- 02.09.2026, 12:05:32
- /
- OTS0079
Greenpeace zum “Nowcast”: Treibhausgasbilanz bestätigt Totschnigs Klima-Fehlkurs
Umweltschutzorganisation kritisiert mangelhafte Klimapolitik – Verschärftes Klimagesetz mit Klimaneutralität 2040 ohne Schlupflöcher von Klimaminister Totschnig gefordert
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht in der heute veröffentlichten Treibhausgasbilanz für das Jahr 2025 (Nowcast 2026) die Bestätigung für Klimaminister Totschnigs mangelhafte Klimapolitik. Der Extremsommer hat deutlich gezeigt, was aus verfehlter Klimapolitik folgt. Mit dem jetzigen Kurs sind auch die europäischen Klimaziele in Gefahr und es drohen Strafzahlungen. Greenpeace fordert von Minister Totschnig, dass er den Entwurf des Klimagesetzes sofort nachbessert, Klimaneutralität 2040 auf alle Sektoren ausweitet und gefährliche Schlupflöcher im Klimagesetz schließt.
Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Österreich: “Die steigenden klimaschädlichen Emissionen belegen das Totalversagen der österreichischen Klimapolitik. Selbst der Extremsommer lässt Klimaminister Totschnig offensichtlich kalt. Er schiebt wirksame Klimaschutzmaßnahmen auf die lange Bank und verteilt lieber Zuckerl an die Industrie. Minister Totschnig muss zurück an den Schreibtisch, das Klimagesetz sofort nachschärfen und drohende Schlupflöcher schließen.“
Die Treibhausgasemissionen sind im Vergleich zu 2024 erstmals wieder gestiegen, um 0,7 Prozent (= 0,5 Millionen CO₂-Äquivalente). Auch die EU-rechtliche Höchstmenge an Treibhausgasemissionen wurde 2025 von Österreich um zwei Prozent (0,8 Millionen Tonnen) überschritten. Greenpeace kritisiert auch, dass die im Klimagesetz vorgesehene Klimaneutralität 2040 nur für Emissionen außerhalb des Emissionshandels gelten soll. Damit würden mehr als ein Drittel aller österreichischen Emissionen ausgeklammert. Gleichzeitig gibt es im derzeitigen Entwurf des Klimagesetzes gefährliche Schlupflöcher. Diese sehen eine Neuverhandlung des Fahrplans vor, sobald es zu schwierigen volkswirtschaftlichen Entwicklungen kommt. Greenpeace fordert, dass die Schlupflöcher geschlossen und das Ziel der Klimaneutralität 2040 ausnahmslos für alle Sektoren verankert wird.
Inhalte auf einen Blick
Thema/Anlass: Veröffentlichung der Treibhausgasbilanz 2025 (Nowcast 2026)
Datenbasis/Ergebnis: Emissionsanstieg um 0,7 % (+0,5 Mio. t CO₂-Äquivalente); Überschreitung der EU-Höchstmenge um 2 % (+0,8 Mio. t)
Hauptforderung: Klimaneutralität 2040 ausnahmslos auf alle Sektoren ausweiten, Schlupflöcher im Klimagesetz schließen
Adressat: Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig
Quelle/Material: Greenpeace Österreich; Umweltbundesamt
Rückfragen & Kontakt
Marc Dengler
Klima- und Energieexperte
Greenpeace Österreich
Tel: +43 (0) 664 881 722 05
E-Mail: [email protected]
Annette Stolz
Leitung Pressearbeit
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 (0) 664 61 26 725
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP






