- 08.09.2026, 11:48:02
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Lobau-Trockenheit: Kein Grund mit Wasserzufuhr auf Ergebnisse zu warten
Grundwassermodell ist kein Wundermittel
Kritik an fortgesetzten Schutzbehauptungen der Stadt Wien, welche jedwede Wasserzufuhr für die von der Donau abgedämmte Untere Lobau nach wie vor verweigert, übt die Umweltorganisation VIRUS. Sprecher Wolfgang Rehm stellt klar: „Auch mit dem neu beauftragten Grundwassermodell, wird man nicht alles wissen können, ist das keine Wunderwaffe und gibt es keinen Grund mit Lobau-Infusionen auf irgendwelche Ergebnisse zu warten“.
Die technischen Voraussetzungen für einen schnellen wasserwirtschaftlichen Versuch zur Ausdehnung der existierenden Lobaudotation seien durch das so genannte „Staudigl-Wehr“, das die dotierte Obere Lobau von der Unteren Lobau trennt, vorhanden. „Die Einrichtung eines Monitorings durch engmaschige Sondenbeprobungen mit dem für den Fall, dass tatsächlich Grundwasserqualitätsveränderungen im Nahbereich von Trinkwasserbrunnen auftreten, rechtzeitig eingegriffen werden kann, ist auch keine Raketenwissenschaft. Diesfalls sei entweder die Dotation zu unterbrechen oder könnten die ohnehin selten beanspruchten Brunnen temporär sabgeschaltet werden, wie es bei jedem Hochwasser passiert und ist dann überschaubare Zeit abzuwarten, bis hier eben nicht die Luft sondern das Wasser rein ist. Es geht hier schließlich nicht um dauerhaft wirksame Schadstoffe,“ so Rehm. Die erneute Beauftragung von Grundwassermodellberechnungen sei für partielle Erkenntnisse zu begrüßen, eigne sich aber nicht als Schutzbehaupung für Untätigkeit und dürfe nicht als Instrument einer Verzögerungstatktik missbraucht werden. „Derartige Modellierungen haben ihre Grenzen und können auch wenn sie - im Gegensatz zu den wiederholten Fehlversuchen der Asfinag beim Lobautunnel - gut gemacht sind - die Realität nur unvollkommen abbilden. Es wird daher auch danach kein Zustand der Allwissenheit eintreten,“ so Rehm. Es gehe aktuell um Infusionen für den Intensivpatienten Lobau - für eine langfristige Lobau-Sanierung werde es ohnehin noch weitere Maßnahmen brauchen, die dann eine größere Vorlaufzeit benötigten. „Die Probleme durch extreme Trockenheit und Niederwasserstände, die das ganze Land und auch die im besseren Zustand befindlichen Donauauen in Niederösterreich betreffen, in der vorbelasteten Lobau im besonderen Maße offensichtlich geworden. Sie bestehen bei fortgesetzter Untätigkeit jedoch dort auch dann weiter, wenn sie nicht so augenscheinlich sind wie heuer,“ so Rehm abschließend.
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Umweltorganisation VIRUS
Wolfgang Rehm
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