• 16.09.2026, 12:00:34
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Wiedereröffnung und 30-Jahres-Jubiläum Caritas Haus Franciscus

Zeitgemäßer Lebens-, und Betreuungsraum: Caritas, Stadt Wien und Partner*innen feiern drei Jahrzehnte Wohnen und Tagesbetreuung für Menschen mit Behinderung

Wien (OTS) - 

Das Caritas Haus Franciscus in der Wiener Donaustadt richtet sich an Menschen mit intellektueller oder mehrfacher Behinderung, die ganzheitlich in allen Lebensbereichen betreut werden. „Das Haus steht seit drei Jahrzehnten für die Begleitung von Menschen mit Behinderung auf ihrem ganz persönlichen Lebensweg. Die umfassende Sanierung ist für uns weit mehr als eine bauliche Erneuerung: Sie schafft einen Ort, an dem Menschen mit ihren individuellen Fähigkeiten, Wünschen und Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen. Unser Ziel ist es, Teilhabe und Lebensqualität bestmöglich zu fördern“, betont Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien bei der 30-Jahres-Feier und Wiedereröffnung am Mittwoch. Stefanie Vasold, Mitglied des Gemeinderatsausschusses für Soziales, Gesundheit und Sport, in Vertretung von Stadtrat Peter Hacker: „Eine soziale Stadt zeigt sich daran, ob alle Menschen ihren Platz in ihr haben. Menschen mit Behinderung sollen in Wien nicht nur gut betreut werden, sondern ihr Leben möglichst selbstbestimmt gestalten können. Mit Wahlmöglichkeiten, mit Privatsphäre und als selbstverständlicher Teil ihrer Nachbarschaft. Genau dafür braucht es Einrichtungen wie das Haus Franciscus. Nach 30 Jahren ist die umfassende Modernisierung deshalb nicht nur eine Investition in ein Gebäude, sondern vor allem in die Menschen, die hier leben und arbeiten.“

In zwei Wohngemeinschaften finden die 25 Bewohner*innen ein Zuhause, das ihnen Unterstützung und Orientierung bietet. Hier gestalten sie ihren Alltag gemeinsam, erleben Gemeinschaft und finden gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten in 19 Einzel- und zwei Doppelzimmern. Die Tagesstruktur bietet eine aktive, eine kreative und eine basale Gruppe, in denen gezielt auf die Fähigkeiten und Unterstützungsbedarfe der 30 Teilnehmer*innen eingegangen wird. Die neu gestalteten Wohn- und Betreuungsbereiche schaffen eine angenehme und einladende Atmosphäre und optimale Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung.

Die Einrichtung wird vom Fonds Soziales Wien (FSW) gefördert, auch in die Sanierung hat der FSW investiert. „Inklusion und Teilhabe brauchen eine starke soziale Infrastruktur. Daher fördert der FSW allein in der Behindertenhilfe über 420 Einrichtungen in Wien. Die Modernisierung des Haus Franciscus zeigt unser klares Commitment für eine hochqualitative Betreuung und bedarfsgerechte Unterstützung für Menschen mit Behinderung in dieser Stadt. Wir freuen uns, dass das durch die Wiedereröffnung des Haus Franciscus für rund 50 FSW-Kund*innen am Standort in der Donaustadt wieder möglich ist“, sagt Susanne Winkler, Geschäftsführerin des FSW. Sandra Frauenberger, Geschäftsführerin des Dachverbands Wiener Sozialeinrichtungen, ergänzt: „Einrichtungen wie das Caritas Haus Franciscus zeigen, welchen wichtigen Beitrag die Wiener Sozialwirtschaft für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leistet. Unter neu gestalteten Rahmenbedingungen wird Lebensqualität gefördert, Teilhabe ermöglichen und damit die Chancengerechtigkeit in unserer Stadt gestärkt.“

Die Einrichtung in der Hartriegelgasse befindet sich mitten in einem Wohngebiet. Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher Donaustadt: „Als Bezirksvorsteher freue ich mich ganz besonders, dass eine so wichtige Einrichtung wie das Caritas Haus Franciscus bei uns in der Donaustadt ist. Seit nunmehr drei Jahrzehnten im Bezirk ist das Haus Caritas Franciscus eine echte Institution, die wertvolle Arbeit mit und für Menschen leistet.“

Nachhaltige Investition in Lebensqualität

Die Umstellung auf moderne Grundwasser-Wärmepumpen, die thermische Sanierung des Gebäudes, neuer Sonnenschutz und eine Photovoltaikanlage machen das Haus energieeffizienter und klimafreundlicher. Der Umbau wurde im Rahmen der Förderschiene „Klimafitte Gebäude für Schutzbedürftige aus Mitteln der Europäischen Union – NextGenerationEU ermöglicht. Jürgen Schneider, Leiter der Sektion VI „Umwelt und Klima“ im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft: „Mit jeder klimafreundlichen Heizung und jedem sanierten Gebäude, reduzieren wir CO2-Emissionen, stärken unsere Energieunabhängigkeit und senken gleichzeitig Energiekosten der Betreiber*innen. Das Förderprogramm wirkt aber nicht nur als wichtige Maßnahme für den Schutz unseres Klimas, sondern ist auch sozial gerecht gestaltet. Es ermöglicht gemeinnützigen und karitativen Einrichtungen klimafit zu werden, ihre Energiekosten nachhaltig zu senken und die Wohnqualität für die Betroffenen zu verbessern.“ Schwertner ergänzt: „Mit der Generalsanierung verbinden wir soziale Verantwortung mit ökologischem Handeln und schaffen zeitgemäße Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Rückfragen & Kontakt

Caritas der Erzdiözese Wien
Mag.a Ulrike Fleschhut
Telefon: 0664/848 26 17
E-Mail: [email protected]

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