- 09.09.2026, 06:21:32
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100 Jahre „Christliches Vereinshaus“: Ein Ort mit Geschichte und Zukunft
FCG-Bundesvorsitzende Romana Deckenbacher und Kummer-Institut-Obmann Matthias Tschirf würdigen die Bedeutung des Hauses für die christlich-soziale Arbeitnehmerbewegung
Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde am 8. September die Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen des Johann-Gassner-Hauses in der Laudongasse in Wien eröffnet. Seit seiner Errichtung ist das Haus eng mit der Geschichte der christlich-sozialen Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsbewegung verbunden und bis heute ein Ort des Austauschs, der Begegnung und der politischen Bildung.
Das Haus wurde 1926 vom Verein „Christliches Arbeiterhaus“ erworben und entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der christlichen Arbeitnehmerbewegung. Eine besondere historische Bedeutung erlangte die Laudongasse im April 1945, als hier die Weichen für die Neugründung des ÖAAB und in weiterer Folge für den überparteilichen Österreichischen Gewerkschaftsbund gestellt wurden.
„100 Jahre christliches Vereinshaus – das ist ein Stück Geschichte, das hier geschrieben wurde, und ein Ort, der Gemeinschaft von Anfang an gelebt hat. Gemeinsam mit 75 Jahren FCG feiern wir heute eine großartige Veranstaltung, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. Unser christlich-soziales Prinzip war und ist die Grundlage unseres Wirkens – und dieses Haus soll auch in Zukunft ein Ort der Begegnung und des Dialogs bleiben,“ betont FCG-Bundesvorsitzende Abg.z.NR Romana Deckenbacher.
Auch Matthias Tschirf, Obmann des Dr.-Karl-Kummer-Instituts, unterstreicht die historische Bedeutung des Hauses: „Das Johann-Gassner-Haus ist ein Stück österreichischer Arbeitnehmergeschichte. Aufbruch bedeutet für uns nicht nur baulichen, sondern vor allem inhaltlichen Aufbruch. Bereits 1926 wurde beim Arbeiter Papst Leo XIII gedacht – heute, hundert Jahre später, beschäftigen sich viele unserer Veranstaltungen mit der Arbeitswelt von morgen und der Künstlichen Intelligenz. Es ist bemerkenswert, dass genau dieses Thema nun Gegenstand der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV geworden ist. Das zeigt: Die Fragen, die uns 1926 bewegt haben, sind heute aktueller denn je.“
Über das Johann-Gassner-Haus
Das 1926 erworbene Haus in der Laudongasse 16 im 8. Wiener Gemeindebezirk wurde zu einem wichtigen Zentrum der christlichen Gewerkschaftsbewegung. Benannt ist es nach Johann Gassner, der von 1975 bis 1985 Bundesvorsitzender der FCG war. Nach seinem Tod wurde das Christliche Vereinshaus in der Laudongasse in Johann-Gassner-Haus umbenannt.
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