- 09.09.2026, 09:01:37
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Sushi-Boxen im AK-Test: Sieben von zehn Proben wertgemindert
Sushi to go erfreut sich großer Beliebtheit. Doch nicht immer erfüllen die Boxen zum Mitnehmen die berechtigten Qualitätserwartungen – das ergab ein Test der Arbeiterkammer Oberösterreich bei zehn Anbietern in Linz und Pasching. Fazit: Nur drei Proben waren einwandfrei.
Für den Test wurden insgesamt zehn Sushi-Sets mikrobiologisch und sensorisch untersucht. Die Boxen enthielten entweder ausschließlich Nigiri-Sushi oder eine Kombination aus Nigiri, Maki sowie California Rolls. Je nach Anbieter und Zusammenstellung lagen die Preise zwischen 2,56 und 6,17 Euro je 100 Gramm. Zur abschließenden Beurteilung wurden sowohl fachliche Kriterien als auch die berechtigte Verbrauchererwartung berücksichtigt.
Zwei Anbieter lieferten Top-Qualität
Drei der getesteten Produkte wurden insgesamt als einwandfrei beurteilt. Eat Happy und Taste Kitchen überzeugten auf ganzer Linie und setzten sich als Testsieger an die Spitze. Ein weiteres Sushi-Set schnitt mikrobiologisch zwar ebenfalls einwandfrei ab, konnte jedoch geschmacklich nicht mit den beiden Spitzenreitern mithalten. Kritikpunkte gab es beim Lachs. Nach Meinung der Expert:innen roch und schmeckte dieser fischig und alt.
Siebenmal lautete das Testurteil „wertgemindert“
Sushi ist aufgrund seiner rohen Zutaten ein leicht verderbliches Lebensmittel, für das strikte Hygieneanforderungen gelten. Um die Einhaltung dieser Anforderungen beurteilen zu können, gibt es von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) entsprechende Richt- und Warnwerte für Sushi.
Bei sechs Proben im Test zeigten die Laborergebnisse eine Richtwertüberschreitung von einem bis zwei mikrobiologisch relevanten Parametern (Enterobakterien, Gesamtkeimzahl oder Hefen). Bei einem Sushi-Set gab es eine Warnwertüberschreitung an Enterobakterien. Dies gilt als schwerer mikrobiologischer Mangel und deutet auf Schwachstellen in der Hygiene- und Herstellungspraxis hin. Parasiten wie Fadenwürmer oder krankmachende Keime wurden erfreulicherweise in keiner der getesteten Sushi-Boxen gefunden.
Für die Konsument:innen zählt jedoch nicht allein die hygienische Qualität – auch der sensorische Eindruck muss überzeugen. Das für Sushi typische Geschmackserlebnis ergibt sich aus dem optimalen Zusammenspiel von süß-säuerlichem Klebereis gepaart mit frischem Fisch. Auch diesen Erwartungen wurden die als wertgemindert eingestuften Sushi-Sets nur bedingt gerecht.
In drei Fällen wurden bei der Verkostung leichte sensorische Abweichungen festgestellt. So entsprachen bei zwei Sushi-Sets sowohl der Geruch als auch der Geschmack von Lachs und Reis nicht vollständig den Erwartungen. Die dritte Probe wurde aufgrund der schmierigen Konsistenz vom Lachs bemängelt. Bei den übrigen vier Sushi Sets gingen die sensorischen Abweichungen über geringfügige Mängel hinaus. Die Beanstandungen bezogen sich dabei vor allem auf den Lachs, dessen Geruch und Geschmack als fischig und alt kritisiert wurde.
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