- 26.08.2026, 09:39:02
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HV Consumer Check | So kauft Österreich zum Schulbeginn: Ausgabenbereitschaft steigt deutlich. Papier- & Buchhandel bleiben erste Wahl.
45 % planen Einkäufe oder Geschenke zum Schulstart. Handel erwartet Mehrumsatz von 350 Mio. Euro. idealo-Analyse: Schultaschen günstiger, Lerncomputer und Schreibsets preisstabil.
Hefte, Stifte, neue Schuhe, Schultasche oder Laptop: Der Schulbeginn ist für viele Familien nicht nur ein wichtiger Termin im Kalender, sondern auch ein bedeutender Einkaufsanlass. Laut aktuellem Consumer Check „So kauft Österreich“ von Reppublika Research & Analytics im Auftrag des Handelsverbands planen heuer 45 % der Österreicher:innen, anlässlich des Schulbeginns etwas zu kaufen oder zu verschenken. Im Vorjahr waren es 49 %.
Besonders deutlich steigt die Ausgabenbereitschaft jener, die zum Schulbeginn materielle Produkte kaufen oder verschenken: Für Einkäufe in stationären Geschäften sind heuer im Schnitt 105 Euro vorgesehen, im Vorjahr waren es 80 Euro. Für Online-Einkäufe planen die Befragten durchschnittlich 76 Euro, nach 46 Euro im Vorjahr.
„Die Inflation hat sich eingebremst, damit steigt heuer die Ausgabenbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher kräftig auf 181 Euro pro Kopf. Nicht nur Eltern, sondern auch andere Verwandte oder Freunde nehmen den Schulbeginn zum Anlass für Geschenke. Der Einzelhandel erhofft sich heuer deshalb einen Mehrumsatz von 350 Mio. Euro“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen Handelsverbands.
Große Bundesländer-Unterschiede
Überraschend deutlich sind die Unterschiede bei den geplanten Ausgaben zwischen den unterschiedlichen Regionen Österreichs.
Salzburg/Oberösterreich: 210 Euro
Niederösterreich/Burgenland: 191 Euro
Kärnten/Steiermark: 172 Euro
Vorarlberg/Tirol: 161 Euro
Wien: 161 Euro
Schulstart ist weit mehr als Hefte und Stifte
Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen klassische Schulartikel wie Schreibwaren. Gleichzeitig zeigt sich, wie breit der Schulstart inzwischen als Einkaufsanlass wirkt – von Kleidung und Sportartikeln bis hin zu Elektronik.
Die Top 10 der Einkäufe und Geschenke zum Schulbeginn 2026:
Schreibwaren (Stifte, Füllfedern etc.): 41 %
Kleidung & Schuhe: 35 %
Hefte, Blöcke & Notizbücher: 33 %
Zeichen- & Bastelbedarf: 31 %
Geldgeschenke: 30 %
Süßigkeiten: 30 %
Schultaschen & Rucksäcke: 27 %
Sportbekleidung & Sportschuhe: 26 %
Bücher: 24 %
Elektronik (Laptop, Tablet, Taschenrechner etc.): 15 %
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich zugleich, dass einige Produktgruppen an Bedeutung gewinnen. Besonders deutlich gilt das für Kleidung und Schuhe (von 30 auf 35 %), Sportbekleidung und Sportschuhe (von 21 auf 26 %) sowie Elektronik wie Laptops, Tablets oder Taschenrechner (von 10 auf 15 %).
idealo-Analyse: Schultaschen zum zweiten Mal in Folge günstiger
Dass die höhere Ausgabenbereitschaft nicht mit gestiegenen Preisen gleichzusetzen ist, zeigt eine aktuelle Analyse des HV-Partners idealo.at. Demnach kosten Schultaschen auf der Preisvergleichsplattform heuer im Schnitt 131,38 Euro und damit um 5,5 % weniger als im Vorjahr. Bereits 2025 waren die Preise deutlich zurückgegangen – damit sind Schultaschen das zweite Jahr in Folge günstiger.
Auch bei zwei weiteren untersuchten Schulstart-Klassikern zeigt sich weitgehende Preisstabilität: Schreibsets kosten durchschnittlich um 0,9 % weniger als im Vorjahr. Lerncomputer liegen hingegen um 1,4 % über dem Vorjahresniveau, bewegen sich damit laut idealo aber im Rahmen der üblichen Schwankungen.
„Heuer kaufen weniger Menschen zum Schulstart ein, wollen dafür aber mehr ausgeben. Umso wichtiger ist der Preisvergleich. Bei Schultaschen zeigt sich: Wer vergleicht, zahlt heuer im Schnitt rund 5 Prozent weniger als im Vorjahr“, sagt Nike Herzog-Osikominu, Country Managerin von idealo.at. „Nicht bei jedem Produkt lohnt dasselbe Timing. Lerncomputer werden im Laufe der Saison eher teurer, hier zahlt sich früher Einkauf aus. Bei Schreibsets bleiben die Preise stabil, da kann man in Ruhe vergleichen“, so Herzog-Osikominu.
Stationärer Fachhandel bleibt erste Adresse
Beim Einkauf rund um den Schulbeginn bleibt der stationäre Handel stark. 65 % der Käufer:innen besorgen Waren im Papier-, Schreibwaren- oder Buchhandel. Dahinter folgen ausländische Online-Shops mit 32 %, Discounter mit 28 % und Supermärkte mit 27 %. 25 % kaufen in österreichischen Online-Shops, jeweils rund 21 % im Spielwaren- bzw. im Sportfachhandel.
Gleichzeitig gewinnt der Onlinehandel gegenüber dem Vorjahr an Bedeutung. Österreichische Online-Shops steigen von 18 auf 25 %, Online-Marktplätze von 9 auf 16 %. Auch Sportgeschäfte (17 auf 21 %), Modegeschäfte (15 auf 19 %) und der Elektrofachhandel (10 auf 15 %) werden häufiger als Einkaufsorte genannt.
„Der Schulbeginn zeigt, wie selbstverständlich die Kundinnen und Kunden heute unterschiedliche Einkaufskanäle kombinieren. Das Fachgeschäft vor Ort bleibt die erste Adresse, gleichzeitig wird online stärker eingekauft. Für heimische Händler ist deshalb entscheidend, ihre Kundschaft dort abzuholen, wo diese einkaufen wollen – stationär genauso wie digital“, erklärt Handelssprecher Rainer Will abschließend.
Über den HV Consumer Check
Der aktuelle HV Consumer Check wurde von Reppublika Research & Analytics im Auftrag des Handelsverbandes durchgeführt. Es wurden 1.039 Personen ab 18 Jahren mittels Computer Assisted Web Interviews (CAWI) befragt, wobei die Stichprobe repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ist. Der Befragungszeitraum war vom 31. Juli bis 5. August 2026. Für die idealo-Auswertung wurden die durchschnittlichen Angebotspreise auf idealo.at im Zeitraum 29. Juni bis 9. August 2026 mit dem identischen Vorjahreszeitraum verglichen.
Die vollständige Aussendung samt frei verwendbarer Fotos finden Sie auf der HV-Website.
Rückfragen & Kontakt
Handelsverband Österreich
Mag. Gerald Kühberger (Pressesprecher)
Telefon: 01/4062236-77
E-Mail: [email protected]
Mag. Manuel Friedl (Senior Communications Manager)
Telefon: 01/4062236-80
E-Mail: [email protected]
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