- 16.09.2026, 11:12:02
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FPÖ – Kaniak: „Lange Wartezeiten bei Kassenärzten sind ein Alarmsignal für das Gesundheitssystem!“
Studie zeigt besorgniserregende Entwicklung – Kassenpatienten müssen in vielen Fachbereichen immer länger auf Termine warten
Die heute vorgestellte „Kassenarzt-Wartezeiten-Studie 2026“ sei ein „alarmierendes Zeugnis für die verfehlte Gesundheitspolitik der aktuellen und der letzten Regierung“, kommentierte heute der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak die aktuellen Zahlen. Dass die Wartezeiten in acht von 14 Fachrichtungen weiter angestiegen sind, zeige eine klare Fehlentwicklung. „Die Entwicklung hin zu einer Zwei-Klassen-Medizin schreitet unaufhaltsam voran. Wer es sich leisten kann, weicht auf den Wahlarztsektor aus, während Kassenpatienten mit immer längeren Wartezeiten konfrontiert sind. Das ist eine bedenkliche Entwicklung, die das Solidarprinzip unseres Gesundheitssystems untergräbt!“
Für Kaniak seien die Ergebnisse ein klarer Handlungsauftrag an die Politik. „Wenn Patienten auf wichtige Facharzttermine wochen- oder monatelang warten müssen, ist das ein echtes Gesundheitsrisiko. Verzögerte Diagnosen können gravierende Folgen haben. Die Regierung nimmt diese Entwicklung offenbar achselzuckend zur Kenntnis, anstatt entschlossen gegenzusteuern“, so Kaniak. Die Studie belege, dass die bisherigen Maßnahmen von Schwarz, Rot, Grün und Pink mitsamt den Sozialversicherungen bei Weitem nicht ausreichen, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.
Kritisch sieht der freiheitliche Gesundheitssprecher auch die großen regionalen Unterschiede. „Anstatt die Mittel dort zu investieren, wo sie am dringendsten gebraucht werden, nämlich bei der Stärkung der kassenärztlichen Versorgung, werden falsche Prioritäten gesetzt. Die enormen regionalen Unterschiede bei den Wartezeiten sind ein klares Indiz dafür, dass eine übergeordnete, bundesweite Strategie fehlt. Es kann nicht sein, dass der Wohnort darüber entscheidet, wie schnell man medizinische Hilfe bekommt“, erklärte Kaniak, der beispielhaft darauf hinwies, dass es in vielen ländlichen Bereichen überhaupt keine nächtliche zahnärztliche Notversorgung gebe. „Da müssen Patienten mit starken Schmerzen mitten in der Nacht mit dem PKW selbstständig etwa nach Wien fahren, um eine Behandlung bekommen zu können.“
„Wir fordern ein klares Bekenntnis zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems. Es braucht eine Neuordnung unter Einbringung aller verfügbaren Kapazitäten, um einen flächendeckenden Zugang zur Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können. Die aktuelle Politik der kleinen Schritte und leeren Versprechungen führt in eine Sackgasse. Hier hilft auch keine Flickschusterei mehr, sondern nur noch ein ganzheitlicher Systemwechsel. Es ist höchste Zeit, dass die Gesundheitspolitik den Patienten und seine Bedürfnisse wieder in den Mittelpunkt stellt“, stellte Kaniak klar.
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