- 16.09.2026, 08:28:02
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Greenpeace Klimaticket-Ranking: Österreich erreicht nur „Blechmedaille”
Ticketpreise steigen in Österreich stärker als im Europa-Schnitt – Umweltschutzorganisation fordert Sozialtarife fürs Klimaticket von Verkehrsminister Hanke
Ein neuer Greenpeace-Report hat die Klimatickets und Leistbarkeit des öffentlichen Verkehrs in 30 europäischen Ländern und ihren Hauptstädten verglichen. Während Österreich 2023 noch einen Stockerlplatz belegt hat, reicht es heuer nur mehr für den 4. Platz. Grund dafür sind die überdurchschnittlich stark gestiegenen Fahrpreise für Bus und Bahn. Auf den vorderen Plätzen liegen Luxemburg, Malta und Slowenien. Greenpeace fordert von Verkehrsminister Hanke Sozialtarife für das Klimaticket, um klimafreundliche Mobilität für mehr Menschen erschwinglich zu machen. Zudem fordert die Umweltschutzorganisation ein europaweites Klimaticket, um Reisen auch über Ländergrenzen hinweg zu vereinfachen.
Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Österreich: „Die Ticketpreise für Bus und Bahn sind in kaum einem anderen europäischen Land so stark gestiegen wie in Österreich. Auf die Energiekrise hat die Bundesregierung schon vor Monaten mit einer Spritpreisbremse reagiert, doch wo bleibt die Bremse für Öffipreise? Statt immer nur in neue Autobahnen zu investieren, muss Verkehrsminister Hanke klimafreundliche Mobilität für alle leistbar machen.”
Ticketpreise steigen in Österreich besonders stark
Im europäischen Vergleich ist der Preis des österreichischen Klimatickets besonders stark gestiegen (+27,9 %). Von den acht Staaten mit einem ähnlichen nationalen Ticket sind nur in Deutschland die Preise seit 2023 stärker gestiegen (+ 28,6 %). In Ungarn und Tschechien hingegen wurden die Preise nicht erhöht. Seit 2023 haben zudem zwei weitere Länder – Spanien und Slowenien – ein landesweites Ticket eingeführt. Das slowenische Ticket ist sogar deutlich günstiger als das österreichische Klimaticket.
Ähnlich ist die Entwicklung auch in den Hauptstädten: Während in Wien die Ticketpreise seit 2023 um 26 % stiegen, sanken die Preise für Jahres- und Monatskarten in Dublin (-42,5 %), Oslo (-11,5 %), Bern (-6,6 %) und Budapest (-5,8 %) deutlich. In zwölf weiteren Hauptstädten blieben die Preise stabil. Zu den insgesamt teuersten Städten zählen Amsterdam und London mit Ticketpreisen von über vier Euro pro Tag.
Das Klimaticket-Ranking von Greenpeace vergleicht die Leistbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln in allen europäischen Ländern und Hauptstädten. Dabei wurden die Verfügbarkeit, der Preis, die Mehrwertsteuer sowie vorhandene Ermäßigungen als Kriterien verwendet.
Vollständiger Klimaticket-Report (englisch): https://bit.ly/4ytab3Q
Passendes Bildmaterial: https://bit.ly/3Vtod77
Unter Angabe der Credits stehen die Bilder zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Inhalte auf einen Blick
Thema / Anlass: Ein neuer Greenpeace-Report vergleicht die Leistbarkeit des öffentlichen Verkehrs in 30 europäischen Ländern und Hauptstädten.
Ergebnis: Österreich fällt im Europa-Ranking vom dritten auf den vierten Platz zurück. Ursache ist der starke Preisanstieg beim Klimaticket um 27,9 Prozent sowie bei Wiener Öffi-Tickets um 26 Prozent.
Hauptforderung: Einführung von Sozialtarifen für das Klimaticket sowie Schaffung eines europaweiten Klimatickets.
Adressat: Verkehrsminister Hanke.
Quelle / Material: Greenpeace Österreich / Report: https://bit.ly/4ytab3Q und Bildmaterial: https://bit.ly/3Vtod77
Rückfragen & Kontakt
Marc Dengler
Klima- und Energieexperte
Greenpeace Österreich
Tel: +43 (0) 664 881 722 05
E-Mail: [email protected]
Annette Stolz
Leitung Pressearbeit
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