- 13.09.2026, 10:46:02
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FPÖ – Hammerl: „Warnung vor Gasengpässen muss Hattmannsdorfer endlich zum Handeln bewegen!“
Energielenkungsbeirat unverzüglich einberufen – Weltweiter Energiehandel massiv gestört
„Die Kampfhandlungen im Nahen Osten beeinträchtigen zentrale Lebensadern des weltweiten Energiehandels. Die Straße von Hormus ist für Öl- und Flüssigerdgasexporte entscheidend. Gleichzeitig haben in den letzten Stunden die Huthi strategische Schlüsselpositionen am südlichen Zugang zum Roten Meer unter ihre Kontrolle gebracht. Damit bedrohen sie eine weitere Lebensader des weltweiten Energiehandels.“ Diese Eskalation gefährdet Energielieferungen und treibt die Preise. ÖVP-Minister Hattmannsdorfer muss jetzt für Klarheit sorgen, wie Österreich durch den kommenden Winter kommt“, fordert FPÖ-Energiesprecher NAbg. Paul Hammerl.
Besonders brisant seien vor diesem Hintergrund die jüngsten Ausführungen des Energieexperten Walter Boltz. Dieser hatte in der ZiB 2 einen möglichen Rückgriff auf die strategische Gasreserve bei einem kalten Februar oder März angesprochen. „Die strategische Gasreserve ist unser Vorrat für den Ernstfall. Wenn sie zur Sicherung der Versorgung gebraucht wird, steht eine unmittelbar drohende oder bereits eingetretene Versorgungskrise im Raum. Das ist ein Warnsignal, das der Wirtschaftsminister nicht übergehen darf“, betont Hammerl.
Für die ohnehin schwer angeschlagene Industrie könnte eine Gasmangellage verheerende Folgen haben. „Dann drohen extrem hohe Gaspreise und staatlich angeordnete Verbrauchskürzungen. Für energieintensive Betriebe kann das bedeuten, ihre Produktion massiv zurückfahren oder Anlagen stilllegen zu müssen. Die Folgen wären enorme wirtschaftliche Schäden, verlorene Aufträge und zahlreiche bedrohte Arbeitsplätze.“, so der freiheitliche Energiesprecher.
Auch für private Haushalte werde die Entwicklung zunehmend bedrohlich. „Im Großhandel haben sich die Gaspreise für die Wintermonate mittlerweile fast verdreifacht. Das schlägt zwar nicht sofort und im selben Ausmaß auf jede Gasrechnung durch, droht aber bei entsprechenden Tarifanpassungen die Kosten für Heizung und Warmwasser massiv zu erhöhen.“, hält Hammerl fest.
Ein Verweis auf die österreichischen Speicherstände reiche als Antwort nicht aus. „Gas in österreichischen Speichern ist nicht automatisch für österreichische Kunden reserviert. Unsere Speicher bedienen auch den europäischen Markt. Zudem sind die Gasspeicherstände in ganz Europa sehr weit vom eigentlichen Speicherziel entfernt, was die Gefahr einer Gasmangellage verschärft. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer muss unverzüglich den Energielenkungsbeirat einberufen und für Klarheit sorgen. Bevölkerung und Wirtschaft brauchen eine sichere und leistbare Gasversorgung“, so Hammerl abschließend.
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