• 07.09.2026, 14:28:33
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YOTA 2026: 100 junge Funkbegeisterte aus 30 Ländern zu Gast in Wagrain

Stolz präsentieren Maria und Alexandra aus Zypern ihr
selbstgebautes Funkgerät.
Wiener Neudorf/Wagrain/Salzburg (OTS) - 

Im August 2026 veranstaltete der Österreichische Versuchssenderverband (ÖVSV) das internationale YOTA-Jugendlager (Youngsters on the Air) in Wagrain im Salzburger Land. Rund 100 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren aus 30 Ländern kamen für eine intensive Woche rund um Amateurfunk, Technik und internationale Zusammenarbeit nach Österreich. Die Teilnehmer:innen reisten aus aller Welt an – von Argentinien über Kanada bis Korea.

Im Mittelpunkt der YOTA-Woche stand nicht nur die Nutzung moderner Funktechnik, sondern vor allem das praktische Verständnis dahinter. Jede Teilnehmer:in baute im Laufe der Woche zwei unterschiedliche Antennen sowie ein eigenes Funkgerät auf. Gemeinsam mit einer bereitgestellten Powerbank und den notwendigen Versorgungskabeln entstand daraus eine komplette portable Funkstation, die weltweiten Funkverkehr ermöglicht.

Dank der Unterstützung der Sponsoren konnte die gesamte Ausrüstung den Jugendlichen kostenlos überlassen werden. Nach dem Jugendlager nahmen sie ihre selbst aufgebauten Funkstationen mit in ihre Heimatländer – und damit nicht nur technische Geräte, sondern auch die Möglichkeit, das erworbene Wissen weiter anzuwenden und mit anderen zu teilen.

Funktechnik verstehen und selbst erleben

Das technische Programm umfasste darüber hinaus Workshops zu Notfunk, elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) und Software Defined Radio (SDR). Dabei konnten die jungen Funkamateur:innen ihr Wissen vertiefen und unterschiedliche Bereiche moderner Funk- und Kommunikationstechnik unmittelbar in der Praxis kennenlernen.

Ein besonderer Höhepunkt der Woche war die Live-Funkverbindung mit der Internationalen Raumstation ISS. Rund 20 Minuten lang beantwortete die französische Astronautin Sophie Adenot die Fragen der Jugendlichen. Der direkte Kontakt mit der ISS machte eindrucksvoll erlebbar, welche Möglichkeiten Funktechnik eröffnet – von einer portablen Station am Boden bis zur Kommunikation mit Menschen im Weltraum.

Video der Kontaktaufnahme: https://vimeo.com/1213958280

Neben dem Kontakt mit der ISS herrschte während des YOTA-Camps reger Funkbetrieb: An sechs Amateurfunkstationen wurde parallel gearbeitet und gefunkt. Auf den Kurzwellen-Amateurfunkbändern gelang es den Jugendlichen, alle Kontinente zu erreichen und mehr als 6.000 Funkverbindungen mit Amateurfunkstationen weltweit herzustellen. Damit wurde die internationale Dimension des Amateurfunks für die Teilnehmer:innen unmittelbar erlebbar.

Technik, Gemeinschaft und internationale Freundschaften

Neben dem umfangreichen technischen Programm bot das YOTA-Camp auch Gelegenheit, Salzburg und die österreichische Bergwelt kennenzulernen. Ausflüge in die Eisriesenwelt und zur Burg Hohenwerfen gehörten ebenso zum Rahmenprogramm wie ein ARDF-Wettbewerb (Amateur Radio Direction Finding – Amateurfunkpeilen) und ein gemeinsamer Aufstieg auf das Grießenkareck.

Nach einer ereignisreichen Woche traten die Teilnehmer:innen ihre Heimreise in 30 Länder an – mit neuen technischen Fähigkeiten, eigenen Funkstationen und zahlreichen internationalen Kontakten im Gepäck.

Mit Veranstaltungen wie YOTA möchte der ÖVSV junge Menschen für Technik begeistern und ihnen Möglichkeiten zur Weiterbildung eröffnen. Amateurfunk verbindet dabei praktische Erfahrung mit fundiertem technischem Verständnis: Junge Menschen lernen Kommunikationstechnik nicht nur zu nutzen, sondern sie selbst aufzubauen, zu erforschen und zu verstehen. Damit vermittelt der Amateurfunk Kenntnisse und Fähigkeiten, die auch eine wertvolle Basis für eine spätere technische Ausbildung oder Berufslaufbahn bilden.

YOTA im Zeichen von 100 Jahren ÖVSV

Das YOTA-Jugendlager fand 2026 in einem ganz besonderen Jahr statt: Der Österreichische Versuchssenderverband (ÖVSV) feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung im Jahr 1926 verbindet der ÖVSV die Begeisterung für Funktechnik mit Experimentieren, internationaler Verständigung sowie technischer Aus- und Weiterbildung. Mit YOTA richtet sich der Blick dabei bewusst in die Zukunft: Die Begeisterung für Amateurfunk, Technik und Forschung soll an die nächste Generation weitergegeben werden.

Über YOTA

YOTA steht für Youngsters on the Air und ist eine Aktivität der International Amateur Radio Union (IARU), deren Mitglied der Österreichische Versuchssenderverband (ÖVSV) ist. YOTA bringt junge Funkamateurinnen und Funkamateure aus unterschiedlichen Ländern zusammen. Neben der technischen Weiterbildung stehen der internationale Austausch, gemeinsames Experimentieren sowie die Begeisterung für Amateurfunk und Kommunikationstechnik im Mittelpunkt.

Über den ÖVSV

Der Österreichische Versuchssenderverband (ÖVSV) wurde 1926 gegründet und ist die Interessenvertretung der Funkamateurinnen und Funkamateure in Österreich. Der unabhängige und gemeinnützige Verein fördert den völkerrechtlich geregelten Amateurfunkdienst sowie die technische Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder. Der ÖVSV ist österreichisches Mitglied der International Amateur Radio Union (IARU) und gliedert sich in Landesverbände und Fachreferate. Zu den Tätigkeitsfeldern zählen unter anderem technische Experimente und Eigenbau, weltweiter Funkverkehr, Satellitenkommunikation, digitale Betriebsarten, Nachwuchsarbeit sowie Not- und Katastrophenfunk.

Rückfragen & Kontakt

ÖVSV-Dachverband
Michael Kastelic
Telefon: 0043 664 3381124
E-Mail: [email protected]

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