• 28.08.2026, 13:06:32
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ÖGB-Kickinger: „Mehr Väter in Karenz brauchen mehr als gute Vorsätze“

AK/ÖGB-Familienarbeitszeit-Modell schafft Anreize für gerechte Aufteilung der Kinderbetreuung

Wien (OTS) - 

„Die Zahlen zeigen klar: Bei der Kinderbetreuung sind wir von echter Gleichstellung noch weit entfernt. Wenn fast neun von zehn Personen, die ihre Erwerbsarbeit für die Kinderbetreuung unterbrechen, Frauen sind, braucht es endlich bessere Rahmenbedingungen für eine partnerschaftliche Aufteilung“, sagt die ÖGB-Bundesfrauensekretärin Dorottya Kickinger anlässlich der aktuellen Zahlen der Arbeiterkammer Oberösterreich zur Kinderbetreuung.

Ein wichtiger Hebel ist für den ÖGB das Familienarbeitszeitmodell von ÖGB und Arbeiterkammer: Arbeiten beide Elternteile zwischen 28 und 32 Stunden pro Woche, sollen sie jeweils 350 Euro monatlich erhalten. „Damit schaffen wir einen konkreten Anreiz, dass nicht automatisch die Frau ihre Arbeitszeit reduziert, während der Mann Vollzeit weiterarbeitet. Familienarbeitszeit bedeutet: Beide haben Zeit für ihre Kinder und beide bleiben stärker im Erwerbsleben“, so Kickinger.

„Wer eine stärkere Beteiligung von Vätern will, muss dafür sorgen, dass sie im Alltag auch möglich ist – finanziell und im Betrieb. Dafür braucht es neben der Familienarbeitszeit auch ausreichend Kinderbetreuung und bessere Arbeitszeitmodelle“, betont Kickinger. „Gleichstellung darf nicht daran scheitern, dass sich Familien eine gerechte Aufteilung schlicht nicht leisten können“, so die Gewerkschafterin.

Die ÖGB-Frauen fordern:

  • Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag - finanzielle und personelle Ressourcen müssen dabei sichergestellt sein
  • Ausbau von Ganztagsschulen und Ferienbetreuung
  • Recht auf Aufstockung der Arbeitszeit im Unternehmen für Teilzeitbeschäftigte
  • Finanzielle Besserstellung von Mehrarbeit in Teilzeit
  • Flächendeckender Ausbau der Pflegeangebote

Mehr Info: www.oegb.at/familienarbeitszeit

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.

www.oegb.at

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Mag. Barbara Kasper
0664/614 5221
[email protected]
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