- 26.08.2026, 11:07:33
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ARBÖ: Bald heißt es wieder “Back to School”
Auch wenn sich die Kinder noch über die eine oder andere Ferienwoche freuen dürfen, empfiehlt der ARBÖ allen Eltern, den Schulweg frühzeitig zu üben.

Mit dem Ende der Sommerferien beginnt für viele Kinder ein neuer Alltag. Manche werden den Weg zur Schule das erste Mal allein hinter sich bringen, andere werden vielleicht das erste Mal mit dem Fahrrad, einem Tretroller oder gar einem E-Scooter zur Schule fahren. Damit sie stressfrei und vor allem möglichst sicher ihr Ziel erreichen, empfiehlt der ARBÖ allen Eltern, rechtzeitig mit dem Üben zu beginnen.
Wie wichtig das ist, zeigen auch die Unfallzahlen. 2025 wurden in Österreich 3.551 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt, so viele wie seit 2007 nicht mehr. „Im Straßenverkehr sind Kinder nicht als kleine Erwachsene zu sehen. Ihr Sichtfeld ist noch eingeschränkt und aufgrund ihrer geringeren Körpergröße können sie häufig nicht über parkende Autos oder Hindernisse hinwegsehen“, so Patricia Prunner, Verkehrspsychologin beim ARBÖ. „Außerdem sind Kinder schneller abgelenkt und können Entfernungen sowie Geschwindigkeiten nicht richtig einschätzen“, erklärt Prunner weiter.
Das Motto muss also lauten: „Üben, üben, üben! So lange, bis die Kinder Experten für ihren eigenen Schulweg sind. Am besten lässt man das Kind die Führung übernehmen und erklären, wo man stehen bleiben und besonders Obacht geben muss. Nicht Angst, sondern Gefahrenbewusstsein ist das Ziel“, betont Prunner. Ebenso wichtig ist die Vorbildwirkung der Erwachsenen: „Kinder lernen vor allem durch Nachahmung. Wer selbst bei Rot über die Straße geht oder ständig auf das Smartphone schaut, vermittelt seinem Kind unbewusst, dass dieses Verhalten in Ordnung ist.“
Tipps für das Erlernen des Schulwegs:
Der ARBÖ hat eine Liste mit Tipps für Eltern und Kinder zusammengestellt, damit der Schulweg für die Kleinen keine bösen Überraschungen bereithält.
- Den sichersten Schulweg gemeinsam mit den Kindern erarbeiten. Als sicherster Weg gilt jener mit wenig Verkehr und den wenigsten Straßenüberquerungen. Das bedeutet auch, dass der sicherste Weg nicht automatisch der kürzeste Weg ist.
- Gefahrenquellen, wie beispielsweise Abbieger bei Ampeln, mit den Sprösslingen gemeinsam aufspüren. Auch wenn die Ampel auf Grün steht, soll man sich vergewissern, dass die Straße gefahrlos überquert werden kann.
- Den Kindern nicht nur am Schulweg, sondern auch im Alltag vorleben, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält. Insbesondere gilt das bei Straßenüberquerungen, Ampeln, Zebrastreifen sowie Ein- und Ausfahrten. Aber auch am Gehsteig: So ist es sicherer, auf der Innenseite des Gehwegs zu gehen. Damit ist der Abstand zum vorbeifahrenden Fahrzeug größer.
- Dem Kind erklären, warum gewisse Situationen gefährlich sind. Beobachtetes Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer ansprechen und erklären, was die Folgen sein könnten.
- Lob und Bestärkung helfen dem Kind, schneller zu lernen. Ungeduldig werden, Drohungen aussprechen und schimpfen verunsichert Kinder nur.
- Keine Angst machen und das Kind nicht überfordern.
- Den Schulweg auch während des Schuljahrs selbst des Öfteren abgehen: Der Weg kann sich durch Baustellen verändert haben.
- In „Echtzeit“, also in der Früh und zu Mittag, üben: Das Verkehrsaufkommen sollte beim Erlernen ähnlich sein, wie es das Kind dann tatsächlich erlebt.
- Fühlt sich das Kind schon sicher am Weg, kann ihm die Führung überlassen werden – es soll erklären, was es auf dem Schulweg warum tut.
- Auf gute Sichtbarkeit achten: Kinderwarnwesten, reflektierende Schnapparmbänder und Anhänger gibt es in den ARBÖ-Prüfzentren.
- Zeit geben: Das Kind in der Früh rechtzeitig in die Schule schicken. Am Nachmittag sollte es keine starren Zeiten geben, wann das Kind zu Hause sein muss. Besser ist es, das Kind lässt sich Zeit, um sicher anzukommen.
- Ablenkungen, wie Handy und Musik, sind am Schulweg tabu.
„Egal, ob die Kinder nun zu Fuß gehen oder mit dem Tretroller, (E-)Scooter oder Fahrrad in die Schule fahren, eine frühzeitige Vorbereitung auf den Schulweg und das Einhalten der Verkehrsregeln sind essenziell, um die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr zu gewährleisten“, appelliert Mag. Prunner an alle Eltern und Erziehungsberechtigten
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Sebastian Obrecht
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