• 26.08.2026, 12:18:32
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ÖGB-Schuberth zu Industriestrategie 2035 und Made in Europe: Keine Förderungen ohne Beschäftigungssicherung

Gewerkschaftsbund fordert konkreten Umsetzungsplan und Nachbesserungen von der Regierung

Wien (OTS) - 

Angesichts wirtschaftlicher und geopolitischer Umbrüche fordert der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) eine aktive Industriepolitik zur Sicherung des Standorts und hochwertiger Arbeitsplätze in Österreich und Europa. „Öffentliche Förderungen dürfen nicht bedingungslos vergeben werden. Sie müssen an Standortgarantien, die Sicherung und den Ausbau von Arbeitsplätzen, Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards geknüpft sein“, betont ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth.

Keine Förderungen ohne Gegenleistung

Die Initiative „Made in Europe“ müsse mit guten Arbeitsbedingungen und verbindlichen Auflagen verbunden werden. „Förderungen müssen nachhaltige Wertschöpfung schaffen und Beschäftigung sichern. Unternehmen, die öffentliche Mittel erhalten, müssen Verantwortung für ihre Beschäftigten und den Standort übernehmen“, so Schuberth.

„Made in Europe“ muss „Made in Europe“ bleiben

„‚Made in Europe‘ muss auf den Europäischen Wirtschaftsraum beschränkt sein und darf nicht zu einem verwässerten ‚Made with Europe‘ werden. Wer ‚Made in Europe‘ sagt, muss die europäische Wertschöpfung stärken“, stellt die ÖGB-Chefökonomin klar.

EU-Investitionsfonds und rasche Umsetzung

Der ÖGB fordert einen dauerhaften EU-Investitionsfonds, um Zukunftsinvestitionen und eine krisenfeste europäische Binnennachfrage zu ermöglichen. Österreichs Industrie steht durch Digitalisierung, Dekarbonisierung, geopolitische Verwerfungen und die Krise der deutschen Automobilindustrie unter großem Druck.

„Es braucht einen konkreten Fahrplan mit wirksamen Maßnahmen für die Transformation. Die Bundesregierung muss jetzt handeln, um Beschäftigung und Wohlstand abzusichern“, betont Schuberth. Die Industriestrategie 2035 müsse daher rasch durch einen verbindlichen Umsetzungsplan mit klaren Zuständigkeiten, ausreichender Finanzierung und überprüfbaren Zielen ergänzt werden.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.

www.oegb.at

Rückfragen & Kontakt

Mag. Toumaj Faragheh
ÖGB-Kommunikation
Tel.: +43 664 614 518 0
[email protected]
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