- 16.09.2026, 09:30:34
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Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) – wenn kleine Patient:innen große Auswirkungen haben
Neuer Podcast über die Auswirkungen einer RSV-Erkrankung auf Kinder, ihre Familien und das Gesundheitssystem
Für viele Erwachsene bedeutet eine Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) nicht viel mehr als Schnupfen und Husten. Bei einem wenige Wochen oder Monate alten Baby kann sie jedoch ganz anders verlaufen. Fast alle Kinder infizieren sich innerhalb der ersten beiden Lebensjahre. Eine durchgemachte Infektion schützt zudem nicht dauerhaft vor einer erneuten Ansteckung.
„Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind sehr junge Säuglinge, ehemalige Frühgeborene und Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen. RSV betrifft jedoch keineswegs ausschließlich Risikokinder: Rund 70 Prozent der wegen RSV hospitalisierten Kinder sind gesund und reif geboren“, unterstreicht Univ. FÄ DDr.in Anna Scheuchenegger, Fachärztin an der Neonatologie auf der MedUni Graz und am LKH Univ.-Klinikum Graz.
Was eine RSV-Erkrankung bedeuten kann
Eine spezifische antivirale Therapie gegen RSV steht nicht zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt daher vor allem unterstützend. Bei schweren Verläufen können eine stationäre Überwachung, Infusionen und Sauerstoff notwendig werden. In besonders schweren Fällen ist eine maschinelle Beatmung erforderlich.
Ein Krankenhausaufenthalt stellt dabei nicht nur für das erkrankte Kind eine Belastung dar. Je nach Schwere der Erkrankung kann die Behandlung mehrere Tage oder auch Wochen dauern. „Körperkontakt und Stillen können erschwert sein, die Eltern müssen gleichzeitig die Betreuung weiterer Kinder und die Organisation von Beruf und Alltag bewältigen. Eine große psychische Belastung für die gesamte Familie“, schildert Hebamme Christina Kulle, BSc, Leiterin der Landesgeschäftsstelle Kärnten des Österreichischen Hebammengremiums.
Häufigkeit und Prävention
Auch das Gesundheitssystem wird während der RSV-Saison stark beansprucht. In Österreich wird von rund 54.600 RSV-Infektionen bei Kindern in den ersten Lebensjahren und mehr als 1.100 Krankenhausaufenthalten pro Jahr ausgegangen. Die Erkrankungen fallen in jene Monate, in denen Kinderstationen und Ambulanzen durch andere Atemwegsinfektionen ohnehin stark ausgelastet sind. Die seit 2025 kostenlos im Rahmen des Kinderimpfkonzepts zur Verfügung stehende passive Immunisierung kann Kinder schützen.
Wie leicht eine Ansteckung passieren kann, worauf Eltern bei ersten Krankheitssymptomen achten sollten und welche Rolle Hebammen und Kinderärzt:innen beim RSV-Schutz spielen, darüber spricht Moderatorin Martina Rupp in der aktuellen Folge des Podcasts „Am Mikro|skop“ mit zwei Fach-Expertinnen:
Am Mikro|skop – Episode 48
„Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) – wie Innovation Familien viel Leid ersparen kann“
Univ. FÄ DDr.in Anna Scheuchenegger, Fachärztin an der Neonatologie auf der MedUni Graz und am LKH Univ.-Klinikum Graz und Hebamme Christina Kulle, BSc, Leiterin der Landesgeschäftsstelle Kärnten des Österreichischen Hebammengremiums.
www.fopi.at/fopi-podcast/episode-48/
Position bezieht Scheuchenegger zudem in ihrem Blog-Beitrag, wo sie auf die doppelte Wirkung von Prävention hinweist. Denn eine RSV-Immunisierung schützt Kleinkinder, aber sorgt auch in Spitalsamulanzen und Kinderstationen für die dringend nötige Entlastung: https://fopi.at/rsv-bei-sauglingen-pravention
Unterstützt wurde die Produktion des Podcasts von Sanofi. Weitere Information bietet unter anderem die Patienteninformationen RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) | Impfen schützt einfach.
Am Mikro|skop ist eine Initiative des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) und des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI). Medienpartner ist MedMedia | RELATUS, führender Fachverlag im Gesundheitswesen mit medizinischen und pharmazeutischen Informationen auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.
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