- 04.09.2026, 09:00:02
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25 Millionen Euro dank Übertragungsnetzbetreiber-Kooperation ALPACA in einem Jahr eingespart
Grenzüberschreitende Beschaffung von Regelleistung hat dabei geholfen, 25 Millionen Euro Systembetriebskosten einzusparen.
Dank der von Übertragungsnetzbetreibern aus Österreich, Tschechien und Deutschland gegründeten Regelleistungskooperation ALPACA und der grenzüberschreitenden Beschaffung von Regelleistung konnten Systembetriebskosten in der Höhe von 25 Millionen Euro seit der Inbetriebnahme der Kooperation im September 2025 eingespart werden.
Mit Regelleistung werden Energiemengen kostenpflichtig reserviert, die im Bedarfsfall aktiviert werden können, um die Frequenz im Stromnetz im Falle von Abweichungen zu stabilisieren. Normalerweise beschaffen Übertragungsnetzbetreiber Regelleistung in ihrem lokalen Markt auf nationaler Ebene.
Größerer Angebotsmarkt dank freiwilliger Kooperation
Vor diesem Hintergrund haben Österreich, Tschechien und Deutschland freiwillig die ALPACA Kooperation gegründet, welche grenzüberschreitende Beschaffung von Regelleistung ermöglicht. Die Abkürzung ALPACA steht dabei für Allocation of Cross-zonal Capacity and Procurement of aFRR Cooperation Agreement. Das Ziel von ALPACA ist es, einen größeren Angebotsmarkt bereitzustellen, den Wettbewerb zu erhöhen und folglich die Beschaffungskosten zu reduzieren.
Reduktion der Gesamtkosten um 4,5 Prozent
Im ersten operativen Jahr konnten in der Region die Beschaffungskosten um 25 Millionen Euro gesenkt werden – dies macht 4,5 Prozent der Gesamtkosten aus. Knapp 55 Prozent der Einsparungen entfallen auf negative Regelleistung (reservierte Mengen zur Reduktion von Strom im Netz), während die restlichen 45 Prozent auf positive Regelleistung (reservierte Mengen zur Erhöhung vom Strom im Netz) entfallen. Der Erfolg von ALPACA verdeutlicht die Wichtigkeit von länderübergreifenden Kooperationen.
Über Austrian Power Grid (APG)
Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit, sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst. Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67 Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben. Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026 (2025: 595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.
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