- 02.09.2026, 12:39:03
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Bundesministerin Holzleitner besucht Rotholz
Wichtige Weichenstellung für „KIZ Alpin“ und Start des PhD-Kooperationsprogramms OHASIS

Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, besuchte heute den Campus Rotholz im Tiroler Zillertal. Anlass war die Vorstellung der Machbarkeitsprüfung für das geplante Kompetenz- und Innovationszentrum für One Health im alpinen Raum (KIZ Alpin) und der offizielle Start des interuniversitären Kooperationsprogramms OHASIS.
OHASIS: Erster Meilenstein für das geplante KIZ Alpin
Die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni) startet zusammen mit der Medizinischen Universität Innsbruck, der Freien Universität Bozen und der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck ein interdisziplinäres PhD-Programm namens OHASIS. Ziel ist es, gemeinsame Lösungen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt in der Alpenregion zu entwickeln. Der offizielle Startschuss erfolgte heute in Tirol im Beisein von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, die auch die Schirmherrschaft für das PhD-Kooperationsprogramm übernommen hat.
OHASIS steht für „One Health for the Alpine Region: Solutions and Innovation in Science“ und versammelt renommierte Expert:innen aus Österreich und Italien, die gemeinsam mit PhD-Studierenden wichtige Fragen zu Zoonosen, zur Dynamik von Infektionskrankheiten, zu Antibiotika- und Pilzresistenzen, Lebensmittelmikrobiomik, Bergagronomie, Agrarökologie und zum öffentlichen Veterinärwesen behandeln werden. Die ersten neun PhD-Stellen beginnen heuer im November.
OHASIS ist zugleich ein wichtiger Meilenstein in einer weiteren Vetmeduni-Initiative namens KIZ Alpin.
Vetmeduni-Initiative KIZ Alpin
Die Vetmeduni arbeitet daran, ihre bestehende Außenstelle in Innsbruck an den Campus Rotholz in Strass im Zillertal zu übersiedeln. Dort soll das Kompetenz- und Innovationszentrum für One Health im alpinen Raum (KIZ Alpin) entstehen. Die Machbarkeitsprüfung der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) bestätigt das hohe Potenzial des Standortes sowie die Möglichkeit der Ansiedlung. Am Campus sind bereits die Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie Lebensmittel- und Biotechnologie (HBLFA Tirol) und die Landwirtschaftliche Landeslehranstalt Rotholz (LLA) untergebracht. Neben der vorhandenen hervorragenden Infrastruktur spricht für den Ausbau des Campus die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz (Westbahnstrecke, Zillertalbahn und zwei Buslinien) sowie die Nähe zur Inntalautobahn.
Wissenschaftsministerin in Rotholz
Bei einem Besuch der Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner in Rotholz waren auch die BIG-Geschäftsführerin Christine Dornaus, die Rektor:innen der an OHASIS beteiligten Universitäten – Matthias Gauly (Vetmeduni), Gert Mayer (Medizinische Universität Innsbruck), Alex Weissensteiner (Freie Universität Bozen) und Veronika Sexl (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck) – sowie HBLFA-Direktor Ronald Zecha und LLA-Direktor Josef Stoll anwesend. Sie betonten die enge Verbindung zwischen der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt und das Potenzial, das sich aus dieser Kooperation ergibt. Ziel der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist es, angesichts globaler Gesundheitsherausforderungen auch auf lokaler und regionaler Ebene systemische, interdisziplinäre Lösungsansätze zu entwickeln.
Betont wurde weiters die potentielle Bedeutung des KIZ Alpin für den Forschungsstandort Tirol und die positiven Auswirkungen auf die veterinärmedizinische Versorgung im Alpenraum.
Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner: „Kooperation statt Kirchturmdenken ist für mich mehr als ein Motto. Das ist die Haltung, mit der wir Wissenschaftspolitik machen! Was heute in Rotholz beginnt, zeigt, was möglich wird, wenn Institutionen über Universitäts- und Ländergrenzen hinweg an einem Strang ziehen. Vier Universitäten aus zwei Ländern, gemeinsam mit landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen vor Ort: das ist gelebte Solidarität in der Wissenschaft. Und genau die brauchen wir, um die großen Fragen unserer Zeit zu lösen. Mit OHASIS und den ersten neun PhD-Stellen setzen wir heute einen wichtigen Grundstein für das KIZ Alpin!“
Vetmeduni-Rektor Matthias Gauly: „Das Projekt KIZ Alpin ist für uns ein Zukunftsprojekt. Es steht für ein Thema, das uns in Forschung, Lehre und wirtschaftlicher Praxis immer mehr beschäftigen wird: One Health. Denn die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt hängen aufs Engste zusammen, wie uns die heurige Dürreperiode auch im Alpenraum eindringlich vor Augen geführt hat. Ein wichtiger Meilenstein für KIZ Alpin ist das demnächst startende PhD-Kooperationsprogramm OHASIS. Wir freuen uns über dieses gemeinsame Projekt mit der Medizinischen Universität Innsbruck, der Freien Universität Bozen und der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck.“
BIG-Geschäftsführerin Christine Dornaus: „Als BIG sehen wir unsere Aufgabe darin, bestehende Standorte vorausschauend weiterzuentwickeln und für neue universitäre Anforderungen nutzbar zu machen. Mit der geplanten Ansiedlung der Vetmeduni in Rotholz nutzen wir vorhandene Infrastruktur und Flächen sinnvoll und führen damit den Leerstand einer neuen, zukunftsorientierten Verwendung zu. Das ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung unserer Immobilien, sondern schafft auch die Grundlage für einen starken Wissenschafts- und Forschungsstandort in Tirol. Besonders freut uns, dass mit KIZ Alpin ein Ort entsteht, an dem Forschung, Lehre und Praxis unmittelbar zusammenwirken.“
HBLFA-Tirol-Direktor Ronald Zecha und LLA-Rotholz-Direktor Josef Stoll: „Gemeinsam mit der Vetmeduni entwickelt sich unser Campus Rotholz zu einem alpinen Kompetenzzentrum für Landwirtschaft und Nutztiere, Ernährung und Veterinärmedizin weiter. Es wird international Maßstäbe setzen, weil es nur hier die räumliche Verbindung von Bildung, universitärer und außeruniversitärer Forschung und Praxis gibt. Bereits bisher hat die inhaltliche und synergetische Zusammenarbeit der Einrichtungen in Rotholz zu besonderer Effizienz und Qualität geführt, die mit der Vetmeduni nochmals in besonderem Maße gesteigert werden. Wir sind gespannt, welche Ideen und Initiativen entstehen werden, wenn unsere Schüler:innen und die Studierenden der Vetmeduni sich täglich im Stall oder beim Mittagessen treffen werden.“
Über die Vetmeduni
Die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni) ist die einzige veterinärmedizinische, akademische Bildungs- und Forschungsstätte Österreichs und zugleich die älteste im deutschsprachigen Raum – gegründet 1765 von Kaiserin Maria Theresia. Sie beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter:innen und bildet zurzeit rund 2.500 Studierende aus. Neben dem Campus in Wien Floridsdorf verfügt sie aktuell über sieben Außenstellen in Wien, Niederösterreich und Tirol, weitere Standorte in Oberösterreich und Salzburg sind mit den jeweiligen Partnern fixiert.
Die Vetmeduni ist durch die European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE) akkreditiert, eine wichtige Voraussetzung für internationale Karrieren ihrer Absolvent:innen.
Im aktuellen „Shanghai-Ranking“, das über 2.000 Universitäten weltweit in 57 akademischen Fächern vergleicht, liegt die Vetmeduni im Bereich „Veterinary Sciences“ auf Platz 6 der Weltrangliste, im europäischen Vergleich auf Platz 2 hinter der Universität Gent.
Rückfragen & Kontakt
Mag. Thomas Zauner
Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Veterinärmedizinische Universität Wien
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