- 15.09.2026, 13:14:02
- /
- OTS0126
MAK Schindler Stipendien für das Jahr 2027/2028 vergeben

362 Bewerber*innen aus 63 Nationen – das heuer bereits zum 31. Mal vergebene MAK Schindler Stipendium war begehrt wie nie zuvor. Am 14. September 2026 kürte eine internationale Jury unter dem Vorsitz von Bettina Steinbrügge, Generaldirektorin, Mudam, Luxemburg, aus einer neuen Rekordzahl an Einreichungen – davon 49 im Bereich Architektur und 313 im Bereich Bildende Kunst – sechs Projekte sowie drei Ersatzprojekte für die kommenden Stipendienaufenthalte im Studienjahr 2027/28 in Los Angeles. Das vom MAK vergebene international hoch angesehene MAK Center Artists and Architects-in-Residence Programm gibt den gewählten Stipendiat*innen wieder die einzigartige Möglichkeit, sechs Monate in den von Rudolph M. Schindler entworfenen Mackey Apartments in Los Angeles zu leben und ihre visionären Einreichungen zu verwirklichen.
„Die Schindler Stipendien des MAK sind eine wichtige Plattform für junge, aufstrebende Künstler*innen und Architekt*innen. Sie eröffnen ihnen die Möglichkeit, ihr künstlerisches Schaffen in einem internationalen Umfeld weiterzuentwickeln, neue Netzwerke aufzubauen, die eigene Arbeit sichtbar zu machen – aber vor allem auch neue Freundschaften zu knüpfen. Mit seiner kulturellen Vielfalt und einer international geprägten Kunst- und Architekturszene bietet Los Angeles dafür ein besonderes, befruchtendes Umfeld“, so Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler.
Lilli Hollein, Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des MAK: „Der internationale große Zuspruch aus so vielen Ländern unterstreicht die Bedeutung des Schindler Stipendiums, das seit mehr als 30 Jahren dazu beiträgt, künstlerische Positionen weiterzuentwickeln und den transnationalen Austausch von Künstler*innen und Architekt*innen zu fördern. Gerade in der aktuellen politischen Lage ist das große Interesse an unserem Programm in einer der großen US-Metropolen ein wichtiges Signal für den Wunsch von Künstler*innen nach transatlantischem Austausch. Das Schindler Stipendium ist ein wichtiger Bestandteil der MAK Schindler Initiative in Los Angeles. Das Interesse und die Anerkennung, die unserem Engagement und unserer Expositur in Los Angeles auf so vielen Ebenen entgegengebracht werden, erfüllen mich mit großer Freude.“
Der diesjährigen Jury gehörten Bettina Steinbrügge (Generaldirektorin, Mudam, Luxemburg; Juryvorsitzende), Doris Kleilein (Designierte Direktorin, Az W, Wien), Christian Kosmas Mayer (Künstler, Wien), Sabine B. Vogel (Kunstkritikerin, Wien) und Lilli Hollein (Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin, MAK) an.
Die MAK Schindler Stipendien richten sich an freischaffende Künstler*innen, Architekturstudent*innen (2. Abschnitt/Masterstudium) und Absolvent*innen des Diplom-/Masterstudiums Architektur unmittelbar nach dem Abschluss.
Der Fokus des Programms liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Ort des Stipendienaufenthalts, Los Angeles, einem Zentrum des kritischen künstlerischen, architektonischen und urban-theoretischen Schaffens, sowie auf einem dezidiert experimentellen Ansatz in den übergreifenden Bereichen Kunst und Architektur.
Damit knüpft das Programm direkt an den Gründungsgedanken des 1994 vom MAK in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt Österreich/Kunstsektion und den „Friends of the Schindler House“ als Außenstelle des MAK ins Leben gerufenen MAK Center an: das Lebenswerk des austro-amerikanischen Architekten Rudolph M. Schindler lebendig zu halten und seine Vision voranzutreiben, Kunst und Architektur zu fördern und zu gestalten.
Als zeitgenössisches, experimentelles, interdisziplinäres Zentrum für Kunst und Architektur bespielt das MAK Center heute drei der wichtigsten Häuser von Rudolph M. Schindler – das Schindler House (1922) in West Hollywood, das Fitzpatrick-Leland House (1936) und die Mackey Apartments (1939) – mit Ausstellungen, MAK Talks, Symposien und Vorträgen. Das Schindler Stipendiat*innenprogramm in Schindlers Mackey Apartments ist ein wichtiger Bestandteil der Aktivitäten.
Zweimal im Jahr – jeweils im März und im September – werden die vor Ort entstandenen Projekte in den Final Projects-Ausstellungen präsentiert. Die Arbeiten werden dokumentiert, katalogisiert und im Archiv des MAK Center bewahrt, das unter MAKcenterarchive.org auch online zugänglich ist.
Die Projekte folgender Architekt*innen und Künstler*innen wurden für das Stipendiat*innenprogramm 2027/2028 ausgewählt:
Kategorie Architektur:
6. April 2027 – 21. September 2027
Sofia Frasquet Dreyer (Spanien; lebt und arbeitet in Buenos Aires, Argentinien)
5. Oktober 2027 – 14. März 2028
Guillermo Sanchez Cardenas (Mexiko; lebt und arbeitet in Mailand, Italien)
Kategorie Bildende Kunst:
6. April 2027 – 21. September 2027
Elke Auer (Österreich; lebt und arbeitet in Wien)
Paul Spendier (Österreich; lebt und arbeitet in Berlin)
5. Oktober 2027 – 14. März 2028
Hugo Canoilas (Portugal; lebt und arbeitet in Wien) und Andreia Santana (Portugal; lebt und arbeitet in Wien)
Lou Fauroux (Frankreich; lebt und arbeitet in Paris)
Ersatz Kategorie Architektur:
Emma Hummerhielm Carlén (Schweden; lebt und arbeitet in Wien) und Wassily Walter (Deutschland; lebt und arbeitet in Wien)
Ersatz Kategorie Bildende Kunst:
Gerrit Frohne-Brinkmann (Deutschland; lebt und arbeitet in Hamburg)
Maja Malou Lyse (Dänemark; lebt und arbeitet in Kopenhagen)
Statement der Jury:
Aus 362 eingereichten Projekten aus 63 Ländern wurden einstimmig zwei Projekte aus dem Bereich Architektur und vier Projekte aus dem Bereich Bildende Kunst sowie insgesamt drei Ersatzprojekte ausgewählt.
In den eigens für das Stipendium entwickelten Vorschlägen werden die führenden Diskurse um Migration, Queerness, Ressourcen bis zu Umweltfragen verhandelt und die Transformationen der Metropole Los Angeles thematisiert. Die gewählten Projekte aktivieren das Schindler House geschichtlich und zeitgenössisch. Rudolph Schindlers Wohnhaus in der Kings Road markiert den Beginn seiner experimentellen Beschäftigung in der Moderne – nicht nur in seiner Architektur, sondern auch im künstlerischen Austausch unterschiedlicher Disziplinen. Jeweils sechs Monate werden die Stipendiat*innen in diesem Geist in den Mackey Apartments mit Fotografie, Video, Gaming, Skulpturen bis Malerei arbeiten. Sie suchen Vernetzungen mit lokalen Gemeinschaften, entwickeln feministische Perspektiven auf Wohn- und Lebensmodelle, erkunden in urbanistischen Feldforschungen migrantische Communities und unternehmen visuelle Ausflüge in die Filmindustrie.
Rückfragen & Kontakt
MAK Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Judith Anna Schwarz-Jungmann (Leitung)
T +43 1 71136-213, [email protected]
Sandra Hell-Ghignone
T +43 1 71136-212, [email protected]
Marylise Larunsi
T +43 1 711 36-210, [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAK






