- 01.09.2026, 10:19:33
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Transformator-Tausch im UW Malta sichert Stromversorgung für die Region
Montagabend wurde ein neuer 220/110-kV-Trafo von Spittal ins Umspannwerk Malta transportiert. Der 290-Tonner ist Teil des Trafotausch-Projektes der Austrian Power Grid (APG).

Es ist millimetergenaue Präzisionsarbeit, wenn ein 81-Meter-langer Spezial-Schwertransporter durch die Stadt Spittal zwischen Häusern, durch Engstellen und Kreisverkehre manövriert, um dann über die Bundesstraße zu seinem Zielort, dem Umspannwerk (UW) Malta Hauptstufe der Austrian Power Grid (APG) zu gelangen.
Die kostbare Fracht war der neue Großtransformator RHU2 aus dem Siemens Energy-Werk in Weiz, ein Stromriese mit einer Länge von knapp 13 Metern, vier Metern Breite und 4,6 Metern Höhe. Knapp 290 Tonnen bringt der Transformator auf die Waage; nach der Fertigstellung im UW Malta wiegt er mit 397 Tonnen weitere rund hundert Tonnen mehr.
Der Transport eines Trafos stellt alle Beteiligten immer vor große Herausforderungen. Etwa ein halbes Jahr vorher wird mit den Vorbereitungen rund um Planung und Genehmigungen begonnen, damit am Tag x der Transport präzise über die Bühne gehen kann. Der Transformator RHU2 für das UW Malta wurde über das Schienennetz von Weiz zum Bahnhof in Spittal gebracht und unter präzisestem Einsatz des Transportteams von den Schienen auf einen Spezial-Schwerlastwagen mit Tragschnabelbrücke, zwei Zugmaschinen (je 600 PS stark) und insgesamt 32 Achsen verladen.
Die dreistündige Fahrt stellte das Transportteam vor allem bis zur Stadtausfahrt von Spittal vor anspruchsvolle Aufgaben. Vom temporären Abbau zahlreicher Verkehrsschilder, über das „falsche“ Einfahren in den Kreisverkehr über die Gegenfahrbahn, um den 81-Meter-langen Transport behutsam durch die engen Rundungen zu manövrieren, bis zum Aufdrehen und 90-Grad-Verschwenken einer Ampel in der Tirolerstraße reichten die Anforderungen.
Trafo-Tausch hält Versorgungssicherheit aufrecht
Im November wird der neue RHU2 in Betrieb genommen und den alten, bereits störanfälligen Transformator ersetzen. Wolfgang Ranninger, Projektleiter für dieses APG-Projekt, informiert: „Die beiden Transformatoren im UW Malta sind 50 bzw. 48 Jahre alt und am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Wir müssen diese beiden bestehenden 220/110-kV-Regelhauptumspanner RHU1 und RHU2 gegen zwei neue 220/110-kV-Regelhauptumspanner mit jeweils 270 Megavolt-Ampere Leistung ersetzen.“ Nach umfangreichen Aufbauarbeiten vor Ort ab Mittwoch, 2. September, und den erforderlichen technischen Prüfungen wird der neue Transformator Ende November 2026 in Betrieb genommen. Der zweite Trafo, RHU 1, wird im kommenden Jahr getauscht.
„Das UW Malta ist ein wesentlicher Abstützungspunkt für die regionale Netzabstützung des 110-kV-Verteilnetzes der Kärnten Netz GmbH für den Oberkärntner Raum. Die Erneuerung der Transformatoren ist ein sowohl nötiger als auch wichtiger Schritt zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in der Region“, so Ranninger.
Derzeit drei Netzabstützungen in Kärnten
Derzeit gibt es in Kärnten drei 220/110-kV-Netzabstütungen zwischen dem österreichweiten Übertragungsnetz der APG und dem Verteilnetz der KNG-Kärnten Netz GmbH, das den Strom direkt zu den Haushalten und Betrieben bringt: die APG-Umspannwerke Malta und Obersielach sowie das APG/KNG-Umspannwerk Villach.
Die 220-kV-Schaltanlage des Umspannwerks Malta dient der Einbindung der Kraftwerksgruppe Malta der Verbund Hydro Power GmbH (VHP) sowie der regionalen Netzabstützung des 110 kV-Netzes der Kärnten Netz GmbH (KNG) über die beiden 220/110 kV-Regelhauptumspanner RHU1 und RHU2. Über die 110 kV-Schaltanlage wird das 110 kV-Verteilnetz der KNG weitere Kraftwerke der VHP und Kelag eingebunden.
Über Austrian Power Grid (APG)
Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit, sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst. Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67 Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben. Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026 (2025: 595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2034 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.
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