- 25.08.2026, 13:56:02
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PRIKRAF sichert Gesundheitsversorgung
Gesundheitsbetriebe: Abschaffung hätte gravierende Auswirkungen auf Wartezeiten in Spitälern
Mit Unverständnis reagiert der Fachverband der Gesundheitsbetriebe (WKÖ) auf die von SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler im gestrigen ORF-Sommergespräch geäußerte Kritik am Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF). Der PRIKRAF ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Gesundheitsversorgung, schafft zusätzliche Behandlungskapazitäten und entlastet öffentliche Spitäler.
Der Zweck des PRIKRAF ist gesetzlich klar geregelt: Verrechnet werden können ausschließlich Leistungen für sozialversicherte Patientinnen und Patienten, für die eine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung besteht. Ein Privatspital kann dem PRIKRAF daher nur jene Behandlungen in Rechnung stellen, die auch von der Sozialversicherung gedeckt sind. Schönheitsoperationen ohne medizinische Indikation können daher weder über den PRIKRAF noch sonst über einen der Landesgesundheitsfonds abgerechnet werden, weil dafür keine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung besteht.
Annette Leja, Vorsitzende des Fachausschusses Privatkrankenanstalten im Fachverband Gesundheitsbetriebe (WKÖ), stellt klar: „Der PRIKRAF ist kein steuerfinanzierter Fonds. Während öffentliche Spitäler zusätzlich Mittel von Bund, Ländern- und Gemeinden erhalten, wird der PRIKRAF aus den Beiträgen der Sozialversicherung finanziert und darf ausschließlich Leistungen vergüten, für die eine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung besteht.“
Wer den PRIKRAF schwächen will, gefährdet einen Teil jener Versorgungsstruktur, die öffentliche Spitäler täglich entlastet. Privatkliniken behandeln mehr als hunderttausend Sozialversicherte im Jahr, erhalten für vergleichbare Leistungen aber deutlich geringere Vergütungen aus Sozialversicherungsmitteln als öffentliche Krankenhäuser. Das schafft Wahlfreiheit für Patienten und spart dem System zugleich erhebliche Kosten.
Werner Fischl, Stv.-Vorsitzender des Fachausschusses Privatkrankenanstalten im Fachverband Gesundheitsbetriebe (WKÖ): „Die Behauptung, über den PRIKRAF würden Schönheitsoperationen finanziert, hält einer sachlichen Überprüfung nicht stand. Gerade bei einem so sensiblen Thema der Gesundheitsversorgung sollten Debatten auf Basis von Fakten geführt werden.“ (PWK401/ES)
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