• 09.09.2026, 15:34:03
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Exilarte und österreichische Auslandskultur im internationalen Dialog

Rund 80 Kulturvertreterinnen und -vertreter treffen beim Exilarte-Doppeljubiläum zusammen und diskutieren zukünftige Kooperationen

Wien (OTS) - 

Anlässlich seines Doppeljubiläums „20 Jahre exil.arte – 10 Jahre Exilarte Zentrum der mdw“ ist das Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Gastgeber einer Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Auslandskulturtagung des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA). Rund 80 Direktorinnen und Direktoren österreichischer Kulturforen und weitere Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Auslandskultur werden am 9. September im Franz-Liszt-Saal und im Exilarte Zentrum in der Lothringerstraße erwartet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie das musikalische Erbe von Komponistinnen und Komponisten, die während des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben oder ins Exil gezwungen wurden, international erforscht, vermittelt und wieder hörbar gemacht werden kann. Gerade die österreichischen Botschaften und Kulturforen sind dabei seit vielen Jahren wichtige Partner des Exilarte Zentrums und ermöglichen es, Forschungsergebnisse, wiederentdeckte Werke und die Lebensgeschichten der Komponistinnen und Komponisten in jene Länder zurückzutragen, in denen viele von ihnen nach ihrer Vertreibung eine neue Heimat fanden.

Unter dem Titel „Exilarte International – bisherige Kooperationen mit dem BMEIA und Perspektiven für die Zukunft“ gibt es einen Einblick in die bisherigen internationalen Aktivitäten und aktuelle sowie zukünftige Projekte. Weiters wird anhand ausgewählter Originalmaterialien die Arbeit der Archivarinnen mit den mittlerweile umfangreichen Nachlässen des Zentrums präsentiert.

Zwei Podiumsgespräche widmen sich anschließend den Wegen musikalischer Nachlässe ins Exilarte Zentrum, den Biografien der verfolgten Komponistinnen und Komponisten sowie Fragen der Erinnerungskultur und zukünftigen internationalen Zusammenarbeit. Zu den vorgesehenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ersten Gesprächsrunde zählen Ulrike Sych, Ulrike Anton und Waltraud Dennhardt-Herzog; die Teilnehmerinnen der zweiten Gesprächsrunde sind Katharina Kastner, Helga Rabl-Stadler, Judith Pfeffer, Marie-Theres Arnbom.

Musikalische Beiträge von Ulrike Anton, Josipa Bainac und David Hausknecht mit Werken aus den Nachlässen des Exilarte Archivs machen während der Veranstaltung unmittelbar erlebbar, worum es in der Arbeit des Zentrums geht: Bewahren, Erforschen und Wieder-hörbar-Machen. Den Abschluss bildet ein Besuch der Jubiläumsausstellung und der Dauerausstellung des Exilarte Zentrum mit Originaldokumenten, Publikationen, Noteneditionen, digitalen Angeboten und virtuellen 3D-Ausstellungen.

Ulrike Sych, Rektorin der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien:
„Die Zusammenarbeit mit dem BMEIA und den österreichischen Kulturforen hat es über viele Jahre ermöglicht, die Musik und die Lebensgeschichten vertriebener österreichischer und europäischer Komponistinnen und Komponisten wieder in die Welt hinauszutragen. Dass nun im Jahr des Doppeljubiläums so viele Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Auslandskultur ins Exilarte Zentrum kommen, ist für die mdw eine besondere Freude – und zugleich eine große Chance, gemeinsam neue internationale Projekte für die kommenden Jahre zu entwickeln.“

Sepp Schellhorn, Staatssekretär für internationale Kulturangelegenheiten im BMEIA:

„Erinnerungskultur spielt für das Außenministerium eine immer größere Rolle. Unsere Vertretungsbehörden sind meist die ersten Ansprechpartnerinnen und Begleiterinnen für Nachkommen von NS-Verfolgten, die die österreichische Staatsbürgerschaft wiedererlangen. Unsere Projekte in diesem Bereich, u.a. mit dem Nationalfonds und die Auseinandersetzung unserer Kulturforen mit dem Thema im Rahmen von wissenschaftlichen und künstlerischen Veranstaltungen bilden den offenen Blick ab, mit dem sich Österreich seiner Vergangenheit stellt und damit auch Zukunft gestaltet. Die Zusammenarbeit mit Exilarte ist nicht nur ein Teil dieser Anstrengungen des BMEIA, sondern auch ein echtes Anliegen. Die Unterstützung bei der Überstellung des Teilnachlasses von Kurt Adler ans Exilarte-Zentrum ist ein weiteres Beispiel für die gute Zusammenarbeit in diesem wichtigen Feld. Das Jubiläum und unser Besuch im Rahmen der Auslandskulturtagung 2026 sind Ausdruck der Verbundenheit und Basis für weitere gemeinsame Projekte.“

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BMEIA Presseabteilung
Telefon: +435011503320
E-Mail: [email protected]
Website: http://www.bmeia.gv.at

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