• 14.09.2026, 09:21:33
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First Responder 2026

Funkamateur:innen üben österreichweite Kommunikation, wenn nichts mehr geht

Funkverkehr mit dem Handfunkgerät
Wr. Neudorf (OTS) - 

Wiener Neustadt (OTS) – Die Sturzflut in Nepal hat uns wieder vor Augen geführt, wie wichtig die Alarmierung der Bevölkerung und in weiterer Folge die Ermittlung eines Lagebildes zur Koordination der Hilfe in Katastrophenlagen ist.

Amateurfunk als Teil des Informationsraumes für Public Warning

Auch wenn Österreich wirklich gut mit Radio und Mobilfunk versorgt ist, kann es sein, dass bei Totalausfall der Kommunikation keines der terrestrischen Informationsmedien für Bürger:innen verfügbar ist. Der Informationsraum enthält nicht nur Radio, Satelliten- oder Internettechnologie, sondern die fast vergessene Alarmierung und Verbreitung von Nachrichten über Amateurfunk.

Am 3. Oktober 2026 – dem Tag des österreichweiten Zivilschutz-Probealarms – wird die Vernetzung der Amateurfunkstellen untereinander auf VHF, UHF und CB Funk geübt. Die Hörbarkeit der Sirenen und der Empfang von Cell Broadcast Meldungen wird von den Funkamteur:innen dokumentiert und an andere Stationen in Funkreichweite weitergeleitet. Die generierten Logfiles werden über digitale Kurzwellenverbindungen und Internet auf einen zentralen Server zur Weiterverarbeitung geladen.

Neue Herausforderungen brauchen innovative Herangehensweise

Die linearen Verbindungen der bisherigen Behördenkommunikation kommen bei Totalausfall der Kommunikation an ihre Leistungsgrenze. Die Funkamateur:innen bieten mit ihrer Vernetzung innerhalb der Gesellschaft neue und innovative Kommunikationswege im Katastrophenfall und ermöglichen als „First Responder der Kommunikation“ die Generierung eines ersten Lagebildes.

In den Übungen der Funkamateur:innen mit stochastischen Kommunikationspunkten entsteht ein leistungsfähiges neuronales Kommunikationsnetz, welches mit unterschiedlichen Übertragungswegen und Betriebsarten – Kurzwelle, VHF, UHF und Satellit / digital und analog / Sprache und Daten – ein Ziel verfolgt: Die Nachrichten erfolgreich zu übermitteln.

Über den ÖVSV

Der Österreichische Versuchssenderverband (ÖVSV) feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen. Der 1926 gegründete ÖVSV ist ein österreichweit tätiger, gemeinnütziger und nicht auf Gewinn ausgerichteter Verein und Mitglied der International Amateur Radio Union (IARU), des weltweiten Dachverbands der nationalen Amateurfunkverbände. Der Verband fördert Amateurfunk, technische Aus- und Weiterbildung, Experimentieren und internationale Verständigung. Gemäß Telekommunikationsgesetz (TKG) dient der Amateurfunkdienst unter anderem auch der Durchführung von Not- und Katastrophenfunkverkehr.

Rückfragen & Kontakt

ÖVSV
Dipl.-Ing. Herbert Koblmiller
Telefon: +43 664 73438501
E-Mail: [email protected]

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