• 04.09.2026, 08:00:45
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Offener Brief an Minister Wiederkehr zum Schulstart: Schulen und Kindergärten jetzt hitzefit machen

Greenpeace, Teachers for Future & Parents for Future fordern Sanierungsoffensive und begrünte Vorplätze an allen Schulen und Kindergärten

Wien (OTS) - 

Anlässlich des Schulstarts in Österreich fordern Greenpeace, Parents for Future und Teachers for Future heute in einem offenen Brief an Bildungsminister Christoph Wiederkehr einen verbindlichen Hitze-Aktionsplan für Österreichs Schulen und Kindergärten. Durch die Extremhitze im Sommer mit bis zu 41 Grad haben sich die großteils unsanierten Bildungsstätten in regelrechte Backöfen verwandelt. Bei Innentemperaturen über 30 Grad steht die Gesundheit und der Bildungserfolg von Kindern, Lehrkräften und Elementarpädagog:innen auf dem Spiel. Damit Schulen und Kindergärten hitzefit werden, muss Minister Wiederkehr rasch einen Hitze-Aktionsplan verabschieden. Dieser muss einen verbindlichen Zeitplan vorgeben für die umfassenden Sanierungen aller Bundesschulen sowie die Begrünung und Entsiegelung der Vorplätze von Schulen und Kindergärten.

Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Österreich: „Im neuen Schuljahr drohen die nächsten Hitzewellen. Dabei gilt: Kein Kind kann bei Temperaturen von über 30 Grad im Klassenzimmer lernen oder sich im Kindergarten gut entwickeln, keine Lehrkraft unter solchen Bedingungen unterrichten. Deshalb ist es unabdingbar, in den Hitzeschutz in Bildungseinrichtungen zu investieren: mit Sanierungen, Beschattung und modernen Lüftungssystemen. Nur so ist es möglich, dass unsere Kinder auch in den nächsten Jahren einen sicheren und lernfreundlichen Schulalltag haben.”

Karl Marquardt, Lehrer in Wien und Aktivist bei Teachers for Future: „In vielen Klassenzimmern meiner Schule – innerstädtisch, Altbau – hatte es bereits Anfang Juni 30 Grad. Von vielen Kolleg:innen aus ganz Österreich habe ich noch deutlich höhere Temperaturen berichtet bekommen. Es sind weitaus mehr Schulen betroffen, als die 50 Schulen, die Minister Wiederkehr sanieren lassen will! An Unterricht und gesundes Arbeiten ist da nicht mehr zu denken. Wir können auch nicht ständig mit den Klassen rausgehen. Wir brauchen dringend breite und tiefgreifende Maßnahmen – von Klimabildung über bauliche Anpassungen bis hinein in den Straßenraum.”

Josef Winter von den Parents for Future: „Kinder haben ein Recht auf gesunde und sichere Lernräume. Hitzeschutz ist keine Komfortfrage, sondern eine Frage des Kindeswohls und der Bildungsgerechtigkeit. Wir fordern Minister Wiederkehr auf, gemeinsam mit Ländern und Gemeinden einen verbindlichen, ausreichend finanzierten Hitze-Aktionsplan umzusetzen – mit klaren Standards, raschen Sanierungen und klimaverträglicher Kühlung.“

Hitze-Aktionsplan gefordert: Von der Fassadendämmung bis zur Klimabildung
Der geforderte Hitze-Aktionsplan sieht ab Anfang 2027 eine Sanierungsoffensive für alle Bundesschulen vor. Im Zentrum stehen dabei Außenbeschattung, Begrünung und Fassadendämmung. Eine verlässliche 25-Grad-Garantie soll künftig eine erträgliche Temperatur für das Lernen und die Betreuung der Kinder sichern. Zusätzlich fordern die Organisationen bis Ende 2026 einen bundesweit einheitlichen Leitfaden für Schul- und Kindergartenleitungen, der bürokratische Genehmigungen für Jalousien, Kühlgeräte & Co. verkürzt.

Auch das direkte Umfeld der Bildungseinrichtungen spielt eine zentrale Rolle: Verkehrsberuhigte und begrünte Vorplätze verbessern die Luft rund um die Schulen und Kindergärten. Parallel dazu fordern Greenpeace und Teachers for Future Klimabildung, also Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), fest in den Schulentwicklungsplänen zu verankern.

Weiterführende Infos:
Der vollständige offene Brief: https://bit.ly/4cq6sLO
Bildmaterial finden Sie unter: act.gp/46FfrFr
Unter Verwendung der im Dateinamen angegebenen Credits stehen die Fotos kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

Inhalte auf einen Blick
Anlass: Zum Schulstart fordern Greenpeace,Teachers for Future und Parents for Future in einem offenen Brief einen verbindlichen Hitze-Aktionsplan für Österreichs Schulen und Kindergärten.
Basis: Sommerliche Extremhitze führt zu Raumtemperaturen von häufig über 30 Grad und gefährdet die Gesundheit sowie die Lernfähigkeit von Kindern, Lehrkräften und Elementarpädagog:innen.
Hauptforderung: Sanierungsoffensive für alle Bundesschulen, Einführung einer 25-Grad-Garantie im Klassenzimmer und Kindergartenräumen sowie Entsiegelung und Begrünung von Schulvorplätzen und umliegenden Straßen.
Adressat: Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Bundesregierung.
Quelle/Material: Greenpeace Österreich, Teachers for Future Österreich, Parents for Future / https://bit.ly/4cq6sLO

Rückfragen & Kontakt

Marc Dengler
Klima- und Energieexperte
Greenpeace Österreich
Tel: +43 (0) 664 881 722 05
E-Mail: [email protected]

Doris Englisch-Stölner
Lehrerin
Teachers for Future
Tel: +43 677 640 058 10
E-Mail: [email protected]

Josef Winter
Parents for Future
[email protected]

Annette Stolz
Leitung Pressearbeit
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 (0) 664 61 26 725
E-Mail: [email protected]

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