- 16.09.2026, 19:27:32
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Roland-Langthaler-Preis 2026 für Arbeit zur Cybersicherheit von PV-Wechselrichtern

Oesterreichs Energie und VERBUND haben heute den Roland-Langthaler-Preis 2026 im Rahmen des Oesterreichs Energie Kongresses in der Wiener Hofburg an Stefan Übermasser, Oliver Jung, Matthias Eckhart und Michael Denk verliehen. In ihrer Arbeit beschäftigen sich die Autoren mit Cyber Security in PV-Wechselrichtern und leisten somit wichtigen Input für die Resilienz des Stromsystems.
Wien. Mit der Transformation des Energiesystems wächst die Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen rasch. Zwischen den Photovoltaik-Anlagen und dem Stromnetz sitzt dabei eine Komponente, die für die Stabilität des Gesamtsystems immer wichtiger wird: der Wechselrichter.
Moderne Wechselrichter wandeln nicht mehr nur Gleichstrom in Wechselstrom um. Sie sind digital vernetzt, werden über Software gesteuert und sind teilweise in cloudbasierte Infrastrukturen ihrer Hersteller eingebunden. Damit werden sie selbst zu einem Teil der digitalen Infrastruktur des Stromsystems - und ihre Cybersicherheit zu einer Frage der Versorgungssicherheit.
Technik, Markt und Regulierung gemeinsam betrachten
Genau hier setzt die ausgezeichnete Arbeit von Stefan Übermasser, Oliver Jung, Matthias Eckhart und Michael Denk an. Sie untersucht, welche Folgen es haben könnte, wenn nicht ein einzelner Wechselrichter, sondern viele Geräte gleichzeitig beeinflusst werden. Dabei beschränkt sich die Einreichung nicht auf das technische Bedrohungsbild. Sie betrachtet auch die möglichen Auswirkungen auf den Netzbetrieb und den regulatorischen Rahmen.
Michael Strugl, CEO von VERBUND: „Versorgungssicherheit wird zunehmend auch zu einer Frage der Cybersicherheit. Wer die Resilienz unseres Stromsystems stärken will, muss systemisch denken und potenzielle Risiken frühzeitig erkennen. Die Preisträger liefern mit ihrer Arbeit wertvolle Impulse für eine sichere Energiezukunft. Genau dieser verantwortungsvolle und lösungsorientierte Blick entspricht dem Geist Roland Langthalers.“
Daran anknüpfend betont Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, die wachsende Bedeutung der Digitalisierung für die Sicherheit und Resilienz des Energiesystems: „Die Transformation des Energiesystems ist ohne Digitalisierung nicht denkbar. Damit wächst aber auch unsere Verantwortung, digitale Komponenten ebenso robust abzusichern wie Netze, Speicher und Erzeugungsanlagen. Die ausgezeichnete Arbeit verbindet wissenschaftliche Evidenz mit den konkreten Anforderungen der E-Wirtschaft.“
Über den Roland-Langthaler-Preis
Oesterreichs Energie und VERBUND haben den Roland-Langthaler-Preis 2025 gemeinsam ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden herausragende Strategien, Initiativen und Lösungen im Energiebereich, die Fairness, Verantwortung und Weitblick in den Mittelpunkt stellen. Das Thema 2026 lautete: „Resilienz in Zeiten globaler Umbrüche: Wie gestaltet Europa seine Energiezukunft?“ Das ausgezeichnete Team erhält einen Gutschein im Wert von 5.000 Euro für energiewirtschaftliche Fortbildungen bei der Oesterreichs Energie Akademie.
Roland Langthaler prägte mit großem Engagement, Fachwissen und Begeisterung die österreichische E-Wirtschaft - sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene. Seine Arbeit zeichnete sich durch Weitblick, Fairness sowie eine lösungsorientierte und kooperative Haltung aus. Der Roland-Langthaler-Preis trägt diese Ideale weiter und setzt ein Zeichen für eine faktenbasierte, seriöse und kompromissfähige Stimme der E-Wirtschaft.
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