• 16.09.2026, 12:41:03
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Pelletpreis: proPellets Austria kritisiert „Verstaatlichungsforderung“ der AK Salzburg

Zahlen sprechen eine klare Sprache: Pellethaushalt erspart sich mehr als 2.400 Euro gegenüber Heizöl

Kritisiert Verstaatlichungsforderung der AK Salzburg: Doris
Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria.
Wien (OTS) - 

Als „Verstaatlichungsfantasie der 1970er Jahre“ kritisiert der Branchenverband proPellets Austria die heutige Forderung der AK Salzburg nach einem gesetzlichen Preisdeckel für Pellets. Tatsache ist: Trotz zuletzt gestiegener Preise erspart sich ein typischer Pellet-Haushalt mehr als 2.400 Euro im Vergleich zu Heizöl.

Ich verwehre mich dagegen, dass eine ganze Branche, die Tausende Arbeitsplätze sichert, unter Generalverdacht gestellt wird“, sagt Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria. „Ja, der Preis für Pellets ist gestiegen, das hat aber nachvollziehbare Gründe und Pellets bleiben der mit großem Abstand günstigste Komfortbrennstoff.“

Höhere Produktionskosten bestimmen Pelletpreis

Als Grund für die höheren Pelletpreise nennt Stiksl gestiegene Rohstoff-, Energie- und Lohnkosten. Gleichzeitig hat die lange Heizperiode europaweit zu einer höheren Nachfrage geführt. Auf der Angebotsseite wirkt sich die schwache Baukonjunktur aus: Viele Sägewerke haben ihre Produktion reduziert, wodurch weniger Sägespäne anfallen – ein zentraler Rohstoff für die Pelletproduktion.

Weniger Export: Vorrang für heimischen Markt

Tatsache ist: Pellets werden – so wie andere Güter auch – auf dem gesamten europäischen Markt gehandelt. Nicht gebundene Mengen werden daher auch auf anderen Märkten angeboten. Daraus lässt sich weder eine künstliche Verknappung noch eine bevorstehende Versorgungslücke ableiten. Diesen Vorwurf der AK Salzburg widerlegen die Fakten: Zuletzt wurden um 6 Prozent weniger Pellets exportiert, um den heimischen Markt verstärkt zu beliefern. „Viele der 55 Pelletproduzenten und knapp 100 Händler in Österreich geben der Versorgung des österreichischen Marktes derzeit bewusst Vorrang vor Exportmöglichkeiten“, sagt Stiksl. „Hier von Marktmacht und Gewinnmaximierung zu sprechen, geht an der Realität vorbei.“

Pelletbevorratung für mehr Versorgungssicherheit
Anstatt über Verstaatlichung von heimischen Betrieben zu fantasieren, sollten sinnvolle Alternativen diskutiert werden, so Stiksl. proPellets Austria fordert schon seit Längerem eine staatliche Bevorratung von Holzpellets, ähnlich dem Modell bei fossilen Energieträgern. „Es ist unverständlich, dass etwas, das bei fossiler Energie seit Jahren selbstverständlich ist, bei Pellets nicht umgesetzt werden kann“, sagt Stiksl und fordert in diesem Zusammenhang Bewegung von der Politik.

Über proPellets Austria
ProPellets Austria vertritt die österreichische Pelletbranche und ist zentrale Anlaufstelle für Informationen rund um den Pelletmarkt. Zu den Aufgaben des Verbands zählen Marktbeobachtung, Qualitäts- und Branchenarbeit sowie die Information von Politik, Medien, Wirtschaft und Konsument:innen zu Holzpellets und zum Pelletmarkt. Der Verband setzt sich für verlässliche Rahmenbedingungen, hohe Standards und den nachhaltigen Einsatz von Holzpellets als erneuerbaren Energieträger ein.

Rückfragen & Kontakt

proPellets Austria
Mag. Christian Spitaler, MAS
Telefon: 0676 952 51 21
E-Mail: [email protected]

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