• 28.08.2026, 14:22:02
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Gürtelrose-Impfung: Ärztinnen und Ärzte nicht für Impfstoffmangel verantwortlich

Angesichts des wachsenden Unmutes in der Bevölkerung betont die Österreichische Ärztekammer: „Wir bekommen schlichtweg zu wenig Impfstoff.“

Wien (OTS) - 

„Das 2025 gestartete kostenlose Gürtelrose-Impfprogramm für Menschen ab 60 und Risikogruppen kommt weiterhin leider nicht richtig ins Laufen“, sagt Johannes Steinhart, Präsident der Österreichischen Ärztekammer. Aktuell müssen sehr viele Menschen, die auf ihre zweite Impfdosis warten, immer wieder vertröstet werden, weil es zu wenige Impfstoff gibt. „Normalerweise sollte die zweite Impfung sechs Monate nach der ersten erfolgen, viele warten aber bereits fast ein Jahr. Der Unmut ist verständlicherweise groß“ so Steinhart.

„Von den für August versprochenen neuen Dosen gab es nur wenige tausend Stück, die binnen drei Minuten wieder weg waren. Dass bei dieser geringen Menge nicht alle versorgt werden können, liegt auf der Hand“, schildert Edgar Wutscher, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte. Den Frust der Patientinnen und Patienten könne er ebenfalls vollauf nachvollziehen, bittet aber: „Der Impfstoffmangel liegt nicht in unserer Verantwortung. Die Kolleginnen und Kollegen geben ihr Bestes, Impfstoff zu beschaffen und Termine zu koordinieren. Dass sie jetzt den Unmut abbekommen, ist daher nicht fair.“

Besonders ärgerlich ist für Wutscher, dass der Impfstoff in den Apotheken sehr wohl auf Lager liegt und dennoch zu wenig für das Impfprogramm zur Verfügung steht. „Viele Kolleginnen und Kollegen wollen wegen der andauernden Lieferprobleme ganz darauf verzichten, die Gürtelrose-Impfung anzubieten. Das kann nicht im Sinne dieser so wichtigen Aktion sein“, fordert Wutscher dringend Nachbesserung in der Beschaffung ein.

Zur Information an alle, die aktuell auf ihre zweite Dosis warten, meint Rudolf Schmitzberger, Leiter des Impfreferates der Österreichischen Ärztekammer: „Selbst wenn der Abstand zwischen den beiden Impfungen ein Jahr betragen sollte, ändert das nichts an der Schutzwirkung der Impfung.“ Eine größere Nachlieferung an Impfstoffen sei vom Ministerium bereits zugesagt worden. „Bis dahin sitzen wir alle in einem Boot: Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte“, so Schmitzberger.

Rückfragen & Kontakt

Österreichische Ärztekammer / Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sascha Bunda
Telefon: 01/51406-3341
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.aerztekammer.at

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