• 02.09.2026, 12:16:32
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FPÖ – Schmiedlechner zu Brasilien-Importstopp: „Mercosur-Schwindel fliegt auf!“

„EU lässt trotz fehlender Garantien monatelang Fleischimporte zu – ÖVP-Minister Totschnig schläft wohl in der Pendeluhr“

Wien (OTS) - 

„Der Importstopp für Rind- und Geflügelfleisch aus Brasilien ist kein Erfolg, sondern der Beweis für das Versagen der europäischen Handelspolitik. Bereits im Mai war bekannt, dass Brasilien die notwendigen Garantien bei den neuen Antibiotikaregeln nicht ausreichend erbringen konnte. Trotzdem ließ Brüssel monatelang weiter Fleisch herein. Bei unseren Bauern wird jeder Handgriff kontrolliert – bei Importen schaut man weg. Das ist die Wahrheit hinter den angeblich gleichen Mercosur-Standards“, kritisierte heute FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner.

Noch brisanter seien die Berichte über brasilianisches Rindfleisch, bei dem das in der EU verbotene Hormon Estradiol festgestellt wurde. „Unsere Bauern werden mit Auflagen und Kontrollen drangsaliert, während Fleisch aus Übersee auf unseren Tellern landet und der EU-Apparat erst reagiert, wenn Feuer am Dach ist. Das ist ein Schlag ins Gesicht unserer Bauern und ein verantwortungsloser Umgang mit dem Schutz unserer Konsumenten“, so Schmiedlechner.

Für den FPÖ-Agrarsprecher dürfe der Brasilien-Stopp keinesfalls dazu führen, dass die fehlenden Mengen einfach durch zusätzliche Lieferungen aus Argentinien, Uruguay, Paraguay oder anderen Ländern ersetzt werden: „Dann ist der Importstopp für unsere Bauern nichts anderes als ein Etikettenschwindel – der Importdruck bleibt, nur das Herkunftsland ändert sich.“

Besonders absurd sei dies angesichts der aktuellen Krise am heimischen Rindermarkt. „Dürre und Futterknappheit zwingen unsere Bauern zur Abgabe ihrer Tiere, Mengen- und Preisdruck sind enorm. Und während unsere Familienbetriebe um ihre Existenz kämpfen, lässt der ÖVP-Landwirtschaftsminister zu, dass zusätzlicher Importdruck droht“, kritisierte Schmiedlechner.

„ÖVP-Minister Totschnig schläft wohl in der Pendeluhr. Die EU hat Schutzklauseln für massive Marktverwerfungen geschaffen. Hat Österreich bereits die Prüfung der Mercosur-Schutzklausel verlangt? Wenn nein, warum nicht?“ Worauf wartet Totschnig eigentlich noch – bis die nächsten bäuerlichen Familienbetriebe aufgeben?“, fragte Schmiedlechner.

„Totschnig beweist einmal mehr seine Unfähigkeit, die Interessen unserer Bauern und Konsumenten wirksam zu vertreten. Herr Minister, wer es nicht kann, sollte zurücktreten“, so der FPÖ-Agrarsprecher.

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