- 26.08.2026, 12:17:32
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60 Millionen Euro für heimische Industrie: 34 Innovationsprojekte gehen in die Umsetzung
FTI-Initiative Transformation der Industrie schließt dritte Ausschreibung ab – Schwerpunkt erstmals auch auf Fertigungsvorbereitung von Netto-Null-Technologien
Die dritte Ausschreibung der FTI-Initiative für die Transformation der Industrie ist abgeschlossen: Gefördert werden 34 Projekte mit einem Budget von rund 60 Millionen Euro. Mit der Initiative unterstützt der Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei, klimaneutrale Produktion in Österreich zu entwickeln und im industriellen Maßstab umzusetzen. Die Initiative leistet damit einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der österreichischen Industriestrategie 2035.
Mehr als drei Viertel der Fördersumme fließen direkt an Unternehmen, rund 20 Prozent an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Universitäten. Damit zeigt sich, wie gezielt die Mittel des Klima- und Energiefonds in die Stärkung des Industriestandorts und der Innovationskraft heimischer Betriebe fließen. Innovationsminister Peter Hanke: „Mit der FTI-Initiative für die Transformation der Industrie setzen wir die Industriestrategie 2035 dort um, wo sie wirkt: direkt in den Unternehmen. Wir bringen Innovationen aus Österreich rascher zur Marktreife und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz unseres Industriestandorts nachhaltig.“
Forschungsprojekte für rasche Markteinführung
Unter den geförderten Vorhaben finden sich sechs reine Forschungs- und Entwicklungsprojekte, acht kombinierte Projekte (8 Forschungs- und Entwicklungsprojekte kombiniert mit 12 Pilot- und Demonstrationsanlagen), sieben reine Pilot- und Demonstrationsanlagen sowie ein Qualifizierungsnetzwerk. (Siehe Liste der geförderten Projekte hier.)
Der größte Anteil der beantragten Förderung entfällt auf kombinierte Projekte – ein Förderformat, das im Rahmen der Initiative „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds entwickelt wurde und es ermöglicht, Forschungsfragen direkt mit einer oder mehreren konkreten Pilot- oder Demoanlagen im realen Umfeld zu untersuchen. Diese Verbindung von Forschung und Demonstration in einem Projekt ist in der österreichischen Förderlandschaft einzigartig und bringt Forschungsergebnisse rascher in die industrielle Anwendung – und damit schneller auf internationale Märkte. Detaillierte Informationen zur Wirkung von FTI-Förderungen des Klima- und Energiefonds finden Sie hier.
Produktion von Netto-Null-Technologien in Europa forcieren
Neu in dieser Ausschreibung: Neben der Dekarbonisierung von industriellen Prozessen wird auch die Entwicklung und Fertigungsvorbereitung von Netto-Null-Technologien gefördert. Dabei können wichtige Ergebnisse für eine spätere Skalierung von neuen Produktionslinien oder Komponenten für Netto-Null-Technologien wie bspw. Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie erzielt werden. Damit folgt der Klima- und Energiefonds einer Entwicklung, die auch auf EU-Ebene vorangetrieben wird: die Produktion von Netto-Null-Technologien wie bspw. erneuerbarer Stromerzeugung oder Wasserstoff verstärkt in Europa anzusiedeln. Die Förderung kann auch die Grundlage für eine künftige industrielle Anlage bilden und auf eine Einreichung bei anderen nationalen oder europäischen Förderprogrammen zur Markteinführung vorbereiten.
Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds: „Die große Nachfrage in dieser Ausschreibung zeigt, wie relevant dieses Programm für die heimische Industrie geworden ist. Wir können längst nicht alle wichtigen Projekte fördern, die eingereicht wurden. Umso wichtiger ist es, dass die verfügbaren Mittel zielgerichtet dort ankommen, wo sie Innovationskraft und Standort am wirksamsten stärken.“
Projekte wurden aus allen Bundesländern eingereicht und decken eine große Bandbreite an Branchen und Technologiepfaden ab. Die meisten Projekte und die höchste Fördersumme entfallen auf den Bereich Elektrifizierung und Energieeffizienz, gefolgt von CO2-neutralen Gasen und Wasserstoff sowie Kreislaufwirtschaft. Flexibilisierung und Digitalisierung ziehen sich als Querschnittsthemen durch viele der geförderten Vorhaben.
Auch Schulungsmaßnahmen wurden in der Ausschreibung 2025 unterstützt. Das geförderte Qualifizierungsnetzwerk vermittelt Energieversorgern, Anlagenbauern, Infrastrukturbetreiber:innen und weiteren Multiplikator:innen fundiertes Wissen für Investitionsentscheidungen und die Vorbereitung bestehender Netze auf Wasserstoff – und schließt damit die Lücke zwischen Forschungswissen, Pilotanlagen und industrieller Anwendung bei Großprojekten.
Begleitet wird die Initiative vom Innovationslabor NEFI – New Energy for Industry, das als Katalysator für die Transformation der Industrie fungiert: NEFI hat somit viele Projekte im Rahmen der Ausschreibung mit Vernetzungs- und Informationsformaten sowie bei der Projektentwicklung unterstützt. Auch eine aktuelle Umfrage unter den Einreichenden bestätigt insgesamt hohe Zufriedenheit mit der Ausschreibung und zeigt, dass mehrere Projekte bereits in Vorbereitung für die nächste Ausschreibung sind.
Weitere bereits im Rahmen der Initiative geförderte Projekte finden sich unter: https://www.klimafonds.gv.at/projekte/?orderby&search&topics=3&project-funding-type=318
Rückfragen & Kontakt
Klima- und Energiefonds
Mag. Katja Hoyer
Telefon: +43/1/585 03 90-23
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.klimafonds.gv.at
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