- 14.09.2026, 09:00:50
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Einladung zum 17. Wiener Nuklearsymposium "Auswirkungen von Niedrigdosisstrahlung auf Mensch und Natur"
Ionisierende Strahlung ist eine besonders energiereiche Form von Strahlung, die Zellen und Erbgut verändern oder schädigen kann. Sie entsteht etwa durch Röntgengeräte oder radioaktive Stoffe. Umstritten ist, wie gefährlich sehr geringe Strahlendosen sind: Steigt das gesundheitliche Risiko bereits bei kleinsten Mengen – oder gibt es einen Schwellenwert, unterhalb dessen keine nennenswerten Schäden zu erwarten sind?
Bisher folgt der Strahlenschutz überwiegend dem ALARA Prinzip (As Low As Reasonably Achievable): Jede zusätzliche Strahlenbelastung soll so gering wie vernünftigerweise möglich gehalten werden. In den USA wurde 2025 jedoch eine Überprüfung dieses Ansatzes angestoßen. Diskutiert wird, ob künftig feste Grenzwerte gelten sollen, unterhalb derer keine weiteren Schutzmaßnahmen erforderlich wären. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen zu den gesundheitlichen Auswirkungen niedriger Strahlendosen vor? Wie sieht die derzeitige Praxis im Strahlenschutz aus? Welche Konsequenzen hätten feste Dosisgrenzwerte und eine Aufhebung des ALARA-Prinzips? Und wäre ein solcher Grenzwert mit dem europäischen Vorsorgeprinzip vereinbar?
Anlässlich dieser aktuellen Fragen laden die Wiener Umweltanwaltschaft und das Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften der BOKU University zum
17. Wiener Nuklearsymposium
Auswirkungen von Niedrigdosisstrahlung auf Mensch und Natur
Zeit: Freitag, 18. September 2026
Ort: BOKU University, Ilse-Wallentin-Haus (ILWA), EG
Peter-Jordan-Straße 82, 1190 Wien
und im Livestream auf https://nuklearsymposium.at
Renommierte internationale Fachleute beleuchten das Thema aus radiobiologischer, epidemiologischer, regulatorischer und strahlenschutzpraktischer Perspektive.
Es sprechen
Oleg Belyakov, Radiobiologe mit langjähriger Erfahrung in der Bewertung von Niedrigdosisrisiken und internationalen Sicherheitsstandards
Vertreter der IAEA im Ausschuss 1 der Internationalen Kommission für Strahlenschutz (ICRP)
Abel González, Experte für internationale Sicherheitsstandards (angefragt)
Ehemaliger Direktor der IAEA-Abteilung für Strahlenschutz, Transportsicherheit und Abfallsicherheit sowie leitender Berater der argentinischen Atomaufsichtsbehörde ARN
Nikolaus Müllner, Leiter des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften
BOKU University
Johannes Neuwirth, Leiter der Seibersdorf Academy und Gerichtssachverständiger für Strahlenschutz
Seibersdorf Laboratories
David Richardson, Professor für Umwelt- und Arbeitsmedizin und leitender Forscher der INWORKS-Studie
University of California
Linda Walsh, Expertin für Strahlenepidemiologie
Universität Zürich
Aufgrund der internationalen Ausrichtung werden die Vorträge in englischer Sprache gehalten.
Rückfragen & Kontakt
BOKU University
Mag.a Astrid Kleber-Klinger
Telefon: 0664 8858 6533
E-Mail: [email protected]
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