• 13.09.2026, 06:00:32
  • /
  • OTS0001

Neue Greenpeace-Fotodokumentation zeigt rasanten Gletscherschwund am Tiroler Schlatenkees - BILD + VIDEO

Aktuelle Aufnahmen aus dem August 2026 verdeutlichen massiven Eisverlust – Greenpeace fordert Tempo beim Klimaschutz von Regierung

Wien/Osttirol (OTS) - 

Eine aktuelle Fotodokumentation von Greenpeace zeigt am Beispiel des Tiroler Schlatenkees das Ausmaß der rasanten Gletscherschmelze in den österreichischen Alpen: Im Vergleich zu Aufnahmen aus dem Jahr 2019 ist das Eis im Kessel weitgehend zurückgewichen. An seiner Stelle hat sich ein großer Schmelzwassersee gebildet. Bei den letzten Messungen im Jahr 2023 ging der Gletscher um fast 100 Meter zurück. Neben Rekord-Hitzewellen und ungesehener Trockenheit stellt der Gletscherschwund eine weitere bittere Konsequenz der Klimakrise in Österreich dar. Greenpeace fordert Tempo von der Regierung bei Klimaschutz und -anpassung.

Jasmin Duregger, Klimaexpertin bei Greenpeace Österreich: „Die Gletscher sind ein Spiegel der Klimakrise. Am drastischen Rückgang des Schlatenkees wird deutlich, wie viel Zeit die Politik im Klimaschutz bereits verloren hat. Dieses politische Verspielen unserer Zukunft muss sofort ein Ende haben. Österreich muss beim globalen Klimaschutz einen fairen Beitrag leisten. Die Regierung muss das angekündigte Klimagesetz ambitioniert mit verpflichtenden Pfaden zur Klimaneutralität 2040 gestalten. Um die verbleibenden Gletscher zu schützen, müssen Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Gletscher-Bauprojekten ausgeweitet werden."

Gletscherschmelze beschleunigt die regionale Erhitzung
Die schwindenden Gletscher sind nicht nur eine Folge der Klimakrise, sondern beeinflussen auch das alpine Klima direkt: Intakte Gletscher kühlen die Atmosphäre aktiv. Ihr Verlust führt zu einer zusätzlichen lokalen Temperaturerhöhung im Hochgebirge. Modellberechnungen der ETH Zürich verdeutlichen, dass das Überleben der Alpengletscher direkt vom Ausmaß der Erderhitzung abhängt. Gelingt es, die globale Erhitzung bis zum Jahr 2100 auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, bleiben zumindest zwölf Prozent der Alpengletscher erhalten (etwa 430 von knapp 3.000). Ein Temperaturanstieg um zwei Grad lässt nur rund acht Prozent überstehen, während bei einer ungebremsten Erderhitzung von vier Grad nahezu die gesamte Eisbedeckung verschwindet.

Über den Fotografen:
Mitja Kobal ist ein slowenischer Fotograf und wohnt in Wien. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit Themen im Wandel. Für Greenpeace dokumentierte er die sichtbaren Folgen des Klimawandels im ganzen Land. Mitja Kobal wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Dokumentation des Schlatenkees in Osttirol wurde bei den „International Landscape Photographer of the Year Awards“ mit dem 2. Platz in der Kategorie „Foto des Jahres“ ausgezeichnet.

Weiterführende Infos:
Factsheet: https://bit.ly/4j2lgUR
Bildmaterial der Fotoserie (Schlatenkees 2019-2026): https://act.gp/3VlN7pe
Die Bilder und Videos stehen unter Angabe der Credits (© Mitja Kobal / Greenpeace) für redaktionelle Zwecke kostenfrei zur Verfügung.

Inhalte auf einen Blick
Thema / Anlass: Eine Greenpeace-Fotodokumentation zeigt den rasanten Gletscherschwund am Tiroler Schlatenkees im August 2026 im Vergleich zum Jahr 2019.
Hauptforderung: Die Bundesregierung muss das Klimagesetz mit verpflichtenden Pfaden zur Klimaneutralität 2040 umsetzen. Zudem müssen Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Gletscher-Bauprojekten ausgeweitet werden.
Akteur:innen / Adressat: Österreichische Bundesregierung.
Quelle / Material: Greenpeace Österreich / Bildmaterial der Fotoserie (Schlatenkees 2019–2026): https://act.gp/3VlN7pe

Rückfragen & Kontakt

Annette Stolz
Leitung Pressearbeit
Greenpeace in Österreich
Tel.: + 43 (0) 664 61 26 725
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel