• 16.09.2026, 18:17:32
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Oesterreichs Energie Kongress 2026: Energiezukunft als Teamprojekt

Oesterreichs Energie Kongress 2026
Wien (OTS) - 

Mit mehr als 800 Teilnehmenden verzeichnet Oesterreichs Energie Kongress 2026 in der Wiener Hofburg eine Rekordbeteiligung. Zum Auftakt rufen Politik und E-Wirtschaft dazu auf, die Transformation des Energiesystems gemeinsam und konstruktiv voranzutreiben. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen die Themen und Herausforderung, die die E-Wirtschaft derzeit bewegen – vom Ausbau der Eneuerbaren, von Netzen und Speichern, die Möglichkeiten der Digitalisierung bis hin zu Cyber-Security und hybriden Bedrohungen.

Aus unterschiedlichen Meinungen gemeinsames Handeln und echte Lösungen entwickeln – mit diesem Appell eröffnete Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der E-Wirtschaft, den Oesterreichs Energie Kongress 2026. Unter dem Motto „Zukunft unter Strom“ diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Energiewirtschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über die Herausforderungen bei der Transformation des Energiesystems. Das Interesse daran ist groß: Mit mehr als 800 Anmeldungen und über 70 Sponsoren und Ausstellern erreicht der Oesterreichs Energie Kongress eine neuen Teilnehmerrekord.

Unterschiedliche Akteure – ein gemeinsames Ziel
Barbara Schmidt bringt es zum Auftakt auf den Punkt: „Wenn ich in den Raum blicke, sehe ich Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Energiebranche, aber eines eint uns: Wir alle wollen eine sichere, saubere und leistbare Energiezukunft.“ Gerade weil die Branche wächst und neue Akteur:innen hinzukommen, sind Austausch, gegenseitiges Verständnis und ein gemeinsames Ziel umso wichtiger.

Bundespräsident Alexander van der Bellen betonte in seiner Grußbotschaft das Thema Unabhängigkeit als das zentrale Thema der Zukunft – und dass es in dem Zusammenhang unabdingbar und notwendig ist, saubere alternative Technologien auszubauen und die Dekarbonisierung der Industrie voranzutreiben. „Wir dürfen keine Abkürzungen nehmen, die der Umwelt, dem Klima und uns selbst schaden“, so der Bundespräsident.

Energiepolitik ganz oben auf der Regierungs-Agenda
Im Anschluss daran skizzierte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer in seiner Rede die zentralen energie- und industriepolitischen Vorhaben der Bundesregierung und betonte die herausragende Bedeutung der Energiepolitik: „Energie steht ganz oben auf der Agenda der Bundesregierung.“ Denn: „Wer Energie kontrolliert, kontrolliert am Ende des Tages auch den Wohlstand. Wenn wir miteinander das gemeinsame Ziel haben, dass dieses Land wieder wettbewerbsfähiger wird, dann ist es vor allem Frage der Energieversorgung, die darüber entscheidet, welches Land die Nase vorn hat.“

Hattmannsdorfer betonte mehrfach, dass es in Zeiten wie diesen das Thema Versorgungssicherheit mehr politische Priorität haben und leistbare Energie garantiert werden müsse. Es brauche mehr Unabhängigkeit und die Preise müssten sinken – beides ginge nur mit Ausbau, so der Minister. Entsprechend müssten UVP-Prozesse beschleunigt und neue Wasserkraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke errichtet werden. „Wasserkraft wird das Rückgrat der Stromversorgung in Österreich bleiben.“

Energietransformation im Teamplay mit Kunden im Zentrum
Michael Baminger, neuer Präsident von Oesterreichs Energie, appellierte in seinen Eröffnungsworten an die Besucherinnen und Besucher, die Transformation des Energiesektors als gemeinschaftliches Projekt und mit positiver Energie anzugehen: „Was dieser Diskussion fehlt, ist ein gerütteltes Maß an Optimismus.“ Gemeint sei nicht ein naiver Glaube, sondern das konstruktive Zutrauen in die eigene Stärke und in die Kraft, etwas zu bewegen. Baminger rief dazu auf, die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten stärker in den Mittelpunkt zu stellen – mit Zuversicht und dem Vertrauen, gemeinsam etwas bewegen zu können: „Wir müssen den Umbau als Teamplay verstehen. Nicht als Großprojekt für irgendwann, sondern jetzt im Alltag. Wenn Ziele alleine aber reichen würden, wären wir schon fertig. Es geht ums Umsetzen.“

Dabei stellt er den Kunden ins Zentrum aller Vorhaben – denn nur wenn es für die, die es betrifft, eine klare, stringente Zukunftserzählung gäbe, die das „Warum“ erklärt, würde es die notwendige Akzeptanz und Unterstützung auch in der Gesellschaft geben, die die großen Vorhaben der Energietransformation benötigen. „Der Ausbau von Erzeugung, Netzen und Speicher, die Modernisierung bestehender Anlagen, Digitalisierung, neue Technologien sowie der Schutz kritischer Infrastruktur müssen konsequent vorangetrieben werden.“

25 Jahre Strommarktliberalisierung: Bilanz und Perspektiven
Im Anschluss an die Keynote von Herbert Diess, Aufsichtsrats­vorsitzender Infineon Technologies AG, zog das Panel „25 Jahre Strommarktliberalisierung“ Bilanz über ein Vierteljahrhundert Wettbewerb und Marktöffnung. Diskutiert wurden die Errungenschaften der Liberalisierung ebenso wie aktuelle Herausforderungen angesichts der geopolitischen Lage. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Speicher, flexible Tarife und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen das Stromsystem entlasten und Kosten senken können. Weitere Höhepunkte des Kongressprogramms waren die Keynote von Zukunftsforscherin Florence Gaub, Forschungsdirektorin am NATO Defense College, sowie weitere Panels zu zentralen Fragen der Energiezukunft.

Rückfragen & Kontakt

Österreichs E-Wirtschaft
Christian Zwittnig
Telefon: 0676845019260
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.oesterreichsenergie.at

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