- 28.08.2026, 11:28:32
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Grüne/Hammer zur thermischen Sanierung: Regierung lässt Menschen und Betriebe im Regen stehen
Wirtschaftskammer beklagt Stillstand, den sie selbst mitverursacht hat
„Seit Februar gibt es keine Fördermittel für thermische Sanierung mehr, weil die Bundesregierung bis zum Jahresende keine Mittel mehr zur Verfügung stellt. Wenn Kollege Muchitsch von der SPÖ und die Wirtschaftskammer die schleppende Sanierungsquote beklagen und den Förderstopp mit keinem Wort erwähnen, dann ist das unglaubwürdig“, sagt Lukas Hammer, Energiesprecher der Grünen, anlässlich der heutigen Aussagen zur thermischen Sanierung im Ö1 Morgenjournal.
Kaum mehr als zwei Monate nach Start der Neuauflage hat Umweltminister Norbert Totschnig den Sanierungsbonus Anfang Februar wegen ausgeschöpfter Mittel eingestellt. Im Juli sind schließlich auch die verbliebenen Mittel für den Heizkesseltausch ausgelaufen. „Viele Menschen schlafen besser, weil sie in den vergangenen Jahren die Chance nutzen konnten, ihr Zuhause zu sanieren, Energie zu sparen und ihre Heizkosten dauerhaft zu senken. Wer jetzt vor genau derselben Entscheidung steht, schaut durch die Finger. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch völlig kontraproduktiv“, kritisiert Hammer.
„Wesentlich effizienter als reine Förderungen wäre eine gesetzliche Verpflichtung zum Umstieg auf saubere Heizsysteme sowie Erleichterungen für thermische Sanierungen im Wohnrecht. Diese Maßnahmen wurden aber sowohl von der ÖVP als auch von der SPÖ in der vergangenen Legislaturperiode mit aller Kraft blockiert und verhindert. Wenn wir beim Kühlen und Heizen Klimaneutralität bis 2040 erreichen wollen, braucht es stabile Rahmenbedingungen und keine Stop-and-Go-Politik“, so Hammer und weiter: „Ja, wir brauchen mehr Tempo – sowohl bei der thermischen Sanierung als auch beim Heizungstausch. Aber wenn ausgerechnet diejenigen, die eine gesetzliche Regelung beim Heizungstausch verhindert haben, die vergangenen Förderungen madig machen und gleichzeitig die jetzigen Fördermittel als zu gering kritisieren, frage ich mich schon, was sie eigentlich wollen.“
Die Begründung, der Kesseltausch bringe pro Fördereuro höhere CO2-Einsparungen, greift für Hammer viel zu kurz: „Wir brauchen beides. Thermische Sanierungen senken dauerhaft den Energieverbrauch und damit auch die Heizkosten. Sanierung und Heizungstausch gegeneinander auszuspielen, ist realitätsfern.“
Auch für die Betriebe bedeutet das Förderloch fehlende Planungssicherheit. „Die Sanierungsbranche schafft regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Wer es mit der Wärmewende ernst meint, darf sie nicht finanziell austrocknen. Genau das macht diese Regierung aber gerade“, so Hammer abschließend.
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