• 16.09.2026, 13:28:02
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vida-Acko zu Tourismusrekorden: „Rekorde feiern, während Beschäftigte real weniger verdienen?“

Steirischer vida-Landesvorsitzender fordert Landeshauptmann Kunasek auf, sich auf die Seite der Tourismusbeschäftigten zu stellen

Graz (OTS) - 

Mehr als acht Millionen Nächtigungen im Sommer 2025, auch heuer ein ähnlich hohes Niveau und Zuwächse bei internationalen Gästen: Landeshauptmann und Tourismusreferent Mario Kunasek feierte bei seinem am Montag abgehaltenen Gipfel die Entwicklung des steirischen Tourismus. Für den steirischen Landesvorsitzenden der Gewerkschaft vida, Gernot Acko, fehlt in dieser Erfolgsbilanz allerdings eine entscheidende Gruppe: die Beschäftigten.

„Hinter jeder Übernachtung, jedem servierten Essen und jedem zufriedenen Gast stehen Menschen, die in Küchen, im Service, im Housekeeping, an Rezeptionen und in vielen weiteren Bereichen täglich harte Arbeit leisten. Wenn Rekorde gefeiert werden, während genau diese Beschäftigten real an Einkommen verlieren, stimmt etwas nicht“, sagt Acko.

Mit dem neuen Tourismus-Kollektivvertrag steigen die Löhne in Hotellerie und Gastronomie ab Oktober 2026 unter Inflation. Nicht einmal die Lehrlinge erhalten einen Teuerungsausgleich. Für die Beschäftigten bedeutet das einen realen Kaufkraftverlust. „Wer sich medienwirksam mit den Erfolgen der Tourismusbranche schmückt, muss auch darüber reden, bei wem dieser Erfolg ankommt. Bei vielen Beschäftigten jedenfalls nicht ausreichend“, kritisiert Acko.

Acko: „Lohnkürzungen sind nicht nur bei Pensionen unanständig“

Besonders widersprüchlich ist die politische Argumentation der FPÖ. Parteivorsitzender Herbert Kickl hatte zuletzt Eingriffe bei Pensionen als „unanständig“ gegenüber Pensionist:innen bezeichnet. „Wenn Kaufkraftverluste bei Pensionistinnen und Pensionisten unanständig sind, warum sollen sie bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern plötzlich akzeptabel sein?“, so Acko.

Gleichzeitig werde der Druck auf die bestehenden Beschäftigten durch zusätzliche Saisonarbeitskräfte und Arbeitskräfte aus Drittstaaten erhöht. „Die Antwort auf den scheinbaren Personalmangel in der Branche kann nicht darin bestehen, laufend neue Arbeitskräfte anzuwerben und damit Löhne weiter zu drücken. Wer Personal braucht, muss zuerst dafür sorgen, dass Menschen von ihrer Arbeit gut leben können und gerne in der Branche bleiben“, fordert Acko.

vida fordert Maßnahmen von Kunasek

Die Gewerkschaft vida fordert Landeshauptmann Kunasek daher auf, sich klar auf die Seite der bestehenden Tourismusbeschäftigten zu stellen.

Konkret fordert vida:

  • Keinen weiteren Arbeitskräfteimport über Saisonkontingente und Rot-Weiß-Rot-Karten im steirischen Tourismus,
  • einen Landeszuschuss für Tourismusbeschäftigte zum Ausgleich des entstandenen realen Kaufkraftverlusts.

„Die Steiermark kann stolz auf erfolgreiche Tourismuszahlen sein. Aber zu einem erfolgreichen Tourismus gehören auch Beschäftigte, die anständig bezahlt werden und von ihrer Arbeit leben können“, so Acko abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Gewerkschaft vida – Öffentlichkeitsarbeit
Cornelia Groiss
Mobil: +43 664 6145 756
E-Mail: [email protected]
www.vida.at

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