- 26.08.2026, 09:33:02
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Der erste Ton entscheidet
Musikinstrumentenerzeuger zum Schulbeginn: Billig ist nicht immer günstig – Spielbarkeit, Klang und fachgerechte Einstellung sind gerade für Anfänger entscheidend
Für viele Kinder beginnt mit dem neuen Schuljahr ein musikalisches Abenteuer. Ob Geige, Gitarre, Flöte, Trompete oder ein anderes Instrument: Die ersten Erfahrungen können entscheidend dafür sein, ob daraus langfristige Freude am Musizieren wird. Die österreichischen Musikinstrumentenerzeuger raten Eltern daher, beim Kauf nicht allein auf den Preis zu achten. Gerade Anfänger brauchen ein Instrument, das gut klingt, zuverlässig funktioniert und richtig eingestellt ist.
„Ein Instrument muss nicht teuer sein, aber es muss spieltechnisch einwandfrei funktionieren und einen guten Klang ermöglichen. Kinder haben von Anfang an ein feines Gehör und ein gutes Gespür für Klang. Wer mit einem passenden und gut eingestellten Instrument beginnt, lernt leichter, bleibt motiviert und erlebt schneller Erfolg“, sagt Rupert Hofer, Bundesinnungsmeister der österreichischen Musikinstrumentenerzeuger in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Jedes Instrument hat seine Tücken
Gerade zum Schulbeginn werben Onlinehändler und Diskonter mit besonders günstigen Instrumenten und viel Zubehör. Eine Geige inklusive Bogen, Kasten und Stütze für wenige hundert Euro oder sogar darunter klingt verlockend. Doch billig ist nicht automatisch günstig.
Je nach Instrument können Mängel die Freude am Einstieg erheblich bremsen: Bei Geigen erschweren schlecht passende Wirbel, falsch angepasste Stege oder minderwertige Saiten das Stimmen und Spielen. Bei Gitarren können hervorstehende Bundstäbchen die Finger verletzen oder ein schlecht befestigter Steg eine stabile Stimmung unmöglich machen. Bei Flöten und Querflöten können ungenaue Intonation oder schlecht schließende Klappen Probleme verursachen, bei sehr günstigen Trompeten schwergängige oder steckenbleibende Ventile.
Gerade Anfänger können solche Mängel kaum ausgleichen. Wenn sich ein Instrument schwer stimmen lässt, unangenehm zu greifen ist oder nicht sauber reagiert, wird aus der Musikstunde schnell eine technische Herausforderung. Wertvolle Lernzeit geht verloren – und aus Begeisterung kann Frust werden.
Das Instrument muss zum Kind passen
Neben der Qualität zählt die richtige Auswahl. Größe, Körperbau, Alter, Spielniveau und persönliche Vorlieben sollten berücksichtigt werden. Die Musikinstrumentenerzeuger empfehlen deshalb, sich vor dem Kauf fachkundig beraten zu lassen und das Instrument gemeinsam mit dem Kind auszuprobieren.
Eine Alternative zum Kauf kann ein professionell vorbereitetes Mietinstrument sein. So können Kinder zunächst herausfinden, ob ihnen das Instrument langfristig Freude macht. Bei vielen Fachbetrieben wird die Miete später sogar auf einen Kauf angerechnet.
„Kinder verdienen gerade am Beginn die bestmögliche Unterstützung. Das Instrument sollte sie beim Lernen unterstützen und nicht behindern“, so Hofer. „Unsere mehr als 500 österreichischen Fachbetriebe begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Auswahl, Anpassung und Betreuung ihrer Instrumente – für jedes Alter, jedes Spielniveau und nahezu jedes Budget.“
Auch nach dem Kauf bleibt fachkundige Betreuung wichtig: Wartung, Reparaturen und Einstellungen sorgen dafür, dass das Instrument mit den musikalischen Fähigkeiten mitwachsen kann.
Bewusst einkaufen heißt daher nicht, das teuerste Instrument zu wählen. Es heißt, ein Instrument zu wählen, das funktioniert, zum Spieler passt und Freude am Lernen ermöglicht. Denn aus dem ersten Ton soll im besten Fall eine Leidenschaft fürs Leben werden. (PWK405/HSP)
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