-, Analyse- und Koordinierungsinstrument zwischen Sozialpartnern und der öffentlichen Hand weiterentwickelt werden, unter Einbeziehung der Wissenschaft. Wir müssen gemeinsam prüfen, wie die Maßnahmen wirken. Wer aktive Wirtschaftspolitik will, darf Entwicklungen nicht nur benennen, es geht auch um ihre Gestaltung. Eine Strategie allein sichert keinen einzigen Arbeitsplatz – entscheidend ist die Umsetzung, gemeinsam mit uns Sozialpartnern.“

Angesichts einer fragmentierten Weltwirtschaft und wachsender internationaler Konkurrenz braucht es zur Stärkung der Betriebe gemeinsame, langfristige Lösungen auf breiter Basis. Voraussetzung dafür ist ein koordiniertes und verbindliches Zusammenwirken von Politik, Unternehmen, Forschung und Sozialpartnern. Dabei muss der Fokus auf Verbesserung der Standortbedingungen durch geringere Kostenbelastung liegen. Das schließt selbstredend eine leistbare, sichere und planbare Energieversorgung für alle Unternehmen ein. Für die Sozialpartner ist die erfolgreiche Umsetzung der Industriestrategie ein prioritäres Anliegen.

Gemeinsam Verantwortung für Österreich

Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus hob das Miteinander hervor und betonte, dass die Umsetzung der Industriestrategie 2035 bereits in vollem Gange ist. „80 Jahre Sozialpartnerschaft zeigen: Österreich ist stark, wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen“, so Hattmannsdorfer. „Wettbewerbsfähige Unternehmen sichern Wohlstand und Sozialstaat. Ihr Erfolg beruht auf Menschen, die anpacken und ihr Know-how einbringen. Das geht nur miteinander und dieses Modell hat Österreich stark gemacht und liefert auch die Basis zur Bewältigung aktueller Herausforderungen. Bei der Industriestrategie 2035 haben wir einen klaren Kurs und auf Zusammenarbeit gesetzt: Mehr als ein Drittel der 117 Maßnahmen ist bereits umgesetzt oder in Umsetzung. Von Entlastungen bei Energiekosten über Investitionen in Schlüsseltechnologien bis zu Made in Europe stärken wir Investitionen, Produktion und Arbeitsplätze in Österreich. Die Sozialpartner sind dabei wichtige Partner in der Umsetzung.“

Innovation und Forschung rascher in industrielle Wertschöpfung bringen

Ein zentraler Hebel der Industriestrategie 2035 sieht vor, Österreichs technologische Stärken gezielt auszubauen und Innovation schneller in Wertschöpfung zu übersetzen. Dazu setzt die Bundesregierung unter anderem auf Künstliche Intelligenz, Chips und Robotik sowie neue Werkstoffe. Zugleich wird die dafür notwendige Forschungs-, Mobilitäts- und Logistikinfrastruktur gestärkt.

„Österreich ist ein starkes Industrieland. Das ist auch das Ergebnis einer gelebten Sozialpartnerschaft, die auf Kooperation statt Konflikt setzt. Gerade in Zeiten großer technologischer, ökologischer und geopolitischer Veränderungen brauchen wir dieses gemeinsame Fundament, um Arbeitsplätze zu sichern, Innovation voranzutreiben und den Wandel sozial gerecht zu gestalten“, betonte Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur.

Industrie braucht niedrige Energiepreise und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen

WIFO-Chef Gabriel Felbermayr unterstrich die Rolle der Industrie für die Sicherung von Wohlstand, Produktivität und Beschäftigung für die gesamte Volkswirtschaft: „Eine erfolgreiche Industrie ist für unseren Wohlstand zentral. Sie bietet gute Jobs in ländlichen Räumen. Sie sichert das Produktivitätswachstum und das außenwirtschaftliche Gleichgewicht. Damit die Industrie diese Rolle weiter leisten kann, braucht es deutlich niedrigere Energiepreise und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen.“ (PWK447)

Informationen zur Sozialpartnerschaft sowie die aktuellen Dokumente zum 80-jährigen Jubiläum finden sich auf www.sozialpartner.at

Rückfragen & Kontakt

Valentin Petritsch, MSC
Wirtschaftskammer Österreich
Sprecher der Präsidentin
T 0590900 4462
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Nani Kauer, MA
AK Wien – Mediensprecherin der Präsidentin
M: +43 664 6145915
[email protected]
wien.arbeiterkammer.at

Mag. Claudia Jung-Leithner
Präsidialreferentin, Pressesprecherin
Landwirtschaftskammer Österreich
Austrian Chamber of Agriculture
Tel. +43 1 53441 8770
M +43 676 83 441 8770
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ÖGB Kommunikation
Litsa Kalaitzis, Sprecherin des Präsidenten
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