- 15.09.2026, 10:38:32
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Langzeitpflege in Wien: Gesetzliche Modernisierung ist richtiger Schritt
Verordnung zum Wiener Wohn- und Pflegeheimgesetz bietet Chance für attraktive Karrierewege und Absicherung der Pflegeversorgung.
Mit der Verordnung zum Wiener Wohn- und Pflegeheimgesetz, die nun in Begutachtung gegangen ist, soll die gesetzliche Grundlage für Pflegeeinrichtungen erstmals seit mehr als 20 Jahren angepasst werden.
In der Langzeitpflege haben sich Aufgabenbereiche, Ausbildungswege und Berufsrollen weiterentwickelt. Neben diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger:innen übernehmen mittlerweile auch Pflegeassistenzberufe zentrale Tätigkeiten im Versorgungsalltag. Andrea Kapounek, Geschäftsführerin der Haus der Barmherzigkeit Pflegeeinrichtungen Wien, sieht in der geplanten Verordnung daher einen Ansatz, diese Entwicklung rechtlich besser abzubilden. Die Verordnung könne dazu beitragen, Qualifikationen gezielter einzusetzen und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen in Pflegeeinrichtungen klarer zu fassen.
„Aus unserer Sicht ist das ein wichtiger erster Schritt, weil diplomierte Pflegekräfte entlastet und Pflegeassistenzberufe in ihrer Rolle gestärkt werden“, sagt Kapounek. Dadurch können Berufsprofile geschärft und Entwicklungsmöglichkeiten in der Pflege attraktiver werden. „Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung braucht es viele Maßnahmen, um dem steigenden Pflegebedarf gerecht zu werden und die Versorgung langfristig abzusichern. Ein Schlüssel dafür sind attraktive Rahmenbedingungen für alle Mitarbeiter:innen in der Pflege“, so Kapounek. Die geplante Verordnung könne dazu beitragen, unterschiedliche Ausbildungswege besser zu berücksichtigen, den Zugang zum Pflegeberuf zu erweitern und vorhandene Qualifikationen gezielter einzusetzen.
Auch Roland König, Institutsdirektor des Haus der Barmherzigkeit, begrüßt das Vorhaben: „Die geplante Modernisierung ist eine notwendige Reaktion auf veränderte Ansprüche in den Gesundheitsberufen und auf die demografische Entwicklung. Wenn wir die Pflege zukunftsfähig gestalten wollen, müssen wir Veränderungen mutig angehen.“ Dieser Weg werde sich auszahlen – für die Mitarbeiter:innen ebenso wie für die Menschen, die auf verlässliche Pflege und Betreuung angewiesen sind.
Rückfragen & Kontakt
Haus der Barmherzigkeit
Mag. Petra Lindermuth-Fleischmann, Bakk.
Telefon: +43 1 401 99-1323
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