- 12.09.2026, 14:32:02
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FPÖ – Kickl in Innsbruck: „Vollenden wir gemeinsam mit der Bevölkerung, was Jörg Haider begonnen hat!“
Historischer Parteitag 1986 war „zweiter Geburtstag“ der FPÖ – scharfe Abrechnung mit „feigen Systemparteien“ und klare Vision für ein freies, sicheres und lebenswertes Österreich
Im Rahmen des Festakts „Aufbruch zur Spitze“ in Innsbruck anlässlich des 40. Jahrestags der Wahl von Dr. Jörg Haider zum Bundesparteiobmann und Klubobmann würdigte FPÖ-Bundesparteiobmann Klubobmann NAbg. Herbert Kickl heute die Verdienste Haiders und bezeichnete den Innsbrucker Parteitag von 1986 als eine „politische Revolution der Denkungsart“ und den „zweiten Geburtstag“ der FPÖ. Er zeichnete das dramatische Bild der politischen Landschaft davor: „Stellt euch vor, SPÖ 48 Prozent, ÖVP 43 Prozent und beide miteinander haben 91 Prozent. Wenn ich so etwas höre, dann wird es mir regelrecht schlecht. Damals hat die Freiheitliche Partei haarscharf fünf Prozent der Stimmen erreicht. Zwischen diesem Ergebnis und dem völlig anderen Bild von heute liegen 40 Jahre, in denen der Niedergang der Systemparteien und der Aufstieg unserer Freiheitlichen Partei in Höhen stattgefunden hat, die wir uns selber nie zu erträumen gewagt haben.“
Dieser historische Wandel sei untrennbar mit der Person Jörg Haiders verbunden, den Kickl als jenen visionären Einzelnen würdigte, der den Lauf der Geschichte verändert habe: „In unserer Geschichte ist dieser Einzelne, der ihren Lauf im Jahr 1986 ganz entscheidend geändert hat, unser Jörg Haider. Ehre, wem Ehre gebührt!“ Mit ihm sei aus einer Partei, die um die Anerkennung der Mächtigen kämpfte, eine selbstbewusste Bewegung geworden. „Aus dem dritten Lager ist die dritte Kraft geworden. Aus einer Partei ist eine Gesinnungsgemeinschaft und eine Bewegung geworden. Da ist ein völlig neuer und ein ganz, ganz offensiver demokratischer Machtanspruch entstanden, und das ist was ganz anderes, als wenn man es immer mit dem eigenen Überleben zu tun hat“, so Kickl. Dieses neue Selbstbewusstsein manifestierte sich in Haiders legendärer Kampfansage: „Er hat binnen kürzester Zeit diese Kampfansage diesem rot-schwarzen Koloss mitten ins Gesicht geschmettert: ‚Wir werden die Altparteien vor uns hertreiben.‘ Zuerst haben sie noch darüber gelacht. Aber das Lachen ist ihnen bald vergangen.“
Scharf kritisierte Kickl die manipulativen Methoden der politischen Gegner, die sich von damals bis heute nicht geändert hätten. Er zog eine direkte Linie vom Volksbegehren „Österreich zuerst“ zur heutigen Debatte um Remigration: „Sie haben damals nichts verstanden, als sie aus dem wunderbaren Volksbegehren ‚Österreich zuerst‘ ganz brutal was anderes gemacht haben, indem sie daraus ungeniert ‚Ausländer raus‘ gemacht haben. Kein Freiheitlicher hat das jemals gesagt! Das ist eine Konstruktion unserer Gegner. Und wir erleben momentan genau das Gleiche mit dem Begriff der Remigration. Es ist immer das gleiche dreckige Spiel. Aber es wird ihnen nichts nutzen, weil die Menschen eines erkannt haben: Remigration ist nicht das Problem. Das Problem ist die illegale Massenzuwanderung!“
Die heutige Regierung und die sie tragenden Systemparteien bezeichnete der FPÖ-Chef als eine Ansammlung „feiger Gestalten“, die den Bezug zur Bevölkerung völlig verloren hätten. „Mir kommt es ja manchmal regelrecht so vor, als ob diese Herrschaften nur Regierung spielen. Die wollen ja gar nichts entscheiden. An der Spitze des Landes haben wir Politiker sitzen, die nicht bereit sind, für ihr Land auch nur irgendetwas zu riskieren. Sie riskieren euren Wohlstand, eure Arbeitsplätze und die Zukunft eurer Kinder, nur damit sie für sich selber nichts riskieren müssen. Wer so handelt, das ist der wahre Gefährder der Demokratie!“, hielt Kickl fest. Dieses Versagen zeige sich in allen Bereichen: in der Wirtschaft, die durch „sinnlose Belastungen“ vernichtet werde, im Chaos des Gesundheitswesens, in den Schulen, die zu „Laboren für irgendwelche linksideologischen Experimente“ mit „Woke-Klimbim und Gender-Wahnsinn“ verkommen seien, und bei der dramatischen Islamisierung. „1970 hatten wir in Österreich 20.000 Muslime, jetzt haben wir 800.000. Ich möchte nicht haben, dass meine Ururenkel dann Bürger eines muslimischen Landes sind“, sprach Kickl Klartext.
Als Gegenentwurf präsentierte Kickl eine klare Vision für die Zukunft Österreichs, die auf den drei Säulen Vision, Vertrauen und Verantwortung beruhe. „Wo keine Vision ist, da ist ein Volk verloren. Diese Politik der Systemparteien ist seelenlos und sie ist herzlos.“ Seine Vision sei ein Land, in dem Sicherheit, Freiheit und eine positive Zukunftsperspektive wieder selbstverständlich sind. „Ich sehe ein Land, in dem eine junge Frau nach Hause geht, nach der Spätschicht, durch den Park, und dabei unbesorgt an den morgigen Tag denken kann und nicht nur an die nächsten paar Meter. Ich sehe ein Land, in dem am Küchentisch wieder geplant wird, statt wegen der Teuerung nur gerechnet. Und ich sehe ein Land, in dem die Menschen in der Früh aufwachen und die Freude auf den Tag größer ist, als die Sorge vor dem Tag. Das ist der ganze Zweck der Politik. Und wer das nicht versteht, der hat als Politiker seinen Auftrag nicht verstanden.“
Abschließend appellierte Kickl an die gesamte freiheitliche Bewegung zur Vollendung des historischen Auftrags: „Wir Freiheitliche, wir ehren unseren Jörg Haider dadurch, dass wir in seinem Geist über ihn hinauswachsen und damit sein Werk als unseres fortführen und vollenden. Vollenden wir also gemeinsam mit der Bevölkerung das, was vor 40 Jahren in Innsbruck begonnen worden ist!“
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