- 08.09.2026, 11:12:32
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WKÖ zu PISA 2025: Am Ende der Schulpflicht müssen die Grundkompetenzen sitzen
Melina Schneider-Lugger: Ergebnisse sind Auftrag, Bildungspflicht rasch umzusetzen und frühzeitig zu fördern, um jungen Menschen beste Chancen für Ausbildung und Beruf sichern
Ein erfreuliches Ergebnis für Österreichs Schüler:innen in den Naturwissenschaften, aber ein weiterer Absturz der Punktezahl bei den Lese- und Mathematikkompetenzen: Das ist das Resümee der PISA-Studie 2025, die am Dienstag veröffentlicht wurde.
„Die PISA-Ergebnisse in Deutsch und Mathematik sind ernüchternd und ein klarer Auftrag, bei den Grundkompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler konsequent gegenzusteuern. Österreich kann und darf sich nicht damit abfinden, wenn junge Menschen die Schule verlassen, ohne ausreichend lesen, schreiben und rechnen zu können“, sagt Melina Schneider-Lugger, Leiterin der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): „Das ist nicht nur eine Frage der Bildungschancen jedes Einzelnen, sondern auch eine Zukunftsfrage für unseren Wirtschaftsstandort.“
Grundkompetenzen müssen gesichert sein
Für die Wirtschaft ist entscheidend, dass die Schule junge Menschen verlässlich auf weiterführende Ausbildung und Beruf vorbereitet. „Unsere Betriebe sind starke Ausbildungsorte, können aber nicht Defizite aus neun Jahren Schule kompensieren. Wer eine Lehre oder eine andere Berufsausbildung beginnen will, muss die Grundfertigkeiten sicher beherrschen“, so Schneider-Lugger.
Die aktuellen Ergebnisse müssten daher zum Anlass genommen werden, das Lehrpersonal besser zu unterstützen und die nötigen Ressourcen zu schaffen, damit individuelle Förderung während der Pflichtschulzeit stärker in den Mittelpunkt rücken kann.
Früher fördern, Bildungspflicht rasch umsetzen
Aus Sicht der WKÖ muss Förderung dabei schon so früh wie möglich ansetzen, damit sprachliche und grundlegende Lernrückstände nicht erst in der Schule sichtbar werden: „Die PISA-Ergebnisse sind ein starkes Argument für das verpflichtende zweite Kindergartenjahr. Dieses gilt nun österreichweit konsequent und mit klarem Fokus aus Qualitätssicherung umzusetzen. Wir brauchen eine starke Elementarpädagogik mit gezielter Sprach- und Lernförderung“, betont die Bildungsexpertin der WKÖ.
Darüber hinaus müsse die im Regierungsprogramm vorgesehene Bildungspflicht (bzw. Bildungsgarantie) rasch umgesetzt werden. „Entscheidend ist nicht, wie viele Jahre jemand in der Schule abgesessen hat, sondern was die jungen Menschen am Ende tatsächlich können. Unser Ziel ist klar: Jeder Jugendliche soll die Pflichtschule mit den nötigen Grundkompetenzen als Rüstzeug verlassen. Jeder junge Mensch soll die Chancen für einen erfolgreichen Berufseinstieg oder eine weiterführende Ausbildung und somit für ein selbstbestimmtes Leben haben“, so Schneider-Lugger abschließend. (PWK416/HSP)
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