- 26.08.2026, 09:00:33
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ImmoScout24-Umfrage: Sechs von zehn haben zuletzt ihr Zuhause renoviert
29 Prozent finden keine Handwerker, rund die Hälfte packt selbst an. Salzburg kämpft mit Zusatzkosten, Kärnten mit mangelnder Termintreue.
Ob neue Böden, ein frischer Anstrich oder eine größere Sanierung: In Österreich wird fleißig am eigenen Zuhause gearbeitet. Sechs von zehn Österreicher:innen haben ihre Wohnung oder ihr Haus in den vergangenen fünf Jahren renoviert oder modernisiert. Unter Eigentümer:innen waren sogar drei Viertel aktiv. Die größten Hürden sind dabei die Suche nach geeigneten Handwerker:innen und unerwartete Zusatzkosten. Das zeigt die aktuelle Trendstudie von ImmoScout24.at unter 1.000 Befragten.
Profis und Eigeninitiative gleichermaßen gefragt
Bei Reparaturen und Sanierungen setzen die Österreicher:innen sowohl auf professionelle Unterstützung als auch auf Eigeninitiative. 59 Prozent haben für die Arbeiten einen Handwerksbetrieb beauftragt. Fast ebenso häufig wurde selbst angepackt. 49 Prozent der Befragten führten zumindest einen Teil der Arbeiten eigenständig durch. Insgesamt 46 Prozent erhielten Unterstützung aus ihrem privaten Umfeld. Bei 26 Prozent halfen andere Personen aus dem Haushalt mit, 21 Prozent konnten auf Familienangehörige und 18 Prozent auf Freund:innen oder Bekannte zählen.
In Salzburg wird besonders häufig saniert
Besonders aktiv sind Menschen, die ein Haus oder eine Wohnung ihr Eigen nennen. 75 Prozent der Eigentümer:innen haben in den vergangenen fünf Jahren Reparaturen oder Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Auch in ländlichen und dörflichen Regionen wurde mit 67 Prozent überdurchschnittlich häufig renoviert. Im Bundesländervergleich liegt Salzburg mit 73 Prozent an der Spitze, gefolgt von Niederösterreich mit 71 Prozent und Kärnten mit 68 Prozent. Das Burgenland bildet mit einem Anteil von 40 Prozent das Schlusslicht. Mit dem Alter nimmt die Sanierungsaktivität zu. Unter den 50- bis 69-Jährigen haben 70 Prozent entsprechende Arbeiten umgesetzt.
Handwerkersuche und Zusatzkosten bereiten die größten Probleme
Die Suche nach geeigneten Handwerker:innen und unerwartete Zusatzkosten stellen mit jeweils 29 Prozent die größten Herausforderungen bei Reparatur- und Sanierungsarbeiten dar. Jede:r Fünfte war mit der Qualität der ausgeführten Arbeiten nicht zufrieden, 17 Prozent nannten mangelnde Termintreue als Problem. Auch eine schlechte Erreichbarkeit und Schäden an bestehenden Einrichtungen oder Möbeln sorgten bei jeweils 9 Prozent für Ärger. Spannungen oder Streitigkeiten mit Helfer:innen kamen hingegen vergleichsweise selten vor. Bei mehr als einem Drittel verliefen die Arbeiten reibungslos. 35 Prozent hatten keinerlei Probleme.
Private Hilfe bewährt sich bei Sanierungsarbeiten
28 Prozent der Befragten haben bei Reparatur- oder Sanierungsarbeiten in den vergangenen fünf Jahren private Unterstützung in Anspruch genommen. Die Erfahrungen damit fallen überwiegend positiv aus. Drei Viertel würden sich jederzeit wieder von Familie, Freund:innen oder Bekannten helfen lassen. Weitere 17 Prozent würden erneut auf Unterstützung aus dem privaten Umfeld setzen, künftig jedoch genauer überlegen, wen sie um Hilfe bitten. Lediglich 8 Prozent schließen private Hilfe bei künftigen Arbeiten eher oder gänzlich aus.
Sanierungsarbeiten sorgen vor allem bei Jüngeren für Streit
Wenn Familie, Freund:innen oder Bekannte bei Reparaturen und Sanierungen mithelfen, bleibt das nicht immer konfliktfrei. Spannungen und Streitigkeiten sind jedoch vor allem ein Problem der jüngeren Generation. Während 30 Prozent der 18- bis 19-Jährigen von Konflikten mit privaten Helfer:innen berichten, sind es bei den 20- bis 29-Jährigen noch 14 Prozent und bei den 50- bis 69-Jährigen nur lediglich 1 Prozent.
Ältere kämpfen dafür stärker mit organisatorischen Hürden. Für 35 Prozent der 50- bis 59-Jährigen und 33 Prozent der 60- bis 69-Jährigen stellt die Suche nach geeigneten Handwerker:innen die größte Herausforderung dar.
Zusatzkosten in Salzburg, mangelnde Termintreue im Vorarlberg und Kärnten
Welche Probleme bei Reparatur- und Sanierungsarbeiten auftreten, unterscheidet sich deutlich nach Bundesland. Unerwartete Zusatzkosten sorgen vor allem in Salzburg für Ärger. Dort berichten 41 Prozent von höheren Ausgaben als geplant. Auch in Oberösterreich sind zusätzliche Kosten mit 35 Prozent überdurchschnittlich häufig ein Thema. In der Steiermark, Kärnten und Vorarlberg betrifft dies jeweils 31 Prozent, in Wien 30 Prozent. Deutlich seltener werden ungeplante Mehrkosten in Niederösterreich mit 20 Prozent und Tirol mit 21 Prozent genannt.
Bei der Termintreue zeigen sich die größten Schwierigkeiten in Vorarlberg und Kärnten. 34 Prozent der Vorarlberger:innen und 31 Prozent der Kärntner:innen berichten von nicht eingehaltenen Zeitplänen. In Oberösterreich sind 21 Prozent betroffen, in Tirol 19 Prozent. Vergleichsweise zuverlässig verliefen die Arbeiten hingegen in Niederösterreich, wo lediglich 9 Prozent mangelnde Termintreue als Problem nannten.
Über die Studie
Für die ImmoScout24-Trendstudie hat Integral Markt- und Meinungsforschung im Jänner 2026 für ImmoScout24 1.000 Österreicher:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.
Rückfragen & Kontakt
Pressekontakt
Maria Hirzinger
Extern für ImmoScout24 tätig
Tel.: 0043 699 195 444 62
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